Sonntag, 8. November 2026

HSEKlimaStadtWerk des Monats Juni

[02.07.2014] Der Energieversorger HSE in Darmstadt ist KlimaStadtWerk des Monats Juni. Die Deutsche Umwelthilfe zeichnet das Unternehmen für sein Nahwärmekonzept sowie für seine Gesamtstrategie einer klimaschonenden Energieversorgung aus.
Der Darmstädter Energieversorger HSE wird von der Deutschen Umwelthilfe zum KlimaStadtWerk des Monats Juni ernannt.

Der Darmstädter Energieversorger HSE wird von der Deutschen Umwelthilfe zum KlimaStadtWerk des Monats Juni ernannt.

v.l.: Jochen Partsch, Aufsichtsratsvorsitzender HSE, Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, Vorstandsvorsitzende HSE; Verena Gal, DUH

(Bildquelle: HSE AG)

Für Juni 2014 hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den Energieversorger HSE in Darmstadt zum KlimaStadtWerk ernannt. Mit dem Nahwärmekonzept „CO2-neutrales Wohnen in Mörfelden-Walldorf“ versorgt das Unternehmen rund 70 Wohneinheiten mit klimaschonender Energie. Das Konzept besteht aus einer Kombination von Solarthermieanlage, Erdwärmepumpe und Blockheizkraftwerk (BHKW). Nur zur Deckung der Spitzenlast stünden zusätzlich zwei Gasbrennwertkessel bereit. Laut DUH konnte HSE damit die CO2-Minderung auf rund 350 Tonnen pro Jahr reduzieren. Kernstück der Anlage ist jedoch die Regelungstechnik. Sie berücksichtige die Außentemperatur und das Verbrauchsverhalten der Bewohner vorausschauend. An einem Sommertag wäre beispielsweise nur die Solarthermieanlage in Betrieb, weil der Wärmebedarf gering ist. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, überschüssige Sonnenenergie künftig im Erdreich zwischenzuspeichern. An einem Novembertag mit hohem Wärmebedarf sorge die Regelung dafür, dass das BHKW die erforderliche Energie liefert.
HSE punktet aus Sicht der DUH aber noch aus einem anderen Grund: „Neben dem vorbildlichen Projekt finden wir das Nachhaltigkeitsmanagement mit Bezug zum Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbare-Energie-Anlagen wegweisend“, sagt Verena Gal, Projekt-Managerin im Bereich Kommunaler Umweltschutz der DUH. Jährliche Nachhaltigkeitsberichte halten die Ziele und Maßnahmen des Energieversorgers fest, die außerdem jährlich die CO2-Bilanz überprüft. 2012 konnte HSE den direkten Energieverbrauch im Unternehmen um insgesamt 30 Prozent reduzieren, was laut DUH vor allem auf den verminderten Einsatz von Erdgas als Brennstoff in den Erzeugungsanlagen zurückzuführen ist. Bis zum Jahr 2015 will das Unternehmen insgesamt eine Milliarde Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Darüber hinaus motiviere der Energieversorger auch seine Belegschaft zu energiebewusstem Handeln.
Der DUH-Wettbewerb KlimaStadtWerk des Monats wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und läuft noch bis Ende September 2014. Die Vermeidung des CO2-Ausstoßes sowie strategische Vorhaben für den Klimaschutz stehen dabei im Mittelpunkt (18193+wir berichteten). Nächster Einsendeschluss ist der 30. Juli 2014. Kooperationspartner des Wettbewerbs sind der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Variolytics: Nachhaltigkeitspreis für Messtechnik

[20.10.2026] Das Stuttgarter Unternehmen Variolytics erhält den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Produkte 2027 für ein Messsystem zur Erfassung von Treibhausgasemissionen in Kläranlagen. Die Technologie soll Kommunen dabei unterstützen, insbesondere den Ausstoß von Lachgas zu reduzieren. mehr...

Leipzig: Neues Klimaschutzprogramm vorgelegt

[19.10.2026] Die Stadt Leipzig hat ein Umsetzungsprogramm mit 82 Maßnahmen für den Klimaschutz in den Jahren 2027 und 2028 vorgelegt. Schwerpunkte sind die energetische Sanierung, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Umstellung der Wärmeversorgung. mehr...

Energiekommune: Hermeskeil plant Ausbau der Nahwärme

[16.10.2026] Die Verbandsgemeinde Hermeskeil erzeugt mithilfe von Wind- und Sonnenenergie dreimal so viel erneuerbaren Strom, wie sie selbst benötigt. Nun sollen weitere Haushalte an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als Energie-Kommune des Monats Oktober 2026 ausgezeichnet. mehr...

Sachsen: Kommunen erhalten Geld aus Wind- und Solarparks

[07.10.2026] Mindestens 390.000 Euro fließen jährlich aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen an sächsische Kommunen. Grundlage sind Vereinbarungen nach Paragraf 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, wie eine Umfrage der Sächsischen Energieagentur zeigt. mehr...

ZSW/BDEW: Erneuerbare decken gut 60 Prozent des Stromverbrauchs

[05.10.2026] Erneuerbare Energien haben in den ersten drei Quartalen 2026 rund 61 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. Vor allem Wind- und Solarstrom legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu. mehr...

Mecklenburg-Vorpommern: Kom.EMS steht kostenfrei zur Verfügung

[25.09.2026] Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern können das Energiemanagement-System Kom.EMS ab sofort kostenfrei nutzen. Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Einführung und Anwendung. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Treibhausgasemissionen sinken um vier Prozent

[18.09.2026] Die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen wurden 171,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Seit 1990 haben sich die Emissionen damit mehr als halbiert. mehr...

European Energy Award: Fünf NRW-Kommunen für Klimaschutz ausgezeichnet

[16.09.2026] Dülmen, Minden, Wuppertal, Greven und Warendorf sind mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden unter anderem Projekte in den Bereichen Wärmeversorgung, Photovoltaik, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität. mehr...

Leipzig: Flächenkonzept für erneuerbare Energien vorgelegt

[08.09.2026] Leipzig hat ein Flächenkonzept für erneuerbare Energien erarbeitet. Rund zwei Prozent des Stadtgebiets kommen demnach potenziell für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen infrage. Eine wichtige Rolle sollen Photovoltaikanlagen auf Dächern spielen. mehr...

Stadtwerke Osnabrück: Nachhaltigkeitsbericht erstellt

[07.09.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-Logik digital erstellt. Eine PowerApp und ein Power-BI-Dashboard bündeln dafür Nachhaltigkeits- und Emissionsdaten und sollen die Transformation steuerbar machen. mehr...

bericht

Nachhaltige Wirtschaftsflächen: Vom Standort zur passenden Strategie

[02.09.2026] Eine Typologie mit sechs Kategorien zeigt, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu Gewerbe- und Industriegebieten passen. Die Systematik soll Kommunen helfen, Flächennutzung, Klimaanpassung, Energie und Mobilität schon früh standortgerecht zu planen. mehr...

Braunschweig: Projekt als Klima-Leuchtturm ausgezeichnet

[31.08.2026] Braunschweig erhält für das Beteiligungsprojekt COABS erneut den Preis „Klima-Leuchtturm“. Das Projekt entwickelte mit Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft konkrete Bausteine für die kommunale Klimaanpassung. mehr...

Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Elf Kommunen erhalten Auszeichnung

[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften. mehr...

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stuttgarter Rathauses mit Blick über die Innenstadt. Am Horizont ist der Stuttgarter Fernsehturm erkennbar.
bericht

Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar

[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...