RheinEnergieRepowering des Windparks Coppanz abgeschlossen

Repowering des Windparks Coppanz erfolgreich abgeschlossen.
v.l.: Michael Doss, Projektleiter Denker & Wulf; Prof. Dr. Dieter Sell, Geschäftsführer Landesenergieagentur Thüringen; Sandra Hillesheim, stv. Bürgermeisterin Bucha; Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie
(Bildquelle: Ingo Heine)
Repowering des Windparks Coppanz erfolgreich abgeschlossen.
v.l.: Michael Doss, Projektleiter Denker & Wulf; Prof. Dr. Dieter Sell, Geschäftsführer Landesenergieagentur Thüringen; Sandra Hillesheim, stv. Bürgermeisterin Bucha; Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie
(Bildquelle: Ingo Heine)
Die Unternehmen RheinEnergie und Denker & Wulf haben jetzt das Repowering-Projekt am Windpark Coppanz in der Gemeinde Bucha bei Jena abgeschlossen. Wie der Energieversorger mitteilt, sind aus ehemals acht älteren Windenergieanlagen durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen drei neue Turbinen hervorgegangen, deren technische Leistungsfähigkeit zu einer Verdreifachung des jährlichen Stromertrags geführt hat. Statt bisher zwölf Millionen Kilowattstunden erzeugt der Windpark nun 39 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Damit leiste die Anlage einen substanziellen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung von rund 11.500 Haushalten.
Zentrales Instrument dieser Ertragssteigerung war das so genannte Repowering – der Austausch bestehender Windkraftanlagen durch effizientere Neuentwicklungen. In Coppanz bedeutet dies konkret: weniger Anlagen auf gleicher Fläche, aber deutlich höhere Leistung. Die neuen Turbinen vom Typ Nordex N149 und N163 verfügen über eine Nennleistung von jeweils 5,7 Megawatt. Mit Nabenhöhen von 164 Metern und Rotordurchmessern von 149 und 163 Metern erreichen sie Gesamthöhen von bis zu 245,5 Metern. Die Rotorblätter bestehen aus glasfaser- und kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Trotz ihrer Größe wirken die neuen Anlagen laut Unternehmensangaben dank reduzierter Umdrehungsgeschwindigkeit – rund zwölf statt wie früher 19 Umdrehungen pro Minute – ruhiger und fügen sich harmonischer ins Landschaftsbild ein.
Das Projekt wurde in einer Kooperation von RheinEnergie und Denker & Wulf umgesetzt. Letztere verantwortet sowohl die technische als auch kaufmännische Betriebsführung der drei neuen Anlagen, von denen zwei im Besitz der RheinEnergie bleiben. Eine der Turbinen wird direkt von DenkerWulf betrieben. Zwei ältere Anlagen des ursprünglichen Parks verbleiben weiterhin in Betrieb.
Der Windpark existiert bereits seit dem Jahr 2002. Nachdem die EEG-Förderung zum Jahresbeginn 2023 ausgelaufen war, fiel die Entscheidung zum Repowering noch vor deren Ende. Die Bauarbeiten begannen im September 2023 und wurden im Juli 2024 abgeschlossen.
Laut Stephan Segbers, Vertriebsvorstand bei RheinEnergie, zeigt das Projekt exemplarisch, wie durch technische Modernisierung bestehender Infrastruktur Effizienzgewinne erzielt und Umweltressourcen geschont werden können. Auch Torsten Levsen, Vorstandsvorsitzender von Denker & Wulf, hebt die erfolgreiche Umsetzung und die Perspektive einer weiteren dreißigjährigen Nutzung des Standorts hervor. Die Gemeinde Bucha, so Sandra Hillesheim, Erste Beigeordnete, begrüßt das Vorhaben als gelungenes Beispiel für kommunale Klimaschutzpartnerschaften.
Neben der Leistungssteigerung bringt das Projekt eine messbare Reduktion der CO₂-Emissionen mit sich. Die Modernisierung des Windparks Coppanz steht damit exemplarisch für den Beitrag dezentraler Infrastruktur zur Erreichung nationaler und lokaler Klimaziele – ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.
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