Montag, 13. Juli 2026

Bayerischer EnergiepreisWasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten

[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb.

Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat jetzt den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten.

v.l.: Niklas Zigelli, Thüga; Dr. Urs Wehmhörner, ESB; Dr. Stephan Nagl, Dr. Constantin H. Alsheimer; Dr. Matthias Cord; Béatrice Angleys, alle Thüga; Michael Schneider, ENB; Dr. Christoph Ullmer, Thüga

(Bildquelle: Thüga)

Das Wasserstoffprojekt H2Direkt ist mit dem Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ ausgezeichnet worden. Wie Energie Südbayern mitteilt, würdigt der Preis das Gemeinschaftsprojekt von Thüga, Energie Südbayern und Energienetze Bayern, das erstmals den sicheren Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff nachgewiesen hat.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) überreichte die Auszeichnung am 8. Juli in München. H2Direkt war 2023 als Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Leitprojekts TransHyDE gestartet. Im oberbayerischen Hohenwart stellten die Projektpartner ein bestehendes Erdgasnetz vollständig auf Wasserstoff um (wir berichteten). Seitdem versorgt das Netz zehn Haushalte und einen Gewerbekunden zuverlässig mit dem Energieträger.

Nach Angaben von Energie Südbayern liefern die Ergebnisse wichtige Erkenntnisse für die Umstellung bestehender Gasverteilnetze auf Wasserstoff. Sie zeigen zugleich, wie sich vorhandene Infrastrukturen für die Transformation der Energieversorgung nutzen lassen.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung des Bayerischen Energiepreises für unser gemeinsames Wasserstoffprojekt in Hohenwart mit Energie Südbayern und Energienetze Bayern. Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, dass Wasserstoff im Wärmemarkt funktioniert. Seit mehr als zwei Jahren werden die angeschlossenen Wohnhäuser und Gewerbebetriebe zuverlässig mit Wasserstoff versorgt. Damit ist der Schritt vom Versuch in die Realität gelungen – und es steht eine weitere praxiserprobte Option für die Dekarbonisierung des Wärmemarkts zur Verfügung. Mein besonderer Dank gilt allen Projektbeteiligten sowie der Politik für die Unterstützung und Förderung dieses zukunftsweisenden Vorhabens“, sagt Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender von Thüga.

Mit dem Ende der Forschungsphase geht das Vorhaben in den Regelbetrieb über. Unter dem Namen H2Dahoam führen Energie Südbayern und Energienetze Bayern das Projekt weiter. Zum Einsatz kommen CE-zertifizierte Wasserstoffthermen von Vaillant (wir berichteten). Zudem wurden nach Unternehmensangaben die ersten Wasserstoff-Lieferverträge für Privatkunden in Deutschland abgeschlossen.

Ab 2027 soll der in Hohenwart benötigte Wasserstoff direkt vor Ort erzeugt werden. Geplant sind ein Elektrolyseur, ein Wasserstoffspeicher sowie eine Photovoltaik-Freiflächenanlage. Ziel ist der Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff.





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