Samstag, 9. Mai 2026

metergridNeuer Tarif für Mieterstromprojekte

[13.06.2025] Ab dem 1. Juli 2025 bietet metergrid gemeinsam mit Rabot Energy einen vollständig integrierten Ökostromtarif für Mieterstromprojekte an. Ziel ist es, die Stromversorgung in Mehrparteienhäusern zu vereinfachen. Bereits über 1.500 Projekte sollen von dem Angebot profitieren.

Der neue Mieterstromtarif von metergrid ist ein strategischer Schritt für die Energiewende in Städten.

(Bildquelle: 123rf.com)

Die Unternehmen metergrid und Rabot Energy bringen ein neues Stromangebot auf den Markt. Ab Juli sollen Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern damit einfacher mit nachhaltigem Strom versorgt werden. Das Angebot richtet sich an Projekte, bei denen Solarstrom auf dem Dach erzeugt wird – kombiniert mit zertifiziertem Ökostrom aus dem Netz.

Wie metergrid mitteilte, sei die Umstellung auf einen passenden Stromtarif bisher mit hohem Aufwand verbunden gewesen. Vertragsabschlüsse, Netzbetreiber-Absprachen und die Kündigung alter Verträge hätten viele Projekte ausgebremst. Diese Hürden sollen künftig entfallen. Der neue Tarif lasse sich laut Unternehmen automatisiert abschließen – auch schon vor dem Bau der technischen Infrastruktur. „Mit unserem neuen Stromangebot gehen wir genau auf drei Hebel ein: ein günstiger Ökostromtarif, der wirtschaftlich überzeugt; vollständig automatisierte Wechselprozesse, die Zeit und Nerven sparen; und flexible Tarifoptionen, mit denen sich jedes Risiko steuern lässt“, sagte Johannes Mewes, Mitgründer von metergrid.

Aktuell betreut metergrid nach eigenen Angaben über 1.500 Projekte mit rund 37.500 Bewohnerinnen und Bewohnern. Diese sollen künftig schrittweise über die Plattform mit dem neuen Tarif versorgt werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich durch das Modell jährlich rund 13.500 Tonnen Kohlendioxid einsparen lassen – etwa 5.500 Tonnen durch den lokal erzeugten Solarstrom, weitere 8.000 Tonnen durch den Ökostrom von Rabot Energy.

Auch wirtschaftlich soll sich das neue Angebot lohnen. Mieterinnen und Mieter zahlten im Schnitt 15 Prozent weniger für Strom, Vermieter hätten eine durchschnittliche Rendite von 10 Prozent, so metergrid. Laut Jan Rabe, Geschäftsführer von Rabot Energy, bringe die gemeinsame Lösung „die Vorteile des dynamischen Strommarkts direkt zu den Menschen in den Städten“.

Der neue Tarif soll ein strategischer Schritt für die Energiewende in Städten sein. Mit rund 3,2 Millionen Mehrparteienhäusern in Deutschland sei der Markt groß, teilte metergrid mit. Das Unternehmen will sein Projektvolumen nach eigenen Angaben in diesem Jahr um mehr als 300 Prozent steigern.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Photovoltaik | Solarthermie

München: Mieterstromprojekt in Betrieb genommen

[06.05.2026] Münchner Wohnen und Stadtwerke München haben in Neuhausen das bislang größte Mieterstrom-Photovoltaikprojekt der Landeshauptstadt in Betrieb genommen. Die Anlage versorgt rund 1.000 Haushalte mit lokal erzeugtem Solarstrom und zeigt, wie städtische Wohnungsbestände schneller zur Energiewende beitragen können. mehr...

BSW-Solar: Zubau lässt nach

[06.05.2026] Der Photovoltaik-Ausbau in Deutschland ist schwach ins Jahr 2026 gestartet. Vor allem bei Dachanlagen für Privathaushalte und Unternehmen brechen die Neuinstallationen ein – ausgerechnet vor einer möglichen weiteren Kürzung der Förderbedingungen. mehr...

Greenovative: Satzungsbeschlüsse für vier Solarparkprojekte erhalten

[06.05.2026] Greenovative hat für vier neue Solarparkprojekte in Bayern die Satzungsbeschlüsse der Gemeinden erhalten. Damit rücken Anlagen mit zusammen mehr als 41 Megawatt peak Leistung in die konkrete Bauplanung vor und erweitern das genehmigungsreife Projektportfolio des Nürnberger Entwicklers. mehr...

Kaiserslautern: Photovoltaikanlagen erhalten Batteriespeicher

[04.05.2026] Kaiserslautern rüstet mehrere städtische Gebäude mit Batteriespeichern für bestehende Photovoltaikanlagen aus. Die zusätzlichen Speicher sollen den Eigenverbrauch deutlich steigern, Energiekosten senken und sind Teil eines größeren kommunalen Klimaschutzprogramms. mehr...

