Freitag, 9. Oktober 2026

Stadtwerke Schwäbisch HallWechsel zu Wilken

[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen.

Für die Entscheidung der Stadtwerke Schwäbisch Hall, die Lösungsplattform GY der Wilken Software Group zu nutzen, war die auf Standardisierung, Automatisierung und Skalierbarkeit ausgelegte Systemarchitektur ausschlaggebend.

(Bildquelle: Stephan Baraniecki)

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall stellen die Abrechnung ihrer Dienstleistungskunden auf eine neue technologische Basis und lösen ihre langjährig genutzte Eigenentwicklung SHERPA.klassik durch die cloud-native Lösungsplattform GY der Wilken Software Group ab. Wie die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Wilken mitteilen, wurde der entsprechende Vertrag Anfang Februar geschlossen und bildet den Auftakt einer strategischen Partnerschaft im Rahmen der sogenannten Wilken Kollaborationsoffensive.

Mit der Systemumstellung reagieren die Stadtwerke nach eigenen Angaben auf den zunehmenden Wandel der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das bisherige Abrechnungssystem sei über viele Jahre hinweg gewachsen und habe den Aufbau des Dienstleistungsgeschäfts maßgeblich unterstützt, stoße jedoch angesichts steigender fachlicher, technischer und regulatorischer Anforderungen an strukturelle Grenzen. Matthias Knödler, Bereichsleiter Energiewirtschaft bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall, verweist darauf, dass insbesondere Kapazitäts- und Entwicklungslimits der Eigenlösung den Ausschlag für die Suche nach einem externen Partner gegeben hätten.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von GY war den Beteiligten zufolge die konsequent auf Standardisierung, Automatisierung und Skalierbarkeit ausgelegte Architektur der Plattform. Ziel ist es, manuelle Eingriffe in Abrechnungs- und Prozessabläufe deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Prozessqualität zu erhöhen. Zudem deckt GY nach Angaben von Wilken zahlreiche Funktionen bereits im Standard ab, die zuvor nur mit erheblichem Entwicklungsaufwand realisiert werden konnten. Neue fachliche oder regulatorische Vorgaben sollen sich dadurch schneller umsetzen lassen als mit der bisherigen Eigenentwicklung.

Ein weiterer Faktor ist das Partner-Ökosystem rund um die Plattform. Ergänzende Services und Erweiterungen entlang der energiewirtschaftlichen Prozesskette stehen standardisiert zur Verfügung und lassen sich mit vergleichsweise geringem Integrationsaufwand anbinden. Die Stadtwerke versprechen sich davon eine höhere Zukunftssicherheit sowie besser planbare Kostenstrukturen.

Aus Sicht der Stadtwerke schafft der Plattformwechsel die Voraussetzung, sich stärker auf die operative Abwicklung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen zu konzentrieren. Knödler zufolge ermöglicht GY eine verlässliche und wirtschaftliche Umsetzung künftiger Anforderungen, ohne dass umfangreiche Eigenentwicklungen notwendig werden. Wilken sieht das Projekt zugleich als Referenz für Stadtwerke und Energieversorger mit Dienstleistungsmodellen. Tobias Mann, Chief Customer Officer der Wilken Software Group, betont, das Vorhaben zeige, wie sich hoher Funktionsumfang, Standardisierung und langfristige Investitionssicherheit in einer Branchenlösung verbinden lassen. Beide Partner kündigen an, die Zusammenarbeit perspektivisch auch auf weitere Geschäftsbereiche auszuweiten.





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