Samstag, 11. April 2026

TennetSuedLink unter Tage

[30.07.2015] Die Windstromverbindung SuedLink soll nach dem Willen der Koalition in Bayern unter der Erde verlegt werden. Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet fordert nun, dass Politik und Genehmigungsbehörde schnell die Rahmenbedingungen für Neuplanungen schaffen müssten.
Erdkabel mit Kupferleiter: Die Windstromverbindung SuedLink soll nach dem Willen der Koalition in Bayern unter der Erde verlegt werden.

Erdkabel mit Kupferleiter: Die Windstromverbindung SuedLink soll nach dem Willen der Koalition in Bayern unter der Erde verlegt werden.

(Bildquelle: TenneT TSO GmbH)

Das Unternehmen Tennet bereitet sich auf die Verlegung von Erdkabeln bei der Trasse SuedLink vor, die Windstrom aus Norddeutschland nach Bayern transportieren soll. Nachdem die Koalitionsspitzen vereinbart haben, dass die Erdverkabelung bei Gleichstromverbindungen Vorrang haben soll (21680+wir berichteten), müssen nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers die Trassenkorridore neu geplant werden. Tennet-Chef Urban Keussen sagt: „Wir stellen bei uns die Weichen, damit wir so schnell wie möglich mit den Vorbereitungen für Neu- und Umplanungen bei SuedLink beginnen können.“ Tennet sehe die Möglichkeit, Gleichstrom-Erdkabel bei SuedLink zu verwenden als Chance für mehr Akzeptanz der notwendigen Stromverbindung. Allerdings müsse die Politik schnell Klarheit über die konkrete Ausgestaltung der Eckpunkte zur Erdverkabelung schaffen, fordert Keussen: „Wichtig ist, dass Politik und Genehmigungsbehörde die richtigen Rahmenbedingungen für Neuplanungen schaffen, die bei einem Erdkabel-Vorrang notwendig wären. Nur so kann der durch die neuen Planungen entstehende Zeitverzug bei SuedLink eingedämmt werden.“



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