REC Solar / Schneider ElectricFreiflächenprojekte im Paket

Installation einer 750-kWp-Anlage in Achim, Niedersachsen.
(Bildquelle: NMB)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat seit seiner Einführung im Jahr 2000 zahlreiche Überarbeitungen erfahren. Jedes Mal wurden die mittelfristigen Ziele und Rahmenbedingungen wie Einspeisetarife, Förderfähigkeit oder Obergrenzen neu definiert. Geblieben sind die langfristigen Zielesetzungen der Energiewende: Senkung der Treibhausgasemissionen, Ausstieg aus der Kernenergie, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sowie ein Zielenergiemix, bei dem neben der Wind- auch die Solarenergie einen wichtigen Beitrag leisten soll. Das seit knapp sechs Monaten geltende EEG 2017 richtet den Fokus dabei vor allem auf die Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke. So zielen die jüngsten Änderungen auf einen stärkeren Wettbewerb zwischen den Anlagenbetreibern ab. Neue Stromerzeugungsanlagen sollen nur noch dann gefördert werden, wenn sie in einer Ausschreibung den Zuschlag bekommen. Ausgenommen sind hiervon Photovoltaikanlagen unter 750 Kilowatt Peak (kWp), welche auch in Zukunft einen festen Betrag pro eingespeiste Kilowattstunde erhalten. Damit ist die Anlagengröße für Investoren und Energieerzeuger zum entscheidenden Faktor bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung einer neuen PV-Anlage geworden.
Stadtwerke zurückhaltend
Seit Jahresbeginn ist ein regelrechter Run auf PV-Anlagen bis 750 kWp Leistung zu verzeichnen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Wer seine Anlage auf maximal 750 kWp begrenzt, kommt in den Genuss einer um bis zu zwei Cent höheren Vergütung nach dem EEG 2017 (aktuell 8,51 Cent je Kilowattstunde) im Vergleich zu den jüngsten Ergebnissen der Ausschreibungsrunden für größere Anlagen und das garantiert für die kommenden 20 Jahre. Marktschätzungen gehen deshalb davon aus, dass mehr als 20 Prozent des Zubaus in Deutschland im Jahr 2017 auf diese Anlagengröße entfallen wird. Denn die 750-kWp-Anlagen sind eine interessante Losgröße für kleine und mittelgroße Investoren. Potenzielle Interessenten sind institutionelle Anleger, Projektierer, Landwirte oder Bürgerenergiegenossenschaften.
Bisher finden sich allerdings kaum Stadtwerke unter den Interessenten. Das verwundert, da gerade die Stadtwerke dringend neue Geschäftsmodelle und damit auch neue Ertragsquellen entwickeln müssen, um wegbrechende Erträge zu kompensieren. Zudem haben sie beste Voraussetzungen um am Thema Photovoltaik erfolgreich zu partizipieren.
Durch ihre regionale Verbundenheit und die Nähe zur jeweiligen Gemeinde sind Stadtwerke eigentlich gut positioniert, geeignete Flächen für den Bau von 750-kWp-Anlagen vorrangig zu erwerben. Die Errichtung solcher Photovoltaikanlagen ist auf Industrieflächen, je nach Bundesland auch auf benachteiligten Ackerflächen und auf Konversionsflächen möglich, sowie im 110-Meter-Abstand zu Bahngleisen und Fernstraßen. Doch derzeit sind es vor allem die oben erwähnten Investorengruppen, die sich auf der Suche nach geeigneten Photovoltaikflächen bei den Gemeinden die Türklinke in die Hand geben.
In persönlichen Gesprächen mit Stadtwerken ist oft die Antwort zu hören, es würde schlicht am technischen Know-how mangeln, um eigene PV-Anlagen planen, errichten und betreiben zu können. Auch fürchten viele kommunale Energieunternehmen den erneuten Einstieg in die Erzeugung. Manches Stadtwerk hat sich hier die Finger verbrannt, nachdem es – damals noch politisch gewollt – in Gaskraftwerke investiert hat. Und nach wie vor halten viele Stadtwerke größere Investitionen in die Erzeugung für zu risikoreich in Anbetracht der sich ständig verändernden regulatorischen Rahmenbedingung, die manches Projekt noch während der Planungsphase in Frage stellen.
Leichter dank Komplettpaket
Um die Sorgen und Probleme der Stadtwerke wissend, haben REC Solar als größte europäische Marke für Solarmodule und Schneider Electric als Spezialist für Energie-Management eine Komplettlösung entwickelt, die sich an den Bedürfnissen der Stadtwerke orientiert und ihnen den Einstieg in das immer noch lukrative Photovoltaikgeschäft erleichtert. Das gemeinsame PV-Produkt trägt einerseits den jüngsten Änderungen des EEG optimal Rechnung und nimmt andererseits den Auftraggebern sämtliche technische Problem- und Fragestellungen ab.
Grundidee bei der Entwicklung der REC-Schneider 750 kWp All-In-One-Solution war es, eine Plug-and-Play-Lösung zu konstruieren, die dem Kunden die Projektplanung und -durchführung erheblich erleichtert. Herausgekommen ist eine Komplettlösung, in die beide Partner ihre Expertise eingebracht haben. Sie besteht aus den Hochleistungsmodulen der REC TwinPeak2 Serie und einer Wechselrichterstation mit Wechselrichter (XC 680), Trafo, Mittelspannungsschaltanlage, sowie Netzübergabe. Alle Bestandteile sind optimal aufeinander abgestimmt. Die begehbare Betonstation wird fertig vormontiert frei Baustelle geliefert und per Kran entladen. Eine Monitoring-Lösung aus dem Hause Gantner Instruments kann bei Bedarf integriert werden. Die Anbindung an das Versorgungsnetz der Stadtwerke funktioniert, sobald die Übergabestellen physisch angebunden sind. Der Kunde erhält somit eine zuverlässige, hochwertige und wirtschaftliche Zentralwechselrichterlösung inklusive Mittelspannungskomponenten und Übergabe aus einer Hand.
Zusammengefasst bietet ein Investment in PV-Anlagenklassen bis 750 kWp den Stadtwerken eine ganze Reihe an Vorteilen. So ist die EEG-Vergütung für die kommenden 20 Jahre gesichert und sie profitieren von einem Return of Investment (ROI) von über sechs Prozent. Die Prüfung zueinander kompatibler Komponenten entfällt und der Wartungsaufwand ist überschaubar. Die Stadtwerke können in die regionale Direktvermarktung einsteigen und so zum Regionalstromproduzenten werden. Im Idealfall kann nach einer Frist von zwölf Monaten eine weitere 750-kWp-Anlage zu ähnlichen Einspeisekonditionen errichtet werden und so über die Zeit ein größerer PV-Park mit sehr attraktiver Rendite entstehen.
http://www.schneider-electric.de
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