Hamburger EnergienetzeSüdlicher Abschnitt von HH-WIN genehmigt

Der HH-WIN Anschluss in Hamburg erhält jetzt einen Anschluss an das bundesweite Wasserstoff-Fernleitungssystem.
(Bildquelle: Hamburger Energienetze)
Die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) hat jetzt den Bau des südlichen Abschnitts des Wasserstoff-Industrie-Netzes HH-WIN genehmigt. Wie die Hamburger Energienetze mitteilen, darf nun nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens der rund 13 Kilometer lange Anschluss an den Nord-Cluster des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes errichtet werden.
Die genehmigte Leitung verbindet künftig eine Verdichter- und Druckregelstation am Standort Moorburg mit einer auf niedersächsischem Gebiet entstehenden Übernahmestation für Wasserstoff. Das Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks Hamburg-Moorburg, auf dem auch der Hamburg Green Hydrogen Hub entsteht, wird damit zu einem zentralen Standort der Energiewende (wir berichteten).
Der sogenannte Abschnitt C besteht den Angaben zufolge zu 7,5 Kilometern aus einer umgewidmeten Erdgasleitung und zu etwa vier Kilometern aus neu zu verlegenden Leitungen. Der technische Geschäftsführer der Hamburger Energienetze, Michael Dammann, lobte die „hohe fachliche Kompetenz“ der BUKEA und hob hervor, dass das Verfahren trotz der komplexen Anforderungen innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden konnte. Durch eine Planänderung seien zudem Eingriffe in das Waldgebiet Staatsforst Haake vermieden worden.
Die neue Hochdruckleitung hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern und kann mit bis zu 70 bar Betriebsdruck stündlich mehr als eine Million Kubikmeter Wasserstoff transportieren. Nach Angaben der Hamburger Energienetze entspricht das der Energiemenge, die 22 Brennstoffzellen-Lastwagen auf der Strecke von Hamburg nach München verbrauchen würden – und spart dabei rund 13.500 Kilogramm CO₂ gegenüber Diesel ein.
Senatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) betonte die Bedeutung des Projekts: „Hamburg erschließt mit HH-WIN neue Möglichkeiten für den Hafen und für eine klimaneutrale Industrie.“ Mit dem Anschluss an das überregionale Kernnetz könne die Hansestadt ab 2027 Wasserstoff importieren, weiterleiten und zugleich die eigene Energieversorgung diversifizieren.
Bis 2031 soll das HH-WIN-Netz auf etwa 60 Kilometer anwachsen. Laut den Hamburger Energienetzen kann damit eine jährliche Einsparung von rund 1,4 Millionen Tonnen CO₂ erreicht werden.
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