Dienstag, 17. März 2026

Bundesverband WindenergieStarker Ausbau 2016

[01.08.2016] Die Ausbauzahlen für die Windenergie an Land sind mit knapp 1.900 Megawatt für das erste Halbjahr 2016 weiterhin hoch. Treiber sind Flächengenehmigungen und das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Nettozubau von Windkraftanlagen in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 um 73 Prozent gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Nettozubau von Windkraftanlagen in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 um 73 Prozent gestiegen.

(Bildquelle: Thorben Wengert  / pixelio.de)

Im ersten Halbjahr 2016 sind in Deutschland Onshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1.892 Megawatt (MW) netto ans Netz gegangen. Das entspricht einem Zuwachs von 73 Prozent, berichten der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Im Vorjahreszeitraum seien lediglich 1.093 MW zugebaut worden. Für das Gesamtjahr gehen die beiden Verbände von einem Netto-Zubau-Volumen zwischen 4.000 und 4.400 MW aus. Damit zeige die kostengünstige Windenergie an Land das dritte starke Jahr in Folge. Zwei Gründe für die hohen Zubauraten nennen BWE und VDMA in einer gemeinsamen Pressemeldung: Einerseits sei der starke Zubau getrieben von der Bereitstellung von Eignungs- und Vorrangflächen in vielen Bundesländern. Andererseits wollten sich viele noch die Option sichern, mit gesetzlich definierter EEG-Vergütung zu installieren. Die Verfügbarkeit von Flächen erkläre auch die regionalen Unterschiede. BWE-Präsident Hermann Albers sagt: „Der deutsche Markt konzentriert sich weniger stark auf die Küstenländer, sondern entfaltet sich zunehmend ausgeglichener. Die gute Entwicklung in typischen Binnenländern unterstreicht dies.“ Für das Jahr 2017 rechne die Branche mit einem Zubau auf vergleichbarem Niveau. Ende Mai habe man bereits Projekte mit einem Volumen von 3.200 MW genehmigt. Ein großer Teil davon werde bis zum Jahresende realisiert. Bis dahin erwarten Behörden und Betreiber einen weiteren Schub an Genehmigungen. Denn wer sich noch vor dem Jahresende eine solche sichert und in den Jahren 2017 oder 2018 baut, bekommt für den Strom noch gesetzlich definierte Vergütungssätze. Die Sonderdegression ab März 2017 und vor allem die verschärfte Degression ab dem darauf folgenden Oktober machten den Ausbau aber weniger attraktiv. Matthias Zelinger, Geschäftsführer von VDMA Power Systems, erläutert: „Wir werden zwar über das Jahr einen deutlich abnehmenden Neubau sehen, das hat aber voraussichtlich kaum Auswirkungen auf das Gesamtvolumen der Leistung, die 2017 installiert werden wird. Grund dafür ist, dass die sinkenden Vergütungen teilweise durch höhere Erträge der Anlagen kompensiert werden.“ Im zweiten Übergangsjahr 2018 sei jedoch von einem deutlich niedrigeren Zubau auszugehen. Während die meisten bis Ende 2016 genehmigten Projekte im Jahr 2017 umgesetzt würden, werde der Zubau im Jahr 2018 im Wesentlichen aus den Zuschlägen der Ausschreibungen resultieren.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Windenergie
Windenergieanlage auf einer Waldlichtung im Schwarzwald, umgeben von dichtem Wald und Mittelgebirgslandschaft unter wolkigem Himmel.

Süddeutschland: Milliardenpotenzial durch mehr Windkraft

[12.03.2026] Eine aktuelle Studie plädiert für einen stärkeren Ausbau der Windenergie in Süddeutschland. Mehr Windkraftanlagen in Bayern und Baden-Württemberg könnten die Kosten im Stromsystem deutlich senken. Branchenverbände fordern deshalb eine Änderung der Förderregeln. mehr...

Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie

[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...

Stadtwerke Tübingen: Geplanter Windpark wird verkleinert

[02.03.2026] Die Stadtwerke Tübingen reduzieren den geplanten Windpark Rammert von 13 auf zehn Anlagen. Grundlage sind neue Windmessungen und Gutachten, die Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit einzelner Standorte neu bewerten. mehr...

