NRWWärmeplan fürs ganze Land
Nordrhein-Westfalen will die erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden und geht bei der Energie- und Wärmewende voran. Dazu hat die Landesregierung den Entwurf des Landeswärmeplanungsgesetzes beschlossen, der dem Landtag zugeleitet wird. Mit der landesrechtlichen Umsetzung des Wärmeplanungsgesetzes schafft das Land Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen. Der Entwurf sieht vor, dass die Gemeinden in Nordrhein-Westfalen eigene Wärmepläne erstellen, um Investitionssicherheit für eine klimagerechte Wärmeversorgung zu geben.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt: „Die Potenziale für die Wärmewende in Nordrhein-Westfalen sind vielfältig. Mit dem Landeswärmeplanungsgesetz legen wir die Grundlage für den nachhaltigen Umbau unserer Wärmeversorgung. So schaffen wir Orientierung und geben Planungssicherheit für eine Energieversorgung, die zukunftsfest und unabhängig von fossilen Brennstoffen ist. Dabei stellen wir unsere Gemeinden als strategische Planer ins Zentrum der Wärmewende. Die Kenntnisse über die lokalen Gegebenheiten und die relevanten Akteure sind hierbei von unschätzbarem Wert.“
Gemeinden sind verantwortlich
Mit dem vorgelegten Gesetzentwurf werden die Gemeinden in Nordrhein-Westfalen verantwortlich für die Aufstellung einer Wärmeplanung. Zudem sollen Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit der zukünftigen Wärmeversorgung gestärkt werden. Dadurch erhalten die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen vor Ort die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit. Die Beteiligung verschiedener Akteure ist essenziell, um eine gute Wärmeplanung zu entwickeln – dazu gehören unter anderem Stadtwerke, Energieversorger, Handwerksbetriebe, Bürgerinnen und Bürger sowie Abwärme produzierende Unternehmen. Die Landesregierung finanziert die Pläne im Rahmen der Konnexität und stellt den Gemeinden ein umfangreiches Unterstützungsangebot zur Verfügung: So berät das Kompetenzzentrum Wärmewende die Gemeinden und es wird ein zusätzlicher Leitfaden zum Landesgesetz durch NRW.Energy4Climate erstellt. Zudem werden Daten über das Wärmekataster des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) kostenfrei bereitgestellt.
Land zahlt für Erstellung
Mit dem Landeswärmeplanungsgesetz werden die Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes des Bundes umgesetzt. Die 396 Gemeinden in NRW erhalten die Möglichkeit individuelle Wärmepläne eigenverantwortlich zu erstellen. NRW nutzt die Möglichkeiten des Bundesgesetzes für ein vereinfachtes Verfahren für kleine Gemeinden. Zudem wird die interkommunale Zusammenarbeit bei der Wärmeplanung umfangreich ermöglicht.
Das LANUV wird regelmäßige Monitoringberichte zum Stand der kommunalen Wärmeplanung in NRW erstellen. Der Datenaustausch zwischen Gemeinden und Land wird vollständig elektronisch erfolgen. Das Land deckt die Kosten der Erstellung der Wärmepläne ab. Die konkrete Höhe der Zahlungen für die Erstaufstellung der Wärmepläne sind im Gesetz festgelegt.
Stuttgart: KEA-BW-Fachtagung zu Wärmenetzen
[06.08.2026] Die KEA-BW lädt am 18. November 2026 zur Fachtagung „Energiewende kompakt“ nach Stuttgart ein. Im Mittelpunkt stehen Wärmenetze und erneuerbare Energien sowie der Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen, Stadtwerken und weiteren Fachleuten. mehr...
BBSR: Fortschritte bei der kommunalen Wärmeplanung
[05.08.2026] Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt inzwischen in Kommunen mit abgeschlossenem Wärmeplan. Eine aktuelle BBSR-Auswertung zeigt den Fortschritt der kommunalen Wärmeplanung und macht zugleich den hohen Handlungsbedarf bei Gebäudesanierung und Wärmenetzen deutlich. mehr...
Berlin: Workshop zur Umsetzung der Wärmeplanung
[30.07.2026] Ein Workshop des IÖW und des Aktionskreises Energie hat den Unterstützungsbedarf von Berliner Nahwärme-Initiativen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Bürgerprojekte eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung übernehmen können. mehr...
Köln: Grundsteinlegung für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe
[29.07.2026] RheinEnergie baut in Köln Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe für die Fernwärmeversorgung. Mit der Grundsteinlegung startet ein Großprojekt, das ab 2028 bis zu 50.000 Haushalte versorgen und als Vorbild für andere Städte dienen soll. mehr...
SAENA: Webinar zur Umsetzung der Wärmeplanung
[29.07.2026] Nach der kommunalen Wärmeplanung rückt die Umsetzung in den Fokus. Ein Webinar der Sächsischen Energieagentur zeigt sächsischen Kommunen, wie sie einen Umsetzungsmanager fördern lassen können und welche Unterstützung dafür bereitsteht. mehr...
Bremerhaven: Wärme für kommunale Wohnungen
[22.07.2026] Eine langfristige Vereinbarung zur Wärmeversorgung von mehr als 5.000 Wohnungen haben die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven und swb geschlossen. Nach Angaben von swb soll damit die Wärmeversorgung des kommunalen Wohnungsbestands schrittweise weiterentwickelt und auf dem Weg zur Klimaneutralität Fernwärme mit dezentralen Wärmelösungen kombiniert werden. mehr...
Konstanz: Wärmeverbund für neuen Stadtteil
[22.07.2026] Die Stadtwerke Konstanz und die Firma solarcomplex haben die Projektgesellschaft Wärmeversorgung Hafner gegründet. Sie soll den Aufbau und Betrieb eines Wärmeverbunds im ersten Bauabschnitt des Neubaugebiets Hafner übernehmen. mehr...
Bamberg: Beispielhafte Wärmewende im Quartier
[20.07.2026] Der Lagarde Campus in Bamberg soll nach Angaben der Fraunhofer-Allianz Energie zeigen, wie eine klimaneutrale und wirtschaftliche Wärmeversorgung in urbanen Quartieren umgesetzt werden kann. Das Projekt verbindet erneuerbare Wärmequellen, digitale Steuerung und sektorenübergreifende Energieversorgung. Die Erfahrungen sollen auch in die kommunale Wärmeplanung einfließen. mehr...
Steag Iqony: Wärmespeicher auf Schalke
[09.07.2026] Die Steag Iqony Group hat nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit einen Wärmespeicher in Gelsenkirchen in Betrieb genommen. Die Anlage soll die Ruhrfernwärme flexibler machen und Erzeugung sowie Verbrauch zeitlich besser aufeinander abstimmen. mehr...
EWE: Großwärmepumpe ist eingetroffen
[08.07.2026] EWE hat die Großwärmepumpe für das Wärmenetz im Oldenburger Stadtteil Ohmstede geliefert. Die Anlage ist das Kernstück der Modernisierung der Heizzentrale und soll die Wärmeversorgung klimafreundlicher sowie unabhängiger von fossilen Energieträgern machen. mehr...
Bremen: Klimaturm eingeweiht
[07.07.2026] Auf der Bremer Überseeinsel ist der erste Klimaturm der Stadt in Betrieb gegangen, eine vertikale Luft-Wasser-Großwärmepumpe für urbane Quartiere. Das System soll eine Lücke zwischen Fernwärme und dezentralen Wärmepumpen schließen und könnte für die kommunale Wärmeplanung in schwer erschließbaren Gebieten relevant werden. mehr...
enercity: Mehr Wärme aus Müllverbrennung
[29.06.2026] Die Energieversorgung in Hannover soll künftig stärker auf Fernwärme aus der thermischen Abfallverwertung setzen. EEW Energy from Waste und enercity erweitern dafür die Wärmekapazität der Anlage in Hannover-Lahe von 50 auf bis zu 85 Megawatt. mehr...
Berlin: Hauptstadt hat Wärmeplan
[29.06.2026] Berlin hat einen gesamtstädtischen Wärmeplan beschlossen und legt damit den Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 fest. Das Konzept zeigt, wo Wärmenetze ausgebaut werden sollen und wo dezentrale Lösungen sinnvoll sind. mehr...
Augsburg: Kommunaler Wärmeplan beschlossen
[29.06.2026] Augsburg hat seinen kommunalen Wärmeplan beschlossen und legt damit die strategische Grundlage für die Wärmewende fest. Das Konzept zeigt mögliche Versorgungswege auf und wird durch neue Beratungs- und Unterstützungsangebote für Bürgerinnen und Bürger ergänzt. mehr...
Tettnang: Richtfest für Nahwärmezentrale
[24.06.2026] Das Nahwärmeprojekt in Tettnang hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Knapp elf Monate nach dem Spatenstich wurde das Richtfest für die Energiezentrale gefeiert. Die erste Versorgung öffentlicher Gebäude mit erneuerbarer Wärme ist für September 2026 vorgesehen. mehr...