Stadtwerke Schwäbisch Hall: Bislang größte PV-Anlage in Betrieb genommen

[27.04.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall haben ihre bislang größte Photovoltaikanlage mit 10,8 Megawatt peak in Betrieb genommen. Die Anlage versorgt rechnerisch über 3.000 Haushalte und eröffnet Bürgern zugleich neue Beteiligungsmöglichkeiten an der regionalen Energiewende. mehr...

Lübeck: Neuer Solarthermiepark vorgestellt

[22.04.2026] Der neue Solarthermiepark im Lübecker Stadtteil Moisling speist CO₂-neutrale Wärme in das Fernwärmenetz ein. Die Anlage deckt bereits einen zweistelligen Anteil des lokalen Bedarfs und gilt als zentraler Baustein der kommunalen Wärmewende. mehr...

Stuttgart: Weitere PV-Anlagen auf Schuldächern

[21.04.2026] Neue Photovoltaikanlagen auf zwei Stuttgarter Schulgebäuden steigern die lokale Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Die Projekte liefern jährlich rund 140.000 Kilowattstunden und senken den CO₂-Ausstoß deutlich. mehr...

Mecklenburg-Vorpommern: Flächenkontingent für Solarparks erhöht

[20.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern weitet die Möglichkeiten für Freiflächen-Photovoltaikanlagen aus. Das bisherige Kontingent wird nach Angaben des Landes über Zielabweichungsverfahren auf insgesamt 10.000 Hektar erhöht. mehr...

Zwei Personen stehen auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in Hamburg zwischen mehreren Solarmodulen und sprechen miteinander. Im Hintergrund sind weitere Wohnhäuser zu sehen, deren Dächer ebenfalls mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sind. Das Bild zeigt ein Mieterstromprojekt mit gemeinschaftlicher Solarstromnutzung in einem Wohnquartier.

Green Planet Energy: Mieterstrom ohne Vergütung unwirtschaftlich

[14.04.2026] Der geplante Wegfall der Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen könnte Mieterstromprojekte deutlich bremsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag von Green Planet Energy. mehr...

Solarcarports: Tragwerk macht den Unterschied

[07.04.2026] Solarcarports scheitern in Deutschland häufig an der Tragwerksplanung statt an der Photovoltaiktechnik. Mit wachsendem Flächendruck und politischen Vorgaben rückt damit die ingenieurtechnische Qualität als entscheidender Erfolgsfaktor in den Fokus. mehr...

Aachen: Dynamischer Photovoltaik-Ausbau

[01.04.2026] Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Aachener Dächern hat sich seit 2020 nahezu verfünffacht. Die Stadt übertrifft damit ihre Klimaziele deutlich und will mit neuer Förderung vor allem Mehrfamilienhäuser und Unternehmen stärker einbinden. mehr...

Kreis Kassel: Mobiler PV-Fahrradanhänger unterwegs

[26.03.2026] Ein mobiler Photovoltaik-Fahrradanhänger bringt Solarstrom flexibel an Schulen und Veranstaltungen im Landkreis Kassel. Die Anlage verbindet Energieerzeugung, Netzeinspeisung und Bildungsarbeit und soll nun im Unterricht praktische Einblicke in die Energiewende liefern. mehr...

Herrsching am Ammersee: Gymnasium nutzt PVT-Module

[26.03.2026] Ein Gymnasium in Herrsching am Ammersee nutzt erstmals PVT-Module in Kombination mit Geothermie für seine Energieversorgung. Das hybride System reduziert den Bedarf an Erdsonden deutlich und zeigt, wie sich Flächen- und Genehmigungsgrenzen in Neubauten überwinden lassen. mehr...

Stadtwerke Münster: Bürgerbeteiligung innerhalb eines Tages gezeichnet

[12.03.2026] Die Bürgerbeteiligung für den Agri-Solarpark Amelsbüren der Stadtwerke Münster war innerhalb eines Tages vollständig gezeichnet. Das Tempo zeigt die hohe Unterstützung für regionale Energiewende-Projekte in Münster und verweist auf ein Solarprojekt, das Stromproduktion und Landwirtschaft kombiniert. mehr...

Trianel: Verkauf von Solarpark

[10.03.2026] Das Unternehmen Trianel Energieprojekte hat einen 70,4-MWp-Solarpark in Brandenburg an einen Infrastrukturfonds von Nuveen verkauft. Der Deal zeigt, wie kommunale Projektentwickler große Photovoltaikprojekte für institutionelle Investoren strukturieren und vermarkten. mehr...