Freitag, 23. Oktober 2026

MVV EnergieFinanzbericht vorgelegt

[16.05.2013] Der Energiekonzern MVV Energie blickt optimistisch auf die Ergebnisse im Finanzbericht zu den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Das Unternehmen plant weiterhin, in den Ausbau der regenerativen und effizienten Energieerzeugung zu investieren.
MVV Energie blickt optimistisch auf den Finanzbericht der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres.

MVV Energie blickt optimistisch auf den Finanzbericht der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres.

(Bildquelle: MVV-Pressebild)

Das Unternehmen MVV Energie hat jetzt den Finanzbericht für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres 2012/2013 vorgelegt. Laut eigenen Angaben konnte der Energiekonzern den Außenumsatz im Halbjahresvergleich um sieben Prozent auf 2,2 Milliarden Euro steigern und gleichzeitig das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) mit 180 Millionen Euro auf Vorjahresniveau halten. Positiv habe sich auch der lang anhaltende Winter ausgewirkt: Der Wärmeabsatz sei dadurch im Vergleich zum vergangenen Jahr unternehmensweit im Schnitt um rund zehn Prozent gestiegen. Gleichzeitig sei es dem Mannheimer Unternehmen gelungen, seinen Umsatz im neuen Segment der Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das so genannte Marktprämienmodell um rund 70 Millionen Euro zu steigern. Aktuell vermarktet MVV Energie nach eigenen Angaben Strom aus Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 1.000 Megawatt, was einem Drittel der direkt vermarkteten Leistung in Deutschland entspricht.
Belastet habe das Ergebnis zum einen der Wegfall des Ergebnisbeitrags der verkauften Anteile an den Stadtwerken Solingen sowie der niedrige Strompreis im Großhandel, der sich auch in einer anhaltend tiefen Stromerzeugungsmarge ausdrücke. Daneben haben sich vor allem die Abnahme der Erlöse aus angelieferten Abfällen sowie die gesunkenen Erträge durch unvorhersehbare Schäden in Heizkraftwerken der Tochtergesellschaft MVV Umwelt zwischen Oktober und Dezember ausgewirkt. MVV Energie geht aus operativer Sicht für das Gesamtjahr weiter davon aus, beim Umsatz das hohe Niveau des Vorjahres von 3,9 Millionen Euro etwas zu übertreffen. Zudem erwartet das Unternehmen, dass das Adjusted EBIT insgesamt um rund fünf Prozent niedriger ausfallen wird, als im Geschäftsjahr 2011/2012, in dem es bei 223 Millionen Euro lag.
„Wir investieren weiter gezielt und in erheblichem Umfang, um erneuerbare Energien auszubauen und mehr Energieeffizienz zu erreichen und tragen damit aktiv zum Umbau der Energieversorgung bei“, sagt Georg Müller, Vorstandsvorsitzender von MVV Energie. Bis 2020 sollen mit einem entsprechenden Investitionsprogramm rund drei Milliarden Euro sowohl in das Wachstum als auch in den Bestand der eigenen Anlagen und Netze fließen. Neben Biomasse setze MVV Energie dabei vor allem auf die Windkraft an Land sowie auf die umweltfreundliche Fernwärme. „Das sind Investitionen in die Zukunft, mit denen wir unser Unternehmen auf ein neues Energiesystem ausrichten, in dem erneuerbare Energien die Leitfunktion übernehmen werden.“ Diese Übergangsphase werde aktuell durch politische Unsicherheiten und energiewirtschaftliche Umbrüche bestimmt, die auch in der Branche Spuren hinterlassen. „Dass im Jahr einer Bundestagswahl kein Durchbruch bei den notwendigen Weichenstellungen zu erwarten war, ist zwar keine wirkliche Überraschung. Gleichwohl wartet die gesamte Branche insbesondere auf die fällige Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Grundlage des neuen Marktdesigns. Wir brauchen ein wettbewerbsorientiertes und kosteneffizientes Marktmodell, in dem sowohl konventionelle als auch erneuerbare Energien ihren Platz haben.“ Auch in Zukunft werden laut dem MVV-Vorstandsvorsitzenden hocheffiziente konventionelle Kraftwerke benötigt, um die Schwankungen der Stromerzeugung aus Sonne und Wind auszugleichen.
Wie MVV Energie weiter mitteilt, investiert das Unternehmen zudem im Ausland in die regenerative Energieerzeugung. So werde etwa in der Nähe von London ein neues Biomasse-Kraftwerk mit einer elektrischen Netto-Leistung von rund 23 Megawatt errichtet. Die Investitionskosten betragen rund 140 Millionen Euro.





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