Samstag, 9. Mai 2026

HSEKlimaStadtWerk des Monats Juni

[02.07.2014] Der Energieversorger HSE in Darmstadt ist KlimaStadtWerk des Monats Juni. Die Deutsche Umwelthilfe zeichnet das Unternehmen für sein Nahwärmekonzept sowie für seine Gesamtstrategie einer klimaschonenden Energieversorgung aus.
Der Darmstädter Energieversorger HSE wird von der Deutschen Umwelthilfe zum KlimaStadtWerk des Monats Juni ernannt.

Der Darmstädter Energieversorger HSE wird von der Deutschen Umwelthilfe zum KlimaStadtWerk des Monats Juni ernannt.

v.l.: Jochen Partsch, Aufsichtsratsvorsitzender HSE, Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, Vorstandsvorsitzende HSE; Verena Gal, DUH

(Bildquelle: HSE AG)

Für Juni 2014 hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den Energieversorger HSE in Darmstadt zum KlimaStadtWerk ernannt. Mit dem Nahwärmekonzept „CO2-neutrales Wohnen in Mörfelden-Walldorf“ versorgt das Unternehmen rund 70 Wohneinheiten mit klimaschonender Energie. Das Konzept besteht aus einer Kombination von Solarthermieanlage, Erdwärmepumpe und Blockheizkraftwerk (BHKW). Nur zur Deckung der Spitzenlast stünden zusätzlich zwei Gasbrennwertkessel bereit. Laut DUH konnte HSE damit die CO2-Minderung auf rund 350 Tonnen pro Jahr reduzieren. Kernstück der Anlage ist jedoch die Regelungstechnik. Sie berücksichtige die Außentemperatur und das Verbrauchsverhalten der Bewohner vorausschauend. An einem Sommertag wäre beispielsweise nur die Solarthermieanlage in Betrieb, weil der Wärmebedarf gering ist. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, überschüssige Sonnenenergie künftig im Erdreich zwischenzuspeichern. An einem Novembertag mit hohem Wärmebedarf sorge die Regelung dafür, dass das BHKW die erforderliche Energie liefert.
HSE punktet aus Sicht der DUH aber noch aus einem anderen Grund: „Neben dem vorbildlichen Projekt finden wir das Nachhaltigkeitsmanagement mit Bezug zum Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbare-Energie-Anlagen wegweisend“, sagt Verena Gal, Projekt-Managerin im Bereich Kommunaler Umweltschutz der DUH. Jährliche Nachhaltigkeitsberichte halten die Ziele und Maßnahmen des Energieversorgers fest, die außerdem jährlich die CO2-Bilanz überprüft. 2012 konnte HSE den direkten Energieverbrauch im Unternehmen um insgesamt 30 Prozent reduzieren, was laut DUH vor allem auf den verminderten Einsatz von Erdgas als Brennstoff in den Erzeugungsanlagen zurückzuführen ist. Bis zum Jahr 2015 will das Unternehmen insgesamt eine Milliarde Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Darüber hinaus motiviere der Energieversorger auch seine Belegschaft zu energiebewusstem Handeln.
Der DUH-Wettbewerb KlimaStadtWerk des Monats wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und läuft noch bis Ende September 2014. Die Vermeidung des CO2-Ausstoßes sowie strategische Vorhaben für den Klimaschutz stehen dabei im Mittelpunkt (18193+wir berichteten). Nächster Einsendeschluss ist der 30. Juli 2014. Kooperationspartner des Wettbewerbs sind der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.





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