KronshagenAltlastenfläche wird zum Bürgerpark

Kronshagen erschließt Erdwärme unter einem ehemaligen Altlastenstandort und koppelt das Projekt mit einer Parkentwicklung.
v.l.: Alexander Baumgärtner, VBK; Dr. Nora von Massow, Bürgermeisterin Kronshagen; Energieminister Tobias Goldschmidt
(Bildquelle: MEKUN)
Die Gemeinde Kronshagen (Schleswig-Holstein) nutzt einen brachliegenden Altlastenstandort für die Erzeugung erneuerbarer Wärme und plant zugleich einen Bürgerpark. Wie das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein berichtet, hat die Gemeinde bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung eine kommunale Wärmeplanung erstellt und damit die Grundlage für das Projekt gelegt.
Kern der Umsetzung sind 60 Erdsonden mit jeweils 300 Metern Tiefe, die die Versorgungsbetriebe Kronshagen installiert haben. Die gewonnene Erdwärme wird über große Wärmepumpen auf das erforderliche Temperaturniveau gebracht und in das bestehende Wärmenetz eingespeist. So sollen jährlich bis zu vier Gigawattstunden (GWh) treibhausgasneutrale Wärme bereitgestellt werden.
Energiewendeminister Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnet das Vorhaben als beispielhaft: „Es ist beeindruckend, wie die Gemeinde Kronshagen Altlastensanierung, Klimaschutz und Naherholung miteinander verbindet.“ Die frühzeitige Planung habe es ermöglicht, technische, ökologische und städtebauliche Aspekte zu verzahnen.
Im nächsten Schritt prüft die Gemeinde, ob sich das Wärmenetz in angrenzende Gebiete wirtschaftlich erweitern lässt. Nach Abschluss der Bohr- und Bauarbeiten soll der ehemalige Grandplatz in einen öffentlich zugänglichen Bürgerpark mit Grünflächen und Sportangeboten umgestaltet werden. Zudem konnten sich Bürgerinnen und Bürger über Genussrechte finanziell an dem Wärmeprojekt beteiligen.
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