Stadtwerke NeussElektrobusse aus China

Die neuen Gelenkbusse wurden vom chinesischen Hersteller BYD geliefert.
v.l.: Marcel Thomas, Leiter Abteilung Technik/Materialwirtschaft; Geschäftsführer Stephan Lommetz und Thomas Walkiewicz; Uwe Koppelmann, Leiter Bereich Nahverkehr
(Bildquelle: Stadtwerke Neuss)
Die Stadtwerke Neuss setzen ihre Umstellung auf Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr fort. Sechs weitere Elektrobusse sind in den Linienbetrieb gestartet. Damit wächst die Flotte auf insgesamt 17 Fahrzeuge (wir berichteten). Laut den Stadtwerken wurden die neuen Gelenkbusse erstmals vom Hersteller BYD geliefert. Die Fahrzeuge wurden in China produziert und in Ungarn abgenommen. Die Kosten für die sechs Busse liegen demnach bei 3,8 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Anschaffung mit rund 730.000 Euro.
BYD gewinnt europaweite Ausschreibung
„Hinsichtlich der weiteren Elektrifizierung unserer Busflotte orientieren wir uns an den Beschlüssen des Rates der Stadt Neuss sowie an der EU-Richtlinie ‚Clean Vehicle‘ (CVD) mit einem stetig wachsenden Anteil an Elektrobusse“, erklärte Stephan Lommetz von den Stadtwerken. Für die Vergabe habe es eine europaweite Ausschreibung gegeben, so die Stadtwerke. „Der Hersteller BYD hat diese gewonnen, weil er das beste Preis-Leistungsverhältnis geboten hat“, sagte Thomas Walkiewicz.
Die neuen Fahrzeuge sollen ältere Busse mit Verbrennungsmotor ersetzen. Bei einer jährlichen Laufleistung von durchschnittlich 50.000 Kilometern pro Bus erwarten die Stadtwerke eine CO₂-Einsparung von bis zu 360 Tonnen pro Jahr. Grundlage hierfür ist eine Verringerung des Dieselverbrauchs um 136.000 Liter pro Jahr. Die Busse werden auf dem Betriebshof an der Moselstraße sowie an Endhaltestellen im Stadtgebiet geladen. Derzeit entsteht eine Schnellladestation an der Haltestelle Neusserfurth Schleife. Zwei weitere Ladepunkte sind laut Stadtwerken noch in diesem Jahr am Rheinpark-Center und in Neusserfurth geplant.
Reichweiten von mehr als 250 Kilometern
Die Batterien der Busse haben laut Unternehmensangaben eine Kapazität von mehr als 500 Kilowattstunden. Das Laden erfolgt über einen sogenannten Pantographen, einen Ladearm auf dem Fahrzeugdach. Eine vollständige Ladung bei nächtlichem Depotladen dauert demnach rund 2,5 Stunden. Im Betrieb sollen Reichweiten von mehr als 250 Kilometern möglich sein, mit Zwischenladungen sogar noch mehr.
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