Mittwoch, 21. Oktober 2026

WSWFür Stadtwerke Award nominiert

[26.08.2025] Die Wuppertaler Stadtwerke sind mit ihrem Konzept „WSW Tal.Quartier“ für den Stadtwerke Award 2025 nominiert. Ihre Quartierslösungen verbinden Photovoltaik, Wärmeversorgung und Elektromobilität in gemeinschaftlichen Wohnprojekten.

In Wuppertal-Sonnborn versorgen die WSW Mietwohnungen mit Solarstrom.

(Bildquelle: Kintopp/WSW)

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) stehen mit ihrem Konzept „WSW Tal.Quartier“ auf der Shortlist für den Stadtwerke Award 2025. Wie der regionale Energieversorger mitteilt, würdigen die Ausrichter mit der Nominierung die Anstrengungen, die Energiewende über klassische Einfamilienhaus-Lösungen hinaus auf urbane Quartiere und Mehrfamilienhäuser auszudehnen. Am 1. Oktober wird der Preis im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongresses in Mainz verliehen.

Kern der WSW-Strategie sind Quartierslösungen, die Photovoltaik, Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und moderne Wärmeversorgung miteinander kombinieren. Der Ansatz richtet sich vor allem an Mieter- und Eigentümergemeinschaften, die bislang oft von dezentralen Energielösungen ausgeschlossen waren. In dicht bebauten Stadtteilen ergeben sich komplexe Anforderungen, die technische, planerische und kommunikative Lösungen erfordern.

Im genossenschaftlichen Neubauprojekt Alte Dorfstraße in Wuppertal-Sonnborn werden 70 Wohnungen mit Mieterstrom versorgt. Eine von den WSW betriebene Photovoltaikanlage mit 150 Kilowatt Leistung und 331 Modulen erzeugt jährlich rund 120.000 Kilowattstunden Strom, ergänzt durch zwei Batteriespeicher mit je 67 Kilowattstunden Kapazität. Damit kann rund die Hälfte des Strombedarfs vor Ort gedeckt werden. Das Gebäude ist nach KfW-40plus-Standard errichtet, nutzt Solarthermie, Wärmerückgewinnung und hochwirksame Dämmung – eine separate Heizungsanlage wird nicht mehr benötigt. Über eine App erhalten die Bewohner Einblick in ihren Verbrauch und profitieren von günstigen Strompreisen.

Auch die Elektromobilität spielt in den Quartiersprojekten eine Rolle. Im Borner Quartier in Wuppertal-Cronenberg installierten die WSW eine Lade-Infrastruktur für 18 Parteien in einer gemeinsamen Tiefgarage. Dafür wurde die Netzanschlussleistung um 77 Kilowatt erweitert. Jeder Stellplatz verfügt über eine Elf-Kilowatt-Wallbox, die durch ein dynamisches Lastmanagementsystem gesteuert wird. Abgerechnet wird der Strom über den flexiblen Tarif WSW Tal.Markt Flex, der automatisiertes Laden zu den günstigsten Zeiten ermöglicht. Verbrauchsdaten werden den Mietern über ein Dashboard angezeigt und für die Hausverwaltung anonymisiert aufbereitet.

Mit Projekten wie diesen wollen die WSW zeigen, dass auch Mieterinnen und Mieter an den Chancen der Energiewende teilhaben können. Digitale Innovationen und flexible Geschäftsmodelle sollen dabei helfen, die Transformation der Energieversorgung in die Breite zu tragen. Die Nominierung für den Stadtwerke Award unterstreicht die Bedeutung solcher Quartierslösungen für die künftige Energie- und Wärmeversorgung.





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