ESWEZertifikat für Fernwärme

Gemeinsame Freude über die Fernwärme-Zertifizierung.
v. l.: AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch, ESWE Vorstandsmitglied Jörg Höhler, Dr. Bernadette Weyland, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen und Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich
(Bildquelle: ESWE Versorgungs AG)
Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW) hat jetzt den Bereich Fernwärme von ESWE Versorgung mit dem Technischen Sicherheitsmanagement (TSM) ausgezeichnet. Die TSM-Zertifizierung Fernwärme ist eine freiwillige Überprüfung von Organisation und technischer Sicherheit nach dem AGFW-Arbeitsblatt FW 100. Dieses beschreibt organisatorische, personelle sowie sicherheits- und betriebstechnische Mindestanforderungen für den Betrieb von Wärmeversorgungsanlagen.
Ralf Schodlok, Verstandsvorsitzender von ESWE Versorgung, sagt: „An unsere Produkte stellen wir hohe Qualitätsansprüche. Das setzt aber voraus, dass auch unsere technischen Standards auf dem neuesten Stand und interne Abläufe transparent, klar geregelt und jederzeit überprüfbar sind.“
Die Vorbereitungen für die Zertifizierung dauerten insgesamt sieben Monate. Jörg Höhler, Technischer Vorstand von ESWE Versorgung, erläutert: „Daran haben 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilgenommen. Es waren zwei Vorstandsbereiche, fünf Hauptabteilungen und sieben Abteilungen eingebunden. Insgesamt 2.000 Arbeitsstunden wurden aufgewandt, 338 Fragen und mehr als 1.000 Mails beantwortet sowie ein neues Betriebshandbuch mit 200 Seiten erarbeitet.“ AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch spricht von einem herausragenden Prüfungserfolg: „Es freut uns, wenn nach einer derart intensiven Vorbereitung auch ein solches Ergebnis festzustellen ist.“
Auch das Land Hessen und die Landeshauptstadt Wiesbaden sind mit dem Ergebnis zufrieden. So berichtet Bernadette Weyland, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen: „Für das Land hat der Anschluss der Wiesbadener Bundes- und Landesliegenschaften an das ESWE-Fernwärmenetz Priorität. Bis zum Jahr 2030 soll die gesamte Landesverwaltung CO2-neutral arbeiten.“ Laut Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich ist die Erfüllung der Wiesbadener Klimaschutzziele im Bereich Wärme eine besonders schwierige Aufgabe: „Gerade in der Innenstadt sind mögliche Maßnahmen rar: Wärmedämmung ist aufgrund des Denkmalschutzes schwierig. Kleinere Blockheizkraftwerke in der City mit ihren zusätzlichen Emissionen verschlechtern das Klima der Innenstadt, die hier aufgrund ihrer Kessellage anfällig ist. Das heißt im Klartext: Jedes Gebäude, das in der Innenstadt nicht individuell beheizt werden muss, verbessert die Luft.“ Deshalb mache ein gut ausgebautes und professionell gewartetes Fernwärmenetz unbedingt Sinn für Wiesbaden.
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