Mittwoch, 29. April 2026

RWEKernmärkte in Osteuropa

[22.10.2015] Der Energiekonzern RWE baut sein Wind- und Photovoltaikportfolio in Osteuropa aus. Während Polen über gute Windverhältnisse verfügt, ist in Ungarn die Photovoltaik stark.
Mitte Oktober 2015 hat RWE eine 16 Megawatt-Photovoltaikanlage nordöstlich der Ungarischen Hauptstadt Budapest in Betrieb genommen.

Mitte Oktober 2015 hat RWE eine 16 Megawatt-Photovoltaikanlage nordöstlich der Ungarischen Hauptstadt Budapest in Betrieb genommen.

(Bildquelle: RWE AG)

Mitte Oktober 2015 hat RWE offiziell die nach eigenen Angaben größte Photovoltaikanlage Europas in Ungarn in Betrieb genommen. Im selben Monat konnte das Unternehmen zwei weitere Windparks in Polen ans Netz anschließen. Die 16 Megawatt (MW)-Photovoltaikanlage besteht aus 72.480 Solarmodulen mit einer Nennleistung von jeweils 255 Watt. Nord-östlich der Hauptstadt Budapest produziert sie laut RWE Sonnenstrom für circa 4.000 Haushalte. Damit spare die Anlage CO2-Emissionen in Höhe von 24.000 Tonnen ein. Peter Terium, CEO von RWE: „Der PV-Park ist nicht nur die größte Anlage in Ungarn, sondern auch eine der größten von RWE. Das unterstreicht einmal mehr, dass Ungarn für RWE ein wichtiger Kernmarkt ist.“ In Polen konnte das Unternehmen die Windparks Opalencia in der Nähe von Posen und Nowy Staw II bei Danzig in Betrieb nehmen. Die sieben Windkraftanlagen von Opalencia haben nach Unternehmensangaben eine Gesamtleistung von 17, die 14 Anlagen von Nowy Staw II eine von 28 MW. Damit komme RWE mit insgesamt acht Windparks auf eine installierte Windleistung von 240 MW in Polen. Rein rechnerisch könnten alle acht Parks zusammen 250.000 Haushalte mit Strom versorgen. Hans Bünting, CEO von RWE Innogy, sagt: „Polen ist einer unserer Kernmärkte und verfügt über sehr gute Windverhältnisse und eine hohe lokale Akzeptanz für erneuerbare Energien. Nach Zeiten regulatorischer Unsicherheit, startet im Jahr 2016 das neue Auktionssystem. Mit vergleichbaren Systemen haben wir bereits positive Erfahrungen gemacht, beispielsweise in Großbritannien. Wir sehen darin eine vielversprechende Alternative und planen daher mit Projekten aus unserer eigenen Entwicklungspipeline an zukünftigen Auktionen teilzunehmen. Diese umfasst über 300 MW an guten Windstandorten.“ Alle RWE-Windparks in Polen wurden bis dato nach dem geltenden Fördermodell Grüne Zertifikate umgesetzt. Die Umstellung auf ein Ausschreibungsverfahren ist mit dem ersten polnischen Erneuerbare-Energien-Gesetz im Frühjahr in Kraft getreten, teilt RWE Innogy mit.





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