VerbundWasserkraftwerksgruppe erneuert

Inbetriebsetzung der modernisierten Wasserkraftwerksgruppe Malta-Reißeck.
v.l.: Karl Heinz Gruber, VERBUND Wasserkraft; VERBUND CEO Michael Strugl; Landeshauptmann Peter Kaiser; Landesrätin Sara Schaar; LH-Stv. Martin Gruber; VERBUND COO Achim Kaspar; Michael Amerer
(Bildquelle: VERBUND Wasserkraft)
Die Wasserkraftwerksgruppe Malta-Reißeck in Kärnten wurde in den vergangenen fünf Jahren umfassend modernisiert und erweitert. Wie der österreichische Stromversorger Verbund mitteilt, ist sie mit einer Turbinenleistung von nunmehr 1.545 Megawatt und einer Pumpleistung von 1.095 Megawatt eute die leistungsstärkste Wasserkraftwerksgruppe Österreichs. Das Unternehmen investierte über 200 Millionen Euro in die Erneuerung und den Ausbau der Anlagen. Das Projekt wurde nun im Beisein der Landesregierung feierlich abgeschlossen.
Im Mittelpunkt der Arbeiten standen die Modernisierung der Kraftwerke Malta Haupt- und Oberstufe sowie der Neubau des Pumpspeicherkraftwerks Reißeck II+ und des Pumpwerks Kolbnitz. Die Maßnahmen haben die bestehende Infrastruktur laut Verbund nicht nur leistungsfähiger, sondern auch flexibler gemacht: Die Pumpenleistung wurde um 260 Megawatt, die Turbinenleistung um 85 Megawatt erhöht. Ein Großteil der eingesetzten Technik stammt aus Österreich, darunter auch drehzahlgeregelte Maschinensätze, die Verbund zufolge weltweit als die flexibelsten ihrer Art gelten.
Für Verbund-CEO Michael Strugl ist die Kraftwerksgruppe Malta-Reißeck ein Schlüsselelement der Energiewende: Die Wasserkraft ermögliche es, wetterabhängige Energiequellen wie Wind und Sonne auszugleichen – und stelle damit eine zentrale Voraussetzung für ein klimaneutrales Stromsystem dar. „Die Pumpspeicher sind somit grüne Batterien“, so Strugl.
Laut Verbund flossen 90 Prozent der Projektkosten an österreichische Unternehmen, gut ein Viertel direkt nach Kärnten.
Die erneuerten Anlagen leisten heute nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität, sondern sind auch ein zentraler Baustein für Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung in Kärnten, berichtet Verbund. So wurden durch die Erweiterung auch Anschlussinvestitionen ausgelöst – bei dem Unternehmen selbst laufen aktuell 14 Projekte mit einem Volumen von über 1,4 Milliarden Euro, vor allem im Bereich Wasserkraft.
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