Montag, 12. Januar 2026

M3EAnalyse-Tool für Aufbau von Lade-Infrastruktur

[28.08.2025] Das Berliner Beratungsunternehmen M3E hat ein digitales Analyse-Tool entwickelt, das Kommunen und Unternehmen beim Aufbau von Lade-Infrastruktur unterstützt. Der „Bedarfscheck Ladeinfrastruktur“ bündelt Informationen, automatisiert Abfragen und schafft so eine solide Basis für Investitionsentscheidungen.

Das Analyse-Tool soll Fuhrparkleitern, Standortverantwortlichen oder Projektentwicklern dabei helfen, Ladebedarfe systematisch zu erfassen und Investitionsentscheidungen vorzubereiten.

(Bildquelle: M3E)

Wie das Berliner Beratungsunternehmen M3E mitteilt, behindern bislang langwierige Abstimmungsprozesse den zügigen Ausbau von Lade-Infrastruktur in Gewerbegebieten, an Unternehmensstandorten und in Quartieren. Um den Aufwand zu verringern, hat das Unternehmen den Bedarfscheck Ladeinfrastruktur entwickelt – ein kostenlos nutzbares Analyse-Tool, das die Kommunikation mit allen relevanten Akteuren vereinfacht und zentrale Informationen in einem Dashboard zusammenführt.

Das digitale Instrument verschickt automatisch E-Mails mit vorgefertigten, anpassbaren Fragebögen, die standortbezogene Daten strukturiert abfragen. Die Rückläufe werden gesammelt, zentral ausgewertet und in Echtzeit visualisiert. Neben der Bedarfsanalyse ermöglicht das Tool auch die Prüfung der Förderfähigkeit von Projekten und unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG). Eine automatisierte Konformitätsbewertung soll in einer kommenden Version integriert werden.

Nach Angaben von M3E ist der Nutzen besonders groß für Kommunen und Stadtwerke, die den Ladebedarf in Gewerbegebieten zuverlässig erheben und die Stabilität der Energienetze absichern müssen. Der Bedarfscheck erlaubt es, die Abfragen datenschutzkonform durchzuführen und die Ergebnisse in einer zentralen Datenbasis zu konsolidieren. Zudem wird an einer Schnittstelle zum FlächenTOOL der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur gearbeitet, um künftig direkte Exporte zu ermöglichen.

Auch für Gewerbe, Immobilienunternehmen, Logistiker und Depotbetreiber stehen branchenspezifische Fragebögen bereit. Sie helfen Fuhrparkleitern, Standortverantwortlichen oder Projektentwicklern, Ladebedarfe systematisch zu erfassen und Investitionsentscheidungen vorzubereiten.

„Kommunen und Unternehmen haben uns signalisiert, dass die Datenerfassung ein unterschätztes Problem ist, für das es bislang keine zufriedenstellende Lösung gibt“, erklärt M3E-Geschäftsführer Christian Milan. Mit dem Bedarfscheck könne man „Ladebedarfe und -potenziale zentral erfassen und Projekte mit klarer Datenbasis vorantreiben – ohne Excel-Wirrwarr und zeitraubende E-Mail-Kommunikation“.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Elektromobilität

TU Darmstadt: Forschungsprojekt zu KI-gestütztem Energiemanagementsystem

[12.01.2026] Ein Forschungsprojekt an der TU Darmstadt entwickelt ein KI-gestütztes Energiemanagementsystem für elektrische Nutzfahrzeugflotten, das Ladeprozesse mit dem Strommarkt verzahnt. Ziel ist es, Netze zu stabilisieren, Kosten zu senken und erneuerbare Energien besser zu nutzen. mehr...

Gera: Zehn weitere E-Busse für ÖPNV

[09.01.2026] Gera erhält weitere zehn Elektrobusse für den öffentlichen Nahverkehr. Die Anschaffung wird mit 4,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert und schließt auch neue Lade-Infrastruktur ein. mehr...

Schweinfurt: 17 neue E-Busse in Betrieb

[19.12.2025] Mehr als die Hälfte der Stadtbusflotte in Schweinfurt fährt nun elektrisch. Die Stadtwerke haben 17 zusätzliche E-Busse in Betrieb genommen und damit einen weiteren Schritt zur Elektrifizierung des Nahverkehrs vollzogen. mehr...

bericht

Second-Life-Batterien: Innovation trifft Ressourceneffizienz

[15.12.2025] E-Auto-Batterien landen oft im Recycling, obwohl sie noch einen Großteil ihrer ursprünglichen Speicherkapazität besitzen. Im Projekt UniSTA zeigen Uniper und STABL Energy, wie sich solche Second-Life-Batterien als Alternative zu neuen Speichersystemen nutzen lassen. mehr...

