Freitag, 14. August 2026

Stadtwerke FlensburgWasserstoffabkommen unterzeichnet

[04.12.2023] Die Stadtwerke Flensburg haben jetzt in Kopenhagen eine Vereinbarung zur Nutzung von grünem Wasserstoff ab 2028 unterzeichnet. Ziel ist es, Deutschland und Dänemark bis 2030 zu einem europäischen Hotspot für grünen Wasserstoff zu machen.
Unterzeichner des Abkommens in Kopenhagen.

Unterzeichner des Abkommens in Kopenhagen.

(Bildquelle: Stadtwerke Flensburg GmbH)

Am Montag, den 27. November, haben die Stadtwerke Flensburg in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zusammen mit zahlreichen renommierten Unternehmen der dänischen und deutschen Energiewirtschaft sowie der Politik ein Abkommen zur Produktion, Lieferung und Abnahme von grünem Wasserstoff (H2) unterzeichnet.
Wie die Stadtwerke Flensburg mitteilen, waren sie dort als zukünftiger H2-Abnehmer vertreten. Der Flensburger Energieversorger möchte seine Gas- und Dampfturbinenanlagen (GuD) ab dem Jahr 2028 im Rahmen eines Modellprojekts auf Basis einer Kooperation anteilig mit grünem Wasserstoff (H2) aus dem dänischen Esbjerg betreiben. Weitere Partner der H2-Kooperation seien der Turbinenlieferant Siemens Energy, der künftige H2-Netzbetreiber Gasunie Deutschland und der H2-Produzent H2 Energy Europe, der für rund eine Milliarde Euro einen Elektrolyseur zur H2-Produktion in Esbjerg bauen wird.
Im Rahmen der Kopenhagener Erklärung wollen die Partner einen weltweiten Markt für grünen Wasserstoff etablieren, da er immenses Potenzial für eine klimaneutrale Wirtschaft biete.
Produziert werden soll der H2 für Deutschland und weitere europäische Staaten, welche die Rolle der Verbraucher einnehmen, vorrangig in Dänemark. Dabei habe die Industrienation Deutschland einen besonderen Stellenwert. Hier liege das höchste Potenzial für den H2-Einsatz mit geschätzt 55 Terrawattstunden jährlich.
Das Abkommen betone, dass Dänemark und Deutschland zusammen genügend Potenzial hätten, um noch vor dem Jahr 2030 umfassende Elektrolyse-Kapazitäten in Dänemark aufzubauen sowie die Produktion und Transportmöglichkeiten weiterzuentwickeln und Wasserstoff in großen Mengen zu nutzen. Der Strom aus erneuerbaren Energien, der zur H2-Produktion benötigt wird, soll aus offshore-Windanlagen in der Nordsee und onshore-Wind- und PV-Parks stammen. Die deutsch-dänische Nordsee Region könnte so zum europaweiten Hotspot für grünen Wasserstoff werden. Dafür sei es aber auch von hoher Bedeutung, dass eine ausreichende H2-Infrastruktur mit genügend Transportleitungen aufgebaut wird.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage

[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...

RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark

[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...

Wasserstoffspeicher: Sonderbetriebsplan öffentlich ausgelegt

[04.08.2026] Eine Pilotkaverne in der Krummhörn soll erstmals mit verdichtetem Wasserstoff befüllt werden. Das Genehmigungsverfahren geht mit der öffentlichen Auslegung des Sonderbetriebsplans in die nächste Phase und ist für den Aufbau einer Wasserstoffspeicher-Infrastruktur von Bedeutung. mehr...

beyondgas: Wasserstoffprojekte im Fokus

[28.07.2026] Der Wasserstoffkongress beyondgas stellt praxisnahe Projekte und konkrete Entscheidungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet vom 8. bis 10. September in Oldenburg statt und erweitert ihr Programm unter anderem um Workshops und eine Exkursion zu einem Wasserstoffspeicherprojekt. mehr...

Bayerischer Energiepreis: Wasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten

[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb. mehr...

