LeverkusenWeiter Weg zur Klimaneutralität
Die Stadt Leverkusen will laut Ratsbeschluss bis 2033 eine klimaneutrale Energieversorgung verwirklicht haben. Die gerade veröffentlichte „Energie- und Treibhausgasbilanz 2017–2020“ für Leverkusen dient als Grundlage für ein Klimaschutz-Controlling und kommunale Klimaschutzmaßnahmen. Der Bericht, der auf einer umfangreichen Datenerfassung basiert, wurde von der Stadt Leverkusen in Zusammenarbeit mit energielenker projects durchgeführt. „Er zeigt, wo Leverkusen steht und macht deutlich, wo Handlungsbedarf besteht“, erläutert Alexander Lünenbach, Dezernent für Bürger, Umwelt und Soziales. Die vier Jahre des Betrachtungszeitraums zeigen, dass fossile Energieträger in Bezug auf den Endenergieverbrauch dominieren. Erdgas, Diesel und Benzin weisen dabei den größten Anteil auf.
74 Prozent aller Energie in Leverkusen verbrauchen laut Bilanz Verkehr und private Haushalte. Danach folgten die Sektoren Industrie mit 16 Prozent und der Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) mit acht Prozent sowie die kommunalen Einrichtungen mit rund zwei Prozent. In ähnlicher Gewichtung wurden Treibhausgase (THG) emittiert.
Trends lassen sich in der Aufstellung ebenfalls ablesen, wobei der Bilanzbericht das Jahr 2019 als Referenzjahr benennt, da das Jahr 2020 als erstes Jahr der Pandemie nur bedingt aussagekräftig ist. So wuchs in den privaten Haushalten Leverkusens der Energieverbrauch um 143.822 Megawattstunden in den Jahren 2017 bis 2019, im Verkehr um 16.559 Megawattstunden, im Sektor Industrie um 201 Megawattstunden und im Sektor GHD um 43.597 Megawattstunden. Bei den kommunalen Einrichtungen (inklusive der kommunalen Flotte) blieb der Verbrauch relativ konstant.
Zwar reagiere das Instrument der Vier-Jahres-Bilanz nur träge und lasse gleichzeitig eher geringe Rückschlüsse auf die genauen Gründe der Veränderung zu, heißt es in der Vorlage zum Bericht. Eine Fortschreibung wird dennoch empfohlen, denn „mithilfe der Bilanz und der dafür zu erhebenden Daten (können) Entwicklungstrends für die gesamte Stadt oder einzelne Sektoren wiedergegeben werden, die auf andere Weise nicht erfasst werden können.“
Da Politik und Verwaltung darauf unmittelbaren Einfluss haben, werden die Energieverbräuche und THG-Emissionen der „Kommunalen Einrichtungen“ detailliert aufgeschlüsselt. Genaueres Augenmerk wurde außerdem auf Anteil und Entwicklung erneuerbarer Energien beziehungsweise deren Erzeugung auf dem Stadtgebiet gelegt. Deren Einspeisemenge in das Stromnetz deckte im Jahr 2019 bilanziell betrachtet rund zwei Prozent des Stromverbrauchs der Stadt Leverkusen. Allerdings stieg hier der bilanzielle Deckungsanteil auf rund drei Prozent im Jahr 2020 an. Damit liege die Stadt Leverkusen deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von einem Deckungsanteil von rund 45 Prozent im Jahr 2020 (42 Prozent 2019), so der Bericht.
Nordrhein-Westfalen: Treibhausgasemissionen sinken um vier Prozent
[18.09.2026] Die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen wurden 171,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Seit 1990 haben sich die Emissionen damit mehr als halbiert. mehr...
European Energy Award: Fünf NRW-Kommunen für Klimaschutz ausgezeichnet
[16.09.2026] Dülmen, Minden, Wuppertal, Greven und Warendorf sind mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden unter anderem Projekte in den Bereichen Wärmeversorgung, Photovoltaik, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität. mehr...
Leipzig: Flächenkonzept für erneuerbare Energien vorgelegt
[08.09.2026] Leipzig hat ein Flächenkonzept für erneuerbare Energien erarbeitet. Rund zwei Prozent des Stadtgebiets kommen demnach potenziell für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen infrage. Eine wichtige Rolle sollen Photovoltaikanlagen auf Dächern spielen. mehr...
Stadtwerke Osnabrück: Nachhaltigkeitsbericht erstellt
[07.09.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-Logik digital erstellt. Eine PowerApp und ein Power-BI-Dashboard bündeln dafür Nachhaltigkeits- und Emissionsdaten und sollen die Transformation steuerbar machen. mehr...
Nachhaltige Wirtschaftsflächen: Vom Standort zur passenden Strategie
[02.09.2026] Eine Typologie mit sechs Kategorien zeigt, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu Gewerbe- und Industriegebieten passen. Die Systematik soll Kommunen helfen, Flächennutzung, Klimaanpassung, Energie und Mobilität schon früh standortgerecht zu planen. mehr...
Braunschweig: Projekt als Klima-Leuchtturm ausgezeichnet
[31.08.2026] Braunschweig erhält für das Beteiligungsprojekt COABS erneut den Preis „Klima-Leuchtturm“. Das Projekt entwickelte mit Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft konkrete Bausteine für die kommunale Klimaanpassung. mehr...
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Elf Kommunen erhalten Auszeichnung
[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften. mehr...
Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar
[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...
Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix
[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...
Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt
[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...
Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor
[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...
Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden
[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...
Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen
[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...
Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral
[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...
Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt
[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...














