Sonntag, 8. Februar 2026

Klimaschutz-IndexPositive Signale für Energiewende

[09.12.2015] Der Klimaschutz-Index der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch liegt vor. Die Autoren konnten erstmals einen weltweit beginnenden Umbau der Energiesysteme, eine sinkende Energieintensität in der Weltwirtschaft und einen globalen Rückgang der Kohlenutzung beobachten. Deutschland schnitt auf Rang 22 nur mäßig ab.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat jetzt den aktuellen Klimaschutz-Index vorgestellt. Wie Germanwatch mitteilt, zeigt dieser erstmals Signale für eine bevorstehende Wende beim weltweiten Klimaschutz. Jan Burck, Hauptautor des Index bei Germanwatch, sagte: „Weltweit sehen wir in wichtigen Sektoren starke Anzeichen für einen beginnenden Umbau der Energiesysteme.“ Auch die Energieintensität der Weltwirtschaft sinke, die Kohlenutzung sei in diesem Jahr wahrscheinlich um zwei bis vier Prozent zurückgegangen. In den Jahren 2013 und 2014 sollen weltweit mehr Kapazitäten im Erneuerbare-Energien-Bereich installiert worden sein, als in den fossilen und nuklearen Energiesektoren zusammen. Und auch die energiebedingten Emissionen hätten trotz wachsender Weltwirtschaft im Jahr 2014 scheinbar stagniert. Der Index vergleicht die Klimaschutz-Leistungen von 58 Staaten, die zusammen für mehr als 90 Prozent der energiebedingten Emissionen verantwortlich sind. Dänemark, Großbritannien und Schweden führen den aktuellen Klimaschutz-Index auf den Plätzen vier bis sechs mit dem Gesamturteil gut an. Da noch kein Land weltweit genug unternehme, um einen Klimawandel zu verhindern, seien die ersten drei Plätze erneut unbesetzt geblieben. Dänemark führe den Index zum fünften Mal in Folge an. Grund seien vorbildliche Programme bei der Förderung der Energieeffizienz und der Erneuerbaren. Frankreich rückte um sechs Plätze auf Platz 8 auf und erhielt ebenfalls die Bewertung gut. Als Grund nannte die Umweltorganisation die niedrigsten Pro-Kopf-Emissionen in der G7 und einen sinkenden Emissionstrend. Deutschland habe hingegen seine schlechteste Platzierung im vergangenen Jahr nur leicht verbessern können und landete mit dem Gesamturteil mäßig auf Rang 22. Hauptfaktoren seien die boomende Braunkohle im Jahr 2013 bei einer gleichzeitig verbesserten Politikbewertung gewesen. Hier seien vor allem die Anstrengungen im Vorfeld des Klimagipfels gewürdigt worden. Schwache Noten habe es hingegen für die Umsetzung der deutschen Klimaziele im Inland gegeben. Die größten Emittenten China und Japan konnten sich aufgrund massiver Investitionen in erneuerbare Energien verbessern und belegten Rang 47 beziehungsweise Rang 34. In den USA sei außerdem die Abkehr von der Kohle gewürdigt worden. Die letzten Ränge belegten Australien, Japan, Südkorea und Kanada.





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