Donnerstag, 5. März 2026

OsnabrückStadtwerk tritt Open-Access-Netz von Glasfaser Nordwest bei

[05.03.2026] Die Stadtwerke Osnabrück vermarkten künftig eigene Glasfaserprodukte über das Open-Access-Netz von Glasfaser Nordwest. Rund 90.000 Haushalte und Unternehmen in Osnabrück und Wallenhorst erhalten damit perspektivisch mehr Anbieterwahl auf einer gemeinsamen Infrastruktur.

Unterzeichnung der Vermarktungskooperation zwischen den Stadtwerken Osnabrück und Glasfaser Nordwest.

v.l.: Martin Saßen, Leiter Markt und Produkte Glasfaser Nordwest; Andreas Mayer, Geschäftsführer Glasfaser Nordwest; Daniel Waschow, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Osnabrück; Jan-Hendrik Funke, Leiter Energie Stadtwerke Osnabrück

(Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück/Marco Hörmeyer)

Die Stadtwerke Osnabrück steigen in den Telekommunikationsmarkt ein und nutzen dafür das Open-Access-Netz von Glasfaser Nordwest. Wie das Unternehmen mitteilt, haben beide Partner eine entsprechende Vermarktungskooperation unterzeichnet. Ab sofort bieten die Stadtwerke eigene Glasfaserprodukte auf der Infrastruktur des Oldenburger Netzbetreibers an, die ersten Kundenschaltungen sind ab Juni geplant.

Mit dem Schritt erweitern die Stadtwerke ihr Portfolio gezielt um Fibre-to-the-Home(FTTH)-Anschlüsse. Auf dem Netz der Glasfaser Nordwest können sie Endkundenprodukte eigenständig vermarkten, während Ausbauentscheidung, Baukoordination und Netzbetrieb beim Infrastrukturanbieter liegen. Das Open-Access-Modell sieht vor, die passive Infrastruktur diskriminierungsfrei mehreren Telekommunikationsanbietern bereitzustellen.

Erhebliches Potenzial in der Region

Das Vermarktungspotenzial in der Region ist laut Glasfaser Nordwest erheblich. Nach Unternehmensangaben können knapp 90.000 Haushalte und Unternehmen an rund 35.000 Adressen in 38 Ausbaugebieten in Osnabrück und Wallenhorst vom erweiterten Anbieterangebot profitieren. Für Endkunden bedeutet das mehr Wettbewerb und zusätzliche Tarifoptionen auf derselben Glasfaserinfrastruktur.

Felix Frers, Key Account Manager bei Glasfaser Nordwest, betont die konstruktive Vorbereitung des Markteintritts: „Durch den offenen Austausch konnten wir gemeinsam Wege gestalten, die den Markteintritt der Stadtwerke Osnabrück optimal vorbereiten und die Umsetzung der Kooperation reibungslos gestalten.“ Martin Saßen, Leiter Markt und Produkte bei Glasfaser Nordwest, verweist auf die strategische Bedeutung des offenen Netzes: „Das ist gelebter Open Access, der echten Mehrwert schafft: Wahlfreiheit bei den Anbietern, mehr Wettbewerb und eine schnellere, effizientere Versorgung der Region.“

Auch Andreas Mayer, Geschäftsführer von Glasfaser Nordwest, sieht in der Kooperation ein Signal für den Markt. Mit der offenen Glasfaserinfrastruktur entstünden faire Rahmenbedingungen für Anbieter, sodass echte Anbietervielfalt wachse.

Schneller Einstieg in den Telekommunikationsmarkt

Daniel Waschow, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück, ordnet den Schritt in die Gesamtstrategie des kommunalen Versorgers ein: „Die Kooperation mit Glasfaser Nordwest ermöglicht uns einen schnellen und zukunftssicheren Einstieg in den Telekommunikationsmarkt.“ Neben leistungsstarken Glasfaseranschlüssen wollen die Stadtwerke persönliche Betreuung vor Ort und Kombinationsangebote aus Energie- und Telekommunikationsleistungen anbieten.

Glasfaser Nordwest wurde 2020 als Joint Venture von Telekom Deutschland und EWE gegründet und treibt den eigenwirtschaftlichen FTTH-Ausbau in großen Teilen Nordwestdeutschlands voran. Die Infrastruktur steht neben den Gründungspartnern auch weiteren Vermarktungspartnern offen. Mit dem Einstieg eines weiteren Stadtwerks unterstreicht das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge die Funktionsfähigkeit seines Open-Access-Ansatzes für regionale Anbieter ohne langjährige Telekommunikationserfahrung.





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