Donnerstag, 29. Oktober 2026

Bundesverband WindenergieStarker Ausbau 2016

[01.08.2016] Die Ausbauzahlen für die Windenergie an Land sind mit knapp 1.900 Megawatt für das erste Halbjahr 2016 weiterhin hoch. Treiber sind Flächengenehmigungen und das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Nettozubau von Windkraftanlagen in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 um 73 Prozent gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Nettozubau von Windkraftanlagen in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 um 73 Prozent gestiegen.

(Bildquelle: Thorben Wengert  / pixelio.de)

Im ersten Halbjahr 2016 sind in Deutschland Onshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1.892 Megawatt (MW) netto ans Netz gegangen. Das entspricht einem Zuwachs von 73 Prozent, berichten der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Im Vorjahreszeitraum seien lediglich 1.093 MW zugebaut worden. Für das Gesamtjahr gehen die beiden Verbände von einem Netto-Zubau-Volumen zwischen 4.000 und 4.400 MW aus. Damit zeige die kostengünstige Windenergie an Land das dritte starke Jahr in Folge. Zwei Gründe für die hohen Zubauraten nennen BWE und VDMA in einer gemeinsamen Pressemeldung: Einerseits sei der starke Zubau getrieben von der Bereitstellung von Eignungs- und Vorrangflächen in vielen Bundesländern. Andererseits wollten sich viele noch die Option sichern, mit gesetzlich definierter EEG-Vergütung zu installieren. Die Verfügbarkeit von Flächen erkläre auch die regionalen Unterschiede. BWE-Präsident Hermann Albers sagt: „Der deutsche Markt konzentriert sich weniger stark auf die Küstenländer, sondern entfaltet sich zunehmend ausgeglichener. Die gute Entwicklung in typischen Binnenländern unterstreicht dies.“ Für das Jahr 2017 rechne die Branche mit einem Zubau auf vergleichbarem Niveau. Ende Mai habe man bereits Projekte mit einem Volumen von 3.200 MW genehmigt. Ein großer Teil davon werde bis zum Jahresende realisiert. Bis dahin erwarten Behörden und Betreiber einen weiteren Schub an Genehmigungen. Denn wer sich noch vor dem Jahresende eine solche sichert und in den Jahren 2017 oder 2018 baut, bekommt für den Strom noch gesetzlich definierte Vergütungssätze. Die Sonderdegression ab März 2017 und vor allem die verschärfte Degression ab dem darauf folgenden Oktober machten den Ausbau aber weniger attraktiv. Matthias Zelinger, Geschäftsführer von VDMA Power Systems, erläutert: „Wir werden zwar über das Jahr einen deutlich abnehmenden Neubau sehen, das hat aber voraussichtlich kaum Auswirkungen auf das Gesamtvolumen der Leistung, die 2017 installiert werden wird. Grund dafür ist, dass die sinkenden Vergütungen teilweise durch höhere Erträge der Anlagen kompensiert werden.“ Im zweiten Übergangsjahr 2018 sei jedoch von einem deutlich niedrigeren Zubau auszugehen. Während die meisten bis Ende 2016 genehmigten Projekte im Jahr 2017 umgesetzt würden, werde der Zubau im Jahr 2018 im Wesentlichen aus den Zuschlägen der Ausschreibungen resultieren.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Windenergie

RWE: Windkraftausbau im Rheinischen Revier schreitet voran

[21.10.2026] RWE hat im Rheinischen Revier einen weiteren Windpark mit einer Gesamtleistung von rund 14 Megawatt in Betrieb genommen. Die beiden Anlagen bei Düren sollen rechnerisch Strom für rund 9.000 Haushalte erzeugen und den umliegenden Kommunen zusätzliche Einnahmen bringen. mehr...

Stadtwerke München: Baustart für Windpark Holzheim

[20.10.2026] Die Stadtwerke München haben mit dem Bau eines Windparks im Dillinger Land begonnen. Vier Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 28 Megawatt sollen künftig Strom für rund 22.000 Haushalte erzeugen. An dem Projekt sollen auch die Standortgemeinde und eine Bürgerenergiegenossenschaft beteiligt werden. mehr...

JUWI: Verkauf von Windpark Gyhum

[13.10.2026] Der Projektentwickler JUWI hat den im Bau befindlichen Windpark Gyhum in Niedersachsen an einen von Union Investment verwalteten Fonds verkauft. Die vier Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 24 Megawatt sollen Anfang 2027 in Betrieb gehen. mehr...

