Sonntag, 15. März 2026

ÜbertragungsnetzeVernetzung für Offshore-Wind

[01.03.2023] Das BMWK und die Übertragungsnetzbetreiber haben ihre Pläne zur Vernetzung von Offshore-Windparks in der Nordsee veröffentlicht.

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion und TenneT haben zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erste Pläne für Vernetzungsprojekte in der Nordsee vorgelegt. Zukünftig sollen Anbindungsleitungen von Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von zehn Gigawatt miteinander vernetzt werden. Neben der Anbindung der Windparks an das deutsche Stromnetz ermöglichen die Stromleitungen dann gleichzeitig den Stromaustausch mit europäischen Nachbarländern, so zum Beispiel Dänemark und den Niederlanden. Es entstehen so genannte hybride Interkonnektoren, die einen verstärkten internationalen Stromhandel ermöglichen. Der überregionale Handel erhöht dabei die deutsche und die europäische Versorgungssicherheit und Wohlfahrt. Zudem führt die Vernetzung auf See dazu, dass die Stromleitungen besser ausgelastet und effizienter genutzt werden.
Bundesminister Robert Habeck sagt: „Die heute vorgelegten Pläne zeigen, wie wir im Schulterschluss mit unseren europäischen Nachbarn das Energiesystem transformieren werden. Windenergie auf See wird im klimaneutralen Energiesystem eine entscheidende Rolle spielen.“ Parallel zu den Planungen hat das BMWK im Rahmen einer Studie untersuchen lassen, welchen Gesamtnutzen ein solches internationales Stromnetz in der Nordsee hat. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vernetzung Treibhausgasemissionen senkt, die Versorgungssicherheit erhöht, den vorhandenen Raum effizienter ausnutzt und erhebliche Kosten einspart. Durch die Vernetzung von Offshore-Windparks lässt sich deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien in das gesamteuropäische System integrieren. Für Deutschland erhöht das die Versorgungssicherheit, da zu Zeiten hoher Stromnachfrage zusätzliche Strommengen aus den Nachbarländern importiert werden können. Dadurch reduziert sich der Bedarf für Strom aus fossilen Kraftwerken. Die Vernetzung von Offshore-Windparks vermeidet damit Treibhausgasemissionen im Stromsektor. Auch sind in Zeiten hoher Stromnachfrage die Strompreise niedriger als ohne die Vernetzung. Bei niedriger Stromnachfrage und hoher EE-Produktion in Deutschland kann auch EE-Strom exportiert werden. So kann die Abregelung deutscher Windparks vermieden werden. Die Pläne der ÜNB zur Vernetzung von Offshore-Windparks werden im nächsten Schritt in offizielle deutsche und europäische Planungsprozesse eingebracht. Gemeinsam mit den ÜNB der Nachbarländer wird damit der Grundstein für ein internationales Offshore-Netz in der Nordsee gelegt.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid

Stadtwerke Konstanz: Installation von Transformator

[10.03.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben im Umspannwerk Weiherhof einen neuen 40-MVA-Transformator installiert. Der Ausbau reagiert auf den stark steigenden Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektromobilität und neue Baugebiete und ist Teil einer langfristigen Netzstrategie. mehr...

Smight: Lösung integriert Kurzschlussanzeiger

[09.03.2026] Das Smight Grid2 Gateway Plus bindet erstmals Kurzschlussanzeiger aus der Mittelspannung direkt in eine Lösung zur Netzüberwachung ein. Verteilnetzbetreiber können damit Störungen schneller lokalisieren und erhalten gleichzeitig zusätzliche Transparenz über die Niederspannung. mehr...

Ostsee: Hybrider Strom-Interkonnektor geplant

[24.02.2026] Deutschland, Lettland und Litauen planen mit dem Baltic-German PowerLink einen hybriden Strom-Interkonnektor durch die Ostsee. Das rund 600 Kilometer lange Seekabel soll Offshore-Windparks anbinden und die Märkte enger koppeln – nun starten die Netzbetreiber die Detailplanung. mehr...

