Stadtwerke HerneVerbindung zweier Fernwärmenetze

In Herne haben die Stadtwerke jetzt zwei zuvor unabhängig betriebene Netze miteinander verbunden.
v.l.: Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch; Dr. Kathrin Kalkühler, Technische Leiterin der Stadtwerke Herne; Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister Herne; Dr. Bernhard Hüpen, INEOS-Werksleiter ; Dirk-Werner Kniese, Projektleiter bei INEOS Solvents
(Bildquelle: Stadtwerke Herne)
In Herne haben die Stadtwerke jetzt zwei zuvor unabhängig betriebene Netze miteinander verbunden.
v.l.: Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch; Dr. Kathrin Kalkühler, Technische Leiterin der Stadtwerke Herne; Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister Herne; Dr. Bernhard Hüpen, INEOS-Werksleiter ; Dirk-Werner Kniese, Projektleiter bei INEOS Solvents
(Bildquelle: Stadtwerke Herne)
In Herne haben die Stadtwerke zwei zuvor unabhängig betriebene Netze miteinander verbunden, um Abwärme aus dem Produktionsprozess des Chemiekonzerns Ineos Solvents noch effizienter zu nutzen. Wie der regionale Energieversorger mitteilt, sorgt die neue Lösung, die nun offiziell in Betrieb genommen wurde, nicht nur für eine stabilere Wärmeversorgung, sondern trägt auch zur Reduktion von CO₂-Emissionen bei.
Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) würdigte das Projekt als wegweisend für die klimafreundliche Stadtentwicklung. „Die Partnerschaft von Ineos und den Stadtwerken macht aus Abwärme Fernwärme für unsere Innenstadt. CO₂-arm, sicher und zukunftsgerichtet. Gut für Bürger, gut fürs Klima“, betonte er. Auch Ineos-Werksleiter Bernhard Hüpen unterstrich die Bedeutung der verbesserten Abwärmenutzung: „Als Teil dieser Stadt ist Ineos stolz, durch die verbesserte Nutzung unserer Abwärme einen Beitrag zur umweltfreundlichen Entwicklung Hernes leisten zu können.“
Das rund 5,1 Kilometer lange Fernwärmenetz von Ineos lieferte bereits zuvor Prozesswärme an die Stadtwerke. Trotz der Versorgung von über 1.000 Haushalten blieb jedoch ungenutzte Abwärme bestehen, während bei Produktionsunterbrechungen auf eine aufwendige Erzeugung durch Dampf umgestellt werden musste. Um dies künftig zu vermeiden, wurde das Ineos-Netz nun mit einem weiteren Fernwärmenetz verbunden, das von Uniper Wärme gespeist wird.
Die technische Umsetzung stellte laut Stadtwerk eine besondere Herausforderung dar, da die beiden Netze hinsichtlich Temperatur, Druck und Wärmeübertragung nicht kompatibel waren. Die Lösung fand sich in der Errichtung einer neuen, etwa 500 Meter langen Verbindungsleitung im Bereich Neustraße/Mittelstraße/Brunnenstraße. Zudem wurde die Innenstadtleitung bis zur Heizzentrale auf dem Ineos-Gelände verlängert und mit zwei leistungsstarken Wärmetauschern von je acht Megawatt (MW) Leistung ausgestattet.
„Unsere Lösung klingt paradox: Wir trennen die Netze, um sie zu verbinden“, erklärte Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch. Die Wärmetauscher ermöglichen es, die Wärme aus dem einen Netz effizient in das andere zu übertragen, ohne die Systeme direkt zu koppeln. Dadurch bleibt die Stabilität der bestehenden Netze erhalten, während gleichzeitig die Abwärmenutzung optimiert wird.
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