Lausitz: Höhenwindrad erreicht 365 Meter

[08.10.2026] In Schipkau in der Lausitz hat eine neuartige Windenergieanlage mit 300 Metern Nabenhöhe ihre endgültige Höhe von 365 Metern erreicht. Die Pilotanlage soll zeigen, ob sich Höhenwinde für höhere und gleichmäßigere Stromerträge nutzen lassen. mehr...

Offshore-Windpark: Ocean Breeze Energy übernimmt alpha ventus

[05.10.2026] EWE, RWE und Vattenfall verkaufen den Offshore-Windpark alpha ventus an Ocean Breeze Energy. Der neue Eigentümer plant, Deutschlands ersten Offshore-Windpark über die ursprünglich vorgesehene Laufzeit von 20 Jahren hinaus zu betreiben. mehr...

RWE: Zuschläge für 119 Megawatt Windenergie erhalten

[25.09.2026] RWE hat bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für zwei Onshore-Windprojekte mit zusammen 119 Megawatt erhalten. Die Anlagen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sollen vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung 2028 in Betrieb gehen. mehr...

50Hertz: LanWin3-Konverter wird in Rostock gebaut

[24.09.2026] 50Hertz hat den Auftrag für den Bau des Offshore-Konverters für das Nordsee-Netzanbindungsprojekt LanWin3 vergeben. Wesentliche Komponenten der Zwei-Gigawatt-Anlage sollen in Rostock-Warnemünde entstehen. mehr...

ABO Energy: Zuschläge für drei Windenergieprojekte erhalten

[23.09.2026] ABO Energy hat in der August-Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für drei Windenergieprojekte mit insgesamt 102,2 Megawatt erhalten. Die Windparks in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sollen zwischen Mitte 2028 und Anfang 2029 in Betrieb gehen. mehr...

Windenergie: Verbände fordern Südquote

[22.09.2026] Bei der jüngsten Ausschreibung für Windenergie an Land sind nach Angaben von Erneuerbaren-Verbänden nur knapp fünf Prozent der bezuschlagten Leistung auf Bayern und Baden-Württemberg entfallen. Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg und der Landesverband Erneuerbare Energien Bayern fordern deshalb Änderungen am Ausschreibungssystem und eine Südquote im EEG. mehr...

bericht

EnBW: Offshore-Windpark He Dreiht eingeweiht

[18.09.2026] Der Offshore-Windpark He Dreiht in der Nordsee ist offiziell eingeweiht worden. Mit 64 Windenergieanlagen und 960 Megawatt Gesamtleistung handelt es sich um den bislang größten Offshore-Windpark Deutschlands. mehr...

Blick auf einen im Bau befindlichen Offshore-Windpark auf dem Meer. In der Bildmitte steht ein Installationsschiff neben einer Windenergieanlage, weitere Anlagen sind am Horizont zu sehen.

Offshore-Windpark Gennaker: Finanzierung steht

[15.09.2026] Der Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee geht in die Realisierungsphase. Die Stadtwerke München sind mit 25 Prozent an dem Projekt beteiligt. Mit einer Leistung von bis zu 976,5 Megawatt soll Gennaker Ende 2028 in Betrieb gehen. mehr...

Mehrere Windenergieanlagen stehen im dichten Nebel. Im Vordergrund hebt ein großer Kran Bauteile für die Montage einer Windenergieanlage an.

Berliner Stadtwerke: Windprojekt von JUWI übernommen

[14.09.2026] Die Berliner Stadtwerke erweitern ihre Windenergie-Erzeugung in Brandenburg. Zwei neue Anlagen bei Eisenhüttenstadt sollen ab 2027 jährlich rund 40 Gigawattstunden Strom erzeugen. mehr...

Österreich: Windkraft erreicht im August Rekordwert

[10.09.2026] Die Windkraft hat in Österreich im August 2026 so viel Strom erzeugt wie noch nie in diesem Monat. Auch im Juli lag die Produktion deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. In den beiden Sommermonaten deckten Windenergieanlagen knapp 14 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. mehr...

Artenschutz: Erprobung von Anti-Kollisionssystem

[03.09.2026] Das ZSW erprobt ein mobiles, KI-gestütztes Anti-Kollisionssystem für Vögel und Fledermäuse an Windenergieanlagen. Gemeinsam mit ABO Energy soll der Bird- und BatRecorder 2.0 unter realen Bedingungen Daten für einen artenschutzgerechteren Windparkbetrieb liefern. mehr...

Bundesregierung: Windenergie-auf-See-Gesetz beschlossen

[03.09.2026] Das Bundeskabinett hat die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes beschlossen. VKU und BDEW begrüßen wichtige Änderungen, fordern aber Nachbesserungen bei Ausschreibungen, Netzanbindung und bereits vergebenen Projekten. mehr...