Dienstag, 22. September 2026

HanauWechsel von Kohle auf Gas

[22.09.2026] Das neue Gemeinschaftskraftwerk der Stadtwerke Hanau und Mainova ist in den Dauerbetrieb gegangen. Drei wasserstofffähige Gasmotoren erzeugen Fernwärme für knapp 20.000 Haushalte und speisen gleichzeitig Strom in das lokale Netz ein.

Ortstermin am Gemeinschaftskraftwerk Hanau.

Stadtwerke-Hanau-Geschäftsführerin Martina Butz; Mainova-Vorstand Martin Giehl; Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky; Mainova-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Maxelon.

(Bildquelle: Mainova AG)

Das Gemeinschaftskraftwerk Hanau (GKH) der Stadtwerke Hanau und Mainova auf dem Gelände der ehemaligen Großauheim-Kaserne produziert inzwischen rund um die Uhr Strom und Wärme. Kurz vor Beginn der Heizsaison besichtigten Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Stadtwerke-Hanau-Geschäftsführerin Martina Butz sowie die Mainova-Vorstände Michael Maxelon und Martin Giehl die Anlage.

Wasserstofffähige Gasmotoren

Wie beide Unternehmen mitteilen, erzeugen drei wasserstofffähige Gasmotoren per Kraft-Wärme-Kopplung Fernwärme für knapp 20.000 Haushalte in Hanau und Großkrotzenburg. Der gleichzeitig produzierte Strom wird in das lokale Netz eingespeist. Nach Angaben der Betreiber erreicht die Anlage einen Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent. Das Gemeinschaftskraftwerk hat die Wärmelieferung aus dem ehemaligen Kraftwerk Staudinger übernommen. Mit dem Wechsel von Kohle auf Gas verringern sich die CO2-Emissionen nach Angaben der Stadt Hanau um 40 Prozent beziehungsweise rund 45.000 Tonnen pro Jahr. Perspektivisch sollen die Gasmotoren mit Wasserstoff betrieben werden können.

Kohleausstieg bei der Wärmeversorgung

„So haben unsere Stadtwerke die Versorgung und auch die weitere Dekarbonisierung der Erzeugung in der Hand“, erklärt Oberbürgermeister Kaminsky. Mit der Inbetriebnahme des Gemeinschaftskraftwerks sei zugleich der politisch angestrebte Kohleausstieg bei der Wärmeversorgung von Hanau umgesetzt worden. Ergänzt wird die Anlage durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 240 Kilowatt. Die Module befinden sich auf dem Dach sowie an der Süd- und Westfassade des Kraftwerks und liefern Strom für den