Fraunhofer CINES: Untersuchung verweist auf hohe Transportkosten bei Wasserstoff

[06.07.2026] Transport und Speicherung können die Bezugskosten für grünen Wasserstoff bis 2035 deutlich erhöhen, besonders bei Spitzenlastkraftwerken. Eine Analyse von Fraunhofer CINES zeigt, warum Infrastrukturkosten für die Energiewirtschaft entscheidend werden und welche Unterschiede zur Industrie bestehen. mehr...

EWE Netz: Bau von Wasserstoffpipeline

[06.07.2026] EWE Netz startet mit H₂Coastlink 1 den Bau der ersten Wasserstoffpipeline im Nordwesten Deutschlands. Die Leitung soll den Emder Elektrolyseur an das Wasserstoff-Kernnetz anbinden und gilt als wichtiger Baustein für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft. mehr...

Chemnitz: EU-Fördermittel für Wasserstoffinfrastruktur erhalten

[30.06.2026] Chemnitz treibt den Ausbau seiner Wasserstoff- und Speicherinfrastruktur mit mehr als 30 Millionen Euro aus dem EU-Just-Transition-Fund voran. Die Fördermittel fließen in die Anbindung an das künftige Wasserstoffkernnetz sowie in einen Energiepark mit Photovoltaik und Großbatteriespeicher und stärken damit die regionale Energiewende. mehr...

Wasserstoffrat: Erwartungen für Hochlauf

[26.06.2026] Der Nationale Wasserstoffrat rechnet weiterhin mit einem hohen Bedarf an Wasserstoff in Deutschland. Nach einer aktualisierten Prognose dürfte sich der Markthochlauf jedoch verzögern und erst in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre an Fahrt gewinnen. mehr...

Wasserstoffrat: Beimischung in Erdgasnetze geprüft

[25.06.2026] Der Nationale Wasserstoffrat hat ein Informations- und Grundlagenpapier zur Beimischung von Wasserstoff in Erdgasnetze veröffentlicht. Darin untersucht das Gremium technische, regulatorische und wirtschaftliche Fragen sowie die möglichen Auswirkungen auf die Transformation des Energiesystems. mehr...

NRW: Realitätscheck Wasserstoff vorgelegt

[24.06.2026] Nordrhein-Westfalen hat der EU acht Vorschläge für einen schnelleren Aufbau der europäischen Wasserstoffwirtschaft vorgelegt. Die Empfehlungen sollen Investitionen erleichtern, regulatorische Hürden abbauen und den stockenden Markthochlauf voranbringen. mehr...

EWE/Salzgitter AG: Liefervertrag für grünen Wasserstoff abgeschlossen

[17.06.2026] EWE und die Salzgitter AG haben einen langfristigen Liefervertrag über jährlich 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff abgeschlossen. Die Vereinbarung soll die klimafreundliche Stahlproduktion voranbringen und gilt als wichtiges Signal für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. mehr...

Ein Mann steht in einem Heizungskeller vor einer wandhängenden Wasserstoff-Heizung und bedient das Display des Geräts. Auf der Front ist der Hinweis „H2 – 100 % Wasserstoff“ zu sehen. Die Anlage ist Teil eines Projekts zur Versorgung von Gebäuden mit Wasserstoff über das bestehende Gasnetz. Im Hintergrund sind Rohrleitungen und weitere Komponenten der Heizungsinstallation erkennbar.

Vaillant: Wasserstoffnetz im Regelbetrieb

[12.06.2026] Mehrere Privathaushalte in Hohenwart heizen jetzt mit 100 Prozent Wasserstoff. Das Projekt „H2Dahoam“ ist in den dauerhaften Betrieb gegangen. mehr...

Nationaler Wasserstoffrat: Nationaler Wasserstoffrat reformiert

[12.06.2026] Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats beschlossen. Das Gremium soll künftig stärker auf den Markthochlauf von Wasserstoff ausgerichtet werden. Zudem wird sein Aufgabenbereich erweitert und die Struktur verschlankt. mehr...

EWE: Bilfinger erhält Großauftrag für Wasserstoffanlage

[20.05.2026] EWE hat Bilfinger mit zentralen Arbeiten für die 320-Megawatt-Wasserstoffanlage in Emden beauftragt. Der Großauftrag markiert den Abschluss der letzten wesentlichen Vergaben und schafft die Basis für langfristige Lieferverträge für grünen Wasserstoff. mehr...