Freitag, 12. Juni 2026

StudiePumpspeicherkraftwerke unrentabel

[19.08.2014] Ohne Pumpspeicherkraftwerke ist die Energiewende nicht zu machen – dennoch leiden die Anlagen unter wirtschaftlichen Unsicherheiten. Das belegt eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums.
Nicht frei von wirtschaftlichen Unsicherheiten: Vattenfall-Pumpspeicherkraftwerk Goldisthal

Nicht frei von wirtschaftlichen Unsicherheiten: Vattenfall-Pumpspeicherkraftwerk Goldisthal

(Bildquelle: Vattenfall / Thomas Schubert)

Pumpspeicherkraftwerke sind wichtig, aber aus wirtschaftlicher Sicht unrentabel – so lautet das Fazit einer vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) in Auftrag gegebenen Studie. Demnach ist die wirtschaftliche Situation für neue Pumpspeicherkraftwerke „mittel- und langfristig mit großen Unwägbarkeiten behaftet“. Neuinvestitionen in Pumpspeicherkraftwerke seien – im Gegensatz zur Situation von vor wenigen Jahren – nur schwer zu begründen. Sogar von einer teilweisen Stilllegung existierender Anlagen ist die Rede. Als Ursache nennen die Gutachter unter anderem die vergleichsweise geringen Deckungsbeiträge, die in der Regel nicht zur Refinanzierung von Neuinvestitionen ausreichen. Dennoch würde die Bedeutung von Pumpspeicherkraftwerken langfristig gesehen zunehmen. Es sei jedoch „nicht absehbar, inwiefern sich dies auch auf individualwirtschaftlicher Ebene widerspiegeln wird“, so die Gutachter.
In der Studie wurden die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Pumpspeicherkraftwerken in den Ländern Deutschland, Österreich sowie der Schweiz analysiert. Um ein besseres Investitionsumfeld zu schaffen, empfehlen die Autoren unter anderem, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der einzelnen Länder zu forcieren sowie den Netzausbau voranzubringen. Zudem wird einen grundsätzliche Umgestaltung des Marktsystems in Erwägung gezogen.





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