Hamburger Energienetze: eRound bündelt drei digitale Lösungen

[05.12.2025] Die Hamburger Energienetze bündeln unter der Marke eRound drei digitale Lösungen für Lade-Infrastruktur, Verteilnetze und Smart-City-Anwendungen. Ziel ist eine effizientere Steuerung der Energiewende und ein transparenter Blick auf den Zustand kritischer Infrastruktur. mehr...

Ebero Fab: Aufnahme von Ladebordstein ins Sortiment

[19.11.2025] Ein neuer Ladebordstein soll das Laden von E-Autos im Straßenraum platzsparender und barriereärmer machen. Ebero Fab nimmt das von Rheinmetall entwickelte System in sein Sortiment auf. mehr...

Sachsen-Anhalt: E-Fahrzeuge im Einsatz

[17.11.2025] Sachsen-Anhalts Polizei setzt erstmals vollelektrische Streifenwagen im regulären Einsatzdienst ein. Nach Angaben des Ministeriums für Inneres und Sport wurden dafür 36 neue E-Fahrzeuge samt Lade-Infrastruktur an die Polizei übergeben. mehr...

enercity: Stuhr und Weyhe erhalten E-Ladesäulen

[14.11.2025] Die Gemeinden Stuhr und Weyhe treiben gemeinsam mit enercity den Ausbau der öffentlichen Lade-Infrastruktur voran. Insgesamt sollen 104 neue Ladepunkte entstehen, um die Elektromobilität in der Region weiter zu stärken. mehr...

Osnabrück: 19 neue E-Busse in Betrieb

[03.11.2025] Osnabrück baut seine Elektrobusflotte weiter aus: 19 neue eCitaro-Solobusse von Daimler Buses sind zum Fahrplanwechsel am 1. November in den Linienbetrieb gegangen. Damit erreicht die Stadt eine E-Bus-Quote von 94 Prozent und bleibt deutschlandweit Vorreiter im klimafreundlichen Nahverkehr. mehr...

DStGB: Stellungnahme zum Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

[29.10.2025] Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) begrüßt die Ziele des Masterplans Ladeinfrastruktur 2030 der Bundesregierung, sieht jedoch Nachbesserungsbedarf bei Zuständigkeiten, Fristen und der Unterstützung der Kommunen. mehr...

Köln: Schnellladesäulen für E-Reisebusse geplant

[17.10.2025] Ab 2026 sollen in Köln erstmals öffentliche Schnellladesäulen für elektrische Reisebusse entstehen. Die Stadt kooperiert dazu mit Daimler Buses und der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate in einem Pilotprojekt für nachhaltigen Tourismusverkehr. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Schnellladepark mit Batteriespeicher eröffnet

[15.10.2025] Am Bahnhof Zuffenhausen ist ein neuartiger Schnellladehub der Stadtwerke Stuttgart in Betrieb gegangen. Dank Batteriespeicher und intelligentem Energiemanagement können Elektroautos dort erstmals im Niederspannungsnetz mit bis zu 300 Kilowatt laden – ohne Anschluss an die Mittelspannung. mehr...

Baden-Württemberg: Kompetenznetzwerk soll Bau von Lkw-Ladesäulen vorantreiben

[10.10.2025] Baden-Württemberg will den Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektro-Lkw beschleunigen. Ein neues Kompetenznetzwerk soll bis 2030 den Aufbau eines landesweiten Netzes von rund 2000 Ladesäulen koordinieren. mehr...

BMV: E-Lkw-Ladestation in Betrieb

[08.10.2025] An der Raststätte Lipperland Süd an der A2 ist die erste öffentliche Megawatt-Ladestation für elektrische Lkw in Betrieb gegangen. Das Bundesministerium für Verkehr will damit den Startschuss für das schnelle Laden von E-Lkw im Fernverkehr geben. mehr...

Stadtwerke Bayreuth: Elektro statt Wasserstoff

[02.10.2025] Die Stadtwerke Bayreuth beenden ihr geplantes Wasserstoffprojekt für den Stadtbusverkehr. Stattdessen setzen sie künftig auf batterieelektrische Busse, deren Reichweiten inzwischen deutlich gestiegen sind. mehr...