Mitnetz Strom: Zahl der Netzeingriffe gesunken

[17.02.2026] Der Verteilnetzbetreiber Mitnetz Strom hat 2025 erneut weniger Einspeisemanagement-Eingriffe verzeichnet – trotz neuer Rekorde bei erneuerbaren Energien. Grund sind umfangreiche Netzinvestitionen, doch weiter steigende EEG-Leistungen und politische Rahmenbedingungen bleiben entscheidend. mehr...

bericht

Balzhausen: Pilot für die Einspeise­steckdose

[09.02.2026] Die Einspeisesteckdose stellt übliche Ausschreibungsverfahren für erneuerbare Energien auf den Kopf. LEW Verteilnetz hat dieses Verfahren jetzt in seinem Netzgebiet im Rahmen eines Pilotprojekts in Balzhausen erprobt. mehr...

enercity Netz: Digitaler Zwilling von Niederspannungsnetz in Betrieb

[09.02.2026] enercity Netz hat einen Digitalen Zwilling für das Niederspannungsnetz in Betrieb genommen. Das virtuelle Echtzeitmodell soll die Netzführung in Hannover präziser machen und bereitet den Weg für automatisierte Steuerung, schnellere Entstörung und neue Planungsprozesse. mehr...

Westfalen Weser Netz: Niederspannungsleitsystem mit CLS-Management gekoppelt

[09.02.2026] Westfalen Weser Netz koppelt erstmals ein Niederspannungsleitsystem direkt mit dem CLS-Management. Der gestartete Pilotbetrieb zeigt, wie sich Netzzustände automatisiert steuern lassen und welche Rolle das für §14a EnWG spielt. mehr...

Hochspannungsmast mit mehreren Stromleitungen vor blauem Himmel mit Wolken.

Netzanschlüsse: Reifegrad statt Windhundprinzip

[06.02.2026] Die Übertragungsnetzbetreiber ändern das Verfahren für Netzanschlüsse grundlegend. Künftig ist nicht mehr die Schnelligkeit eines Antrags entscheidend, sondern dessen Umsetzbarkeit. Das Ziel besteht darin, einen transparenten und planbaren Prozess zu etablieren. mehr...

Hertener Stadtwerke: Stabiles Stromnetz

[05.02.2026] Das Stromnetz in Herten hat 2024 erneut eine sehr hohe Zuverlässigkeit erreicht. Mit einem SAIDI-Wert von rund 1,84 Minuten pro Haushalt liegt die Ausfallzeit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. mehr...

BDEW: Milliardeninvestitionen in den Netzausbau gefordert

[02.02.2026] Neue Regionalszenarien der Stromverteilnetzbetreiber zeigen einen drastisch steigenden Bedarf an Netzanschlüssen bis 2045. Der BDEW fordert deshalb Milliardeninvestitionen in den Netzausbau und bessere regulatorische Rahmenbedingungen, um privates Kapital zu mobilisieren. mehr...

Hessen: Projektstart von SGLive

[26.01.2026] Mit dem Projekt SGLive startet in Hessen ein dreijähriges Vorhaben zur Digitalisierung der Verteilnetze und zur Stärkung der Resilienz des Energiesystems. Die Hochschule Darmstadt, das Ingenieurbüro Pfeffer und die Denkfabrik House of Energy arbeiten dabei mit rund einer Million Euro EU-Kofinanzierung an Smart-Grid-Technologien und IT-Sicherheitskonzepten. mehr...

Hamburger Energienetze: eRound bündelt drei digitale Lösungen

[05.12.2025] Die Hamburger Energienetze bündeln unter der Marke eRound drei digitale Lösungen für Lade-Infrastruktur, Verteilnetze und Smart-City-Anwendungen. Ziel ist eine effizientere Steuerung der Energiewende und ein transparenter Blick auf den Zustand kritischer Infrastruktur. mehr...

TransnetBW: Gesetz zur Strompreis-Senkung verabschiedet

[04.12.2025] Ein staatlicher Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro soll 2026 die Netzentgelte und damit die Strompreise für Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar dämpfen. Bundestag und Bundesrat haben das entsprechende Gesetz verabschiedet. mehr...

Niederviehbach: Zweite Einspeisesteckdose gestartet

[02.12.2025] In Niederviehbach ist das zweite bayerische Pilotprojekt zur sogenannten Einspeisesteckdose gestartet. Damit soll laut Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger der Netzausbau schneller, effizienter und planbarer werden. mehr...

Schleswig-Holstein: Strategiepapier für mehr Netz-Flexibilität

[28.11.2025] Ein neues Strategiepapier soll mehr Flexibilität beim Netzanschluss schaffen und Engpässe bei der Energiewende vermeiden. Nach Angaben des schleswig-holsteinischen Energiewendeministeriums sollen dafür Vergaberegeln, Anschlussverfahren und die Nutzung bestehender Netzpunkte grundlegend überarbeitet werden. mehr...