Baden-Württemberg: KI soll Genehmigung von Windkraftanlagen beschleunigen

[26.02.2026] Baden-Württemberg beschleunigt die Genehmigung von Windkraftanlagen mit KI-gestützten Prüf- und Assistenzsystemen. Angesichts von mehr als 1.000 neuen Anträgen im Jahr 2025 und fast 1.800 Projekten in Planung soll die Digitalisierung Verfahren weiter verkürzen und Investitionen absichern. mehr...

50Hertz: Unterlagen für Seetrasse eingereicht

[17.02.2026] 50Hertz hat die Genehmigungsunterlagen für die Seetrasse des Offshore-Projekts Ostwind 4 vollständig eingereicht, darunter erstmals eine 525-Kilovolt-Hochspannungsgleichstromübertragung in der deutschen Ostsee. Damit startet das formelle Verfahren für den Netzanschluss eines Ein-Gigawatt-Windparks nordöstlich von Rügen und rückt die Realisierung des Vorhabens näher. mehr...

RWE: Hochzeitsvorbereitungen für Offshore-Umspannwerke

[12.02.2026] Zwei Offshore-Umspannwerke für das 1,6-Gigawatt-Nordseecluster sind in Saint-Nazaire fertiggestellt und bereit für den Einsatz vor der deutschen Küste. Mit der Installation der bis zu 2.500 Tonnen schweren Plattformen rückt die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts 2027 näher. mehr...

RWE: Stromabnahmevertrag mit Amazon geschlossen

[04.02.2026] RWE und Amazon haben einen Stromabnahmevertrag über 110 MW Offshore-Windenergie aus dem Projekt Nordseecluster B geschlossen. Der Vertrag stärkt den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und unterstützt Amazons Ziel der CO2-Neutralität bis 2040. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert

[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Bei Windparkprojekt ist die Luft raus

[23.01.2026] Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft stoppen ihre Windkraftpläne im Vorranggebiet Zollernalb. Messdaten zeigen deutlich geringere Windgeschwindigkeiten als prognostiziert und machen einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. mehr...

Thüringen: Ausbau der Beteiligung an Windenergie

[21.01.2026] Thüringen plant, die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergieprojekten auszuweiten und künftig auch Photovoltaik-Freiflächen einzubeziehen. Gleichzeitig sollen Ausnahmen für energieintensive Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. mehr...

Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert

[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...

Gruppenfoto von acht Personen bei der Vorstellung des geplanten Windparks Schäferköppel. Von links: Tina Zapf Rodriguez (Frankfurter Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen), Thomas Schrage (Erster Stadtrat Karben), Dr. Michael Maxelon (Vorstandsvorsitzender Mainova AG), Dr. Oliver Jedynak (Bürgermeister Bad Homburg vor der Höhe), Mike Josef (Oberbürgermeister Frankfurt am Main), Martin Giehl (Vorstand Technik & Erzeugung Mainova AG), Christian Stenglein (Vorstandsmitglied FraBeG) und Yannick Schwander (Ortsvorsteher Nieder-Erlenbach). Die Gruppe hält eine große Standortkarte des Windparks; im Hintergrund stehen Roll-ups der beteiligten Organisationen und ein Modell eines Windrads.

Mainova: Windpark vor den Toren Frankfurts

[03.12.2025] Im Norden Frankfurts entsteht ein neuer Windpark. Die Anlagen soll ab Ende 2027 Strom liefern und einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region leisten. Von dem Projekt des Energieversorgers Mainova sollen auch die Standortkommunen und die Bürger profitieren. mehr...

Münster: Energiepark in Planung

[02.12.2025] Am Autobahnkreuz Münster-Süd soll ein Energiepark aus Windrad und großer Solaranlage entstehen, der tausende Haushalte mit regional erzeugtem Strom versorgt. mehr...

RWE: Weniger ist mehr

[26.11.2025] RWE erneuert den Windpark Calle in Niedersachsen und ersetzt fünf ältere Turbinen durch drei leistungsstärkere Anlagen. Das Repowering soll die mögliche Stromproduktion erheblich steigern und zusätzliche Einnahmen für die umliegenden Gemeinden bringen. mehr...