Sonntag, 1. November 2026

MagdeburgUmweltpreis zum 5. Mal verliehen

[31.10.2019] Bereits zum fünften Mal wurde der Magdeburger Umweltpreis verliehen. Er würdigt herausragende Leistungen für Projekte im Klimaschutz. Der Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert.

Die Comeniusschule Magdeburg, das Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation, das Unternehmen Trenux, der Verein Grünstreifen, der BUND Jugend, Frau Ernas loser Lebensmittelpunkt und die Genossenschaft Helionat sind die Gewinner des Magdeburger Umweltpreises 2019. Sie alle eint, dass sie sich für die Reduzierung von Treibhausgasen einsetzen. Überreicht wurde der mit insgesamt 12.000 Euro dotierte Preis von Oberbürgermeister Lutz Trümper.
„Die Landeshauptstadt Magdeburg ist bereits seit vielen Jahren äußerst ambitioniert im Bereich des Klimaschutzes. Durch die gegenwärtigen Entwicklungen wird deutlich, dass Klimaschutz auch in der Gesellschaft tief verankert ist und es in der Stadt eine Vielzahl von Akteuren gibt, die ihn aktiv vorantreiben“, sagte Trümper. Insbesondere vor der politischen Zielstellung der Klimaneutralität sei das Mitwirken einer Vielzahl von Akteuren äußerst wichtig. Die eingereichten Beiträge dokumentierten wieder eindrucksvoll den großen Ideenreichtum, das Verantwortungsbewusstsein und den Willen der Magdeburger, sich für den Umweltschutz zu engagieren.
Der Umweltpreis der Landeshauptstadt Magdeburg wurde in den drei Kategorien Wirtschaft, Jugend und Private sowie Forschung vergeben. Die Entscheidung über die einzelnen Preisträger trafen ein Fachkreis zum Vorentscheid und eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Bildung und Forschung. Als erster Preisträger (2.500 Euro Preisgeld) in der Kategorie Wirtschaft wurde das Unternehmen Trenux für seine innovativen Fahrradanhänger ausgezeichnet. Der Anhänger lässt sich bei Nichtgebrauch in Sekunden zusammenklappen und kann auf jedem Gebäckträger transportiert werden. Den zweiten Preis (1.000 Euro Preisgeld) belegte Frau Ernas loser Lebensmittelpunkt. Dabei handelt es sich um einen Unverpacktladen im Magdeburger Stadtteil Stadtfeld Ost. Ebenfalls den zweiten Preis in der Kategorie Wirtschaft erhielt die Genossenschaft Helionat für das Errichten einer Bürgersolarfreiflächenanlage in Magdeburg-Rothensee. Sie hat eine Gesamtleistung von 992 kWp und ist damit die größte Bürgerenergieanlage in Sachsen-Anhalt. Den ersten Preis (2.500 Euro Preisgeld) in der Kategorie Jugend und Private erhielt die Magdeburger Comeniusschule für ihr Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Das Projekt ist durch das langjährige Engagement der Schule im Klima- und Umweltschutz gekennzeichnet. Den zweiten Preis (1.000 Euro Preisgeld) erhielt der Verein Grünstreifen für das Projekt Macherburg. Dabei handelt es sich um eine offene Werkstatt, die gegen einen monatlichen Unkostenbeitrag genutzt werden kann. Der dritte Preisträger (500 Euro Preisgeld) in der Kategorie Jugend und Private ist der BUND Jugend mit dem Beitrag soliRADisch. Dabei handelt es sich um eine Fahrradwerkstatt mit sozialen und ökologischen Zweck. Als Preisträger des diesjährigen Umweltpreises in der Kategorie Forschung ehrte Oberbürgermeister Trümper das Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation (ZPVP) gleich zweimal. Den ersten Preis erhielt das Projekt Wachstumskern Fluss-Strom Plus, an dem 19 Unternehmen und sieben Forschungseinrichtungen beteiligt sind. Dafür wird das Projekt mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro dotiert. Den zweiten Preis erhielt das ZPVP für die Entwicklung eines Autonomen Fahrradsystems zum flexiblen Einsatz für Logistik und Beförderungsaufgaben.





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