Hamburg WasserWindkraft fürs Klärwerk

Jens Kerstan (l.) und Ingo Hannemann weihten die neue Windkraftanlage ein.
(Bildquelle: BUKEA / HAMBURG WASSER)
Auf dem Gelände des Hamburger Klärwerks nimmt die vierte Windenergieanlage den Betrieb auf. Mit einer Leistung von 3,6 Megawatt soll die etwa 180 Meter hohe Anlage jährlich bis zu 9.000 Megawattstunden erneuerbaren Strom produzieren, der hauptsächlich für die Abwasserreinigung genutzt wird. Weitere Windenergieanlagen sind in Planung. Bis 2030 will das Unternehmen energieautark sein.
Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (Bündnis 90/Die Grünen), sagt: „Im voraussetzungsvollen Umfeld des Hamburger Hafens Windenergie zu ermöglichen, ist ein bundesweit einzigartiger Erfolg und ein sichtbares Zeichen für unseren unbedingten Willen, den Ausbau der Erneuerbaren in unserer Stadt weiter voranzutreiben.“
Ingo Hannemann, Geschäftsführer Hamburg Wasser, ergänzt: „Mit der neuen Windenergieanlage kommen wir unserem Ziel wieder ein Stück näher, Hamburg Wasser bis 2030 zu 100 Prozent mit regenerativem Strom aus eigenen Anlagen zu versorgen. Aktuell liegt unsere Eigenerzeugungsquote bereits bei etwa 80 Prozent. Windenergie wird auch beim weiteren Ausbau eine wichtige Rolle spielen – momentan planen wir vier weitere Anlagen an unternehmenseigenen Standorten. Die erste davon soll innerhalb der nächsten zwei Jahre entstehen.“
Die neue Windenergieanlage steht auf dem Klärwerksstandort Dradenau, wo sie zusammen mit zwei bereits seit 2010 bestehenden Anlagen bei einer installierten Gesamtleistung von 8,6 Megawatt jährlich bis zu 23.000 Megawattstunden Windstrom produzieren wird. Eine weitere Anlage steht seit 2014 auf dem Klärwerksstandort Köhlbrandhöft und liefert jährlich etwa 8.000 Megawattstunden erneuerbaren Strom.
Den Strom aus der neuen Windenergieanlage setzt Hamburg Wasser vorrangig zur Eigenversorgung der Anlagen zur Abwasserreinigung ein. Dafür kann die Menge Faulgas, die bisher für die Stromerzeugung genutzt wurde, nach Aufbereitung zu Biomethan ins Hamburger Gasnetz eingespeist werden, um den Biogasanteil zu erhöhen. Zeitweise vorhandene Überschüsse aus der Windenergie werden ins Hamburger Stromnetz eingespeist.
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