Donnerstag, 1. Oktober 2026

Stadtwerke FlensburgWasserstoffabkommen unterzeichnet

[04.12.2023] Die Stadtwerke Flensburg haben jetzt in Kopenhagen eine Vereinbarung zur Nutzung von grünem Wasserstoff ab 2028 unterzeichnet. Ziel ist es, Deutschland und Dänemark bis 2030 zu einem europäischen Hotspot für grünen Wasserstoff zu machen.
Unterzeichner des Abkommens in Kopenhagen.

Unterzeichner des Abkommens in Kopenhagen.

(Bildquelle: Stadtwerke Flensburg GmbH)

Am Montag, den 27. November, haben die Stadtwerke Flensburg in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zusammen mit zahlreichen renommierten Unternehmen der dänischen und deutschen Energiewirtschaft sowie der Politik ein Abkommen zur Produktion, Lieferung und Abnahme von grünem Wasserstoff (H2) unterzeichnet.
Wie die Stadtwerke Flensburg mitteilen, waren sie dort als zukünftiger H2-Abnehmer vertreten. Der Flensburger Energieversorger möchte seine Gas- und Dampfturbinenanlagen (GuD) ab dem Jahr 2028 im Rahmen eines Modellprojekts auf Basis einer Kooperation anteilig mit grünem Wasserstoff (H2) aus dem dänischen Esbjerg betreiben. Weitere Partner der H2-Kooperation seien der Turbinenlieferant Siemens Energy, der künftige H2-Netzbetreiber Gasunie Deutschland und der H2-Produzent H2 Energy Europe, der für rund eine Milliarde Euro einen Elektrolyseur zur H2-Produktion in Esbjerg bauen wird.
Im Rahmen der Kopenhagener Erklärung wollen die Partner einen weltweiten Markt für grünen Wasserstoff etablieren, da er immenses Potenzial für eine klimaneutrale Wirtschaft biete.
Produziert werden soll der H2 für Deutschland und weitere europäische Staaten, welche die Rolle der Verbraucher einnehmen, vorrangig in Dänemark. Dabei habe die Industrienation Deutschland einen besonderen Stellenwert. Hier liege das höchste Potenzial für den H2-Einsatz mit geschätzt 55 Terrawattstunden jährlich.
Das Abkommen betone, dass Dänemark und Deutschland zusammen genügend Potenzial hätten, um noch vor dem Jahr 2030 umfassende Elektrolyse-Kapazitäten in Dänemark aufzubauen sowie die Produktion und Transportmöglichkeiten weiterzuentwickeln und Wasserstoff in großen Mengen zu nutzen. Der Strom aus erneuerbaren Energien, der zur H2-Produktion benötigt wird, soll aus offshore-Windanlagen in der Nordsee und onshore-Wind- und PV-Parks stammen. Die deutsch-dänische Nordsee Region könnte so zum europaweiten Hotspot für grünen Wasserstoff werden. Dafür sei es aber auch von hoher Bedeutung, dass eine ausreichende H2-Infrastruktur mit genügend Transportleitungen aufgebaut wird.





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