Sonntag, 22. März 2026

450-MHz-FrequenzVersorger gründen Joint Venture

[26.05.2020] Mehrere Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung haben für den Erwerb der 450-MHz-Funkfrequenzen ein Joint Venture gegründet. Es besteht aus 450connect und dessen Ankerkunden sowie der Versorger-Allianz 450.
450-MHz-Funkmast in Berlin Mitte: Ein Konsortium aus Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung will mit dem Funknetzausbau hierzulande durchstarten.

450-MHz-Funkmast in Berlin Mitte: Ein Konsortium aus Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung will mit dem Funknetzausbau hierzulande durchstarten.

(Bildquelle: Wemag)

Mit größtmöglicher Geschlossenheit und einem möglichst breit angelegten Betreibermodell wollen mehrere Unternehmen der Energie- und Wasserbranche die 450-MHz-Funkfrequenzen erwerben. Nach intensiven Gesprächen haben sie jetzt laut eigenen Angaben den dazu notwendigen Schulterschluss vollzogen. Bisher hatten sich mit dem heutigen Frequenzinhaber und Funknetzbetreiber 450connect und dessen Ankerkunden sowie der Versorger-Allianz 450 zwei Zusammenschlüsse aus den Reihen der Energie- und Wasserwirtschaft auf das Vergabeverfahren zur Zuteilung der Frequenzen vorbereitet. Nun haben sich die beiden Konsortien und Unternehmen der Branche in einer Absichtserklärung auf einen Zusammenschluss und eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt. Die vier gleichberechtigten Gesellschafter des Joint Venture 450connect werden mit je 25 Prozent der bisherige Eigentümer der 450connect, Alliander, ein Konsortium kommunaler Regionalversorger, die Regionalversorger der E.ON/innogy sowie die Versorger-Allianz 450, ein Zusammenschluss von Stadtwerken, Energie- und Wasserversorgern unter Beteiligung der EnBW.
„Wir haben uns auf ein echtes Branchenmodell geeinigt und sind vorbereitet, den nationalen Funknetzausbau sofort zu beginnen“, sagt Alexander Montebaur, Vorsitzender des Vorstands der E.DIS für E.ON. „Das Modell vereint Versorger aller Größen von Stadtwerken, über namhafte Regionalversorger und den E.ON Konzern und ist wegweisend für die Zukunftsfähigkeit der Energieversorgung in Deutschland. Es vereinigt die Interessen der Versorger mit den Kompetenzen der Alliander als 450-MHz-Netzbetreiber in Deutschland und den Niederlanden.“
450connect wird sich um die Frequenzen in dem von der Bundesnetzagentur derzeit vorbereiteten Vergabeverfahren bewerben sowie das Funknetz aufbauen und betreiben (wir berichteten). „Dieses Frequenzspektrum ist für die Energieversorgung in Deutschland und die sie tragenden Unternehmen von überragender Bedeutung. Nur ein 450-MHz-Funknetz erfüllt die hohen und spezifischen Anforderungen der Energiewirtschaft an eine zuverlässige Versorgungssicherheit, ermöglicht die digitale Vernetzung von Stromerzeugern und -verbrauchern und ist dabei rechtzeitig realisierbar und wirtschaftlich tragfähig“, sagt Frank Zeeb, Vorsitzender des Vorstands von Alliander. Die gemeinsame Betreibergesellschaft will alle Voraussetzungen bieten, das Funknetz schnell zu errichten und zu betreiben. Dafür sprächen die vorhandene Standortinfrastruktur, die Finanzkraft der Energie- und Wasserwirtschaft sowie die Kompetenz des Betreibers 450connect.





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