Sonntag, 15. März 2026

Offshore-BrancheInvestoren wollen wieder planen

[05.03.2014] Unternehmen wollen in weitere Projekte zu der Offshore-Windenergie investieren. Das haben die Investoren Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen bei einem Treffen erklärt. Vergütungskürzungen könnten allerdings ein starkes Hindernis sein.
Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil haben mit Unternehmen über die Lage der Offshore-Branche gesprochen.

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil haben mit Unternehmen über die Lage der Offshore-Branche gesprochen.

(Bildquelle: Senatspressestelle Bremen)

Investoren sind bereit, weiter in Offshore-Windenergie zu investieren. Das haben Unternehmensvertreter bei einem Treffen mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen erklärt. Ziel des Treffens war es laut der Bremer Senatskanzlei, den Status der laufenden Offshore-Projekte zu ermitteln. Zudem sollte festgestellt werden, welche Hemmnisse für weitere Investitionen bestehen. Die Investoren wollen demnach die Planungen zu vielen Projekten wieder aufnehmen. „Die Offshore-Industrie ist in einer entscheidenden Phase“, sagt Bürgermeister Böhrnsen. „Als einzige nahezu grundlastfähige erneuerbare Energie ist sie für den Erfolg der Energiewende unverzichtbar. Dazu braucht es Verlässlichkeit für Investoren.“ Um das zu erreichen muss jetzt laut Bremens Bürgermeister Vertrauen gewonnen werden. Dies sei nicht zuletzt durch den Beschluss der Bundesregierung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) notwendig, mit dem Anfang April zu rechnen ist. „Die norddeutschen Länder werden alles dafür tun, damit die große Chance für den Norden und die Küste durch die Offshore-Windenergie genutzt wird“, so Böhrnsen. Laut der Meldung haben die Investoren deutlich gemacht, dass die Verlängerung der Gültigkeit des Stauchungsmodells zu begrüßen und notwendig ist, um weitere Projekte zu ermöglichen. Die im Referentenentwurf der EEG-Novelle beabsichtigte Kürzung der Vergütung für 2018 und 2019 müsse allerdings unterbleiben. Ansonsten werde eine Vielzahl der avisierten Projekte nicht realisiert werden können. Ministerpräsident Weil: „Die Offshore-Windenergie ist eine junge Technologie, die die Lernkurve noch vor sich hat. Der Durchbruch für Offshore kann gelingen. Die Offshore-Windkraft bei uns an der Küste wird mit ihrer verlässlichen Grundlastfähigkeit und ihrer sauberen Stromversorgung mehr als 90 Prozent des Jahres eine feste Säule der Energieversorgung.“ Derzeit gebe es viele ermutigende Signale, sagt der Ministerpräsident. „Jetzt liegt es an der Bundesregierung, den Koalitionsvertrag vollständig umzusetzen und den Kürzungsvorschlag im Stauchungsmodell wieder zurück zu nehmen.“ Bereits durch den Koalitionsvertrag sind die Offshore-Ziele bis zum Jahr 2030 reduziert worden. Diese sind aus Sicht der Länder Niedersachsen und Bremen eine Mindesterfordernis, um einen kontinuierlichen Ausbau und eine stetige Lernkurve sicherzustellen. Auch um die Kostensenkungspotenziale heben zu können, sei dies die Mindestanforderung. Die deutsche Küste steht laut der Senatskanzlei in den kommenden sechs Jahren vor Investitionen in Höhe von über zehn Milliarden Euro.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Windenergie
Windenergieanlage auf einer Waldlichtung im Schwarzwald, umgeben von dichtem Wald und Mittelgebirgslandschaft unter wolkigem Himmel.

Süddeutschland: Milliardenpotenzial durch mehr Windkraft

[12.03.2026] Eine aktuelle Studie plädiert für einen stärkeren Ausbau der Windenergie in Süddeutschland. Mehr Windkraftanlagen in Bayern und Baden-Württemberg könnten die Kosten im Stromsystem deutlich senken. Branchenverbände fordern deshalb eine Änderung der Förderregeln. mehr...

Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie

[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...

Stadtwerke Tübingen: Geplanter Windpark wird verkleinert

[02.03.2026] Die Stadtwerke Tübingen reduzieren den geplanten Windpark Rammert von 13 auf zehn Anlagen. Grundlage sind neue Windmessungen und Gutachten, die Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit einzelner Standorte neu bewerten. mehr...

Baden-Württemberg: KI soll Genehmigung von Windkraftanlagen beschleunigen

[26.02.2026] Baden-Württemberg beschleunigt die Genehmigung von Windkraftanlagen mit KI-gestützten Prüf- und Assistenzsystemen. Angesichts von mehr als 1.000 neuen Anträgen im Jahr 2025 und fast 1.800 Projekten in Planung soll die Digitalisierung Verfahren weiter verkürzen und Investitionen absichern. mehr...

50Hertz: Unterlagen für Seetrasse eingereicht

[17.02.2026] 50Hertz hat die Genehmigungsunterlagen für die Seetrasse des Offshore-Projekts Ostwind 4 vollständig eingereicht, darunter erstmals eine 525-Kilovolt-Hochspannungsgleichstromübertragung in der deutschen Ostsee. Damit startet das formelle Verfahren für den Netzanschluss eines Ein-Gigawatt-Windparks nordöstlich von Rügen und rückt die Realisierung des Vorhabens näher. mehr...

RWE: Hochzeitsvorbereitungen für Offshore-Umspannwerke

[12.02.2026] Zwei Offshore-Umspannwerke für das 1,6-Gigawatt-Nordseecluster sind in Saint-Nazaire fertiggestellt und bereit für den Einsatz vor der deutschen Küste. Mit der Installation der bis zu 2.500 Tonnen schweren Plattformen rückt die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts 2027 näher. mehr...

RWE: Stromabnahmevertrag mit Amazon geschlossen

[04.02.2026] RWE und Amazon haben einen Stromabnahmevertrag über 110 MW Offshore-Windenergie aus dem Projekt Nordseecluster B geschlossen. Der Vertrag stärkt den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und unterstützt Amazons Ziel der CO2-Neutralität bis 2040. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert

[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Bei Windparkprojekt ist die Luft raus

[23.01.2026] Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft stoppen ihre Windkraftpläne im Vorranggebiet Zollernalb. Messdaten zeigen deutlich geringere Windgeschwindigkeiten als prognostiziert und machen einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. mehr...

Thüringen: Ausbau der Beteiligung an Windenergie

[21.01.2026] Thüringen plant, die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergieprojekten auszuweiten und künftig auch Photovoltaik-Freiflächen einzubeziehen. Gleichzeitig sollen Ausnahmen für energieintensive Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. mehr...

Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert

[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...

Gruppenfoto von acht Personen bei der Vorstellung des geplanten Windparks Schäferköppel. Von links: Tina Zapf Rodriguez (Frankfurter Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen), Thomas Schrage (Erster Stadtrat Karben), Dr. Michael Maxelon (Vorstandsvorsitzender Mainova AG), Dr. Oliver Jedynak (Bürgermeister Bad Homburg vor der Höhe), Mike Josef (Oberbürgermeister Frankfurt am Main), Martin Giehl (Vorstand Technik & Erzeugung Mainova AG), Christian Stenglein (Vorstandsmitglied FraBeG) und Yannick Schwander (Ortsvorsteher Nieder-Erlenbach). Die Gruppe hält eine große Standortkarte des Windparks; im Hintergrund stehen Roll-ups der beteiligten Organisationen und ein Modell eines Windrads.

Mainova: Windpark vor den Toren Frankfurts

[03.12.2025] Im Norden Frankfurts entsteht ein neuer Windpark. Die Anlagen soll ab Ende 2027 Strom liefern und einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region leisten. Von dem Projekt des Energieversorgers Mainova sollen auch die Standortkommunen und die Bürger profitieren. mehr...

Münster: Energiepark in Planung

[02.12.2025] Am Autobahnkreuz Münster-Süd soll ein Energiepark aus Windrad und großer Solaranlage entstehen, der tausende Haushalte mit regional erzeugtem Strom versorgt. mehr...

RWE: Weniger ist mehr

[26.11.2025] RWE erneuert den Windpark Calle in Niedersachsen und ersetzt fünf ältere Turbinen durch drei leistungsstärkere Anlagen. Das Repowering soll die mögliche Stromproduktion erheblich steigern und zusätzliche Einnahmen für die umliegenden Gemeinden bringen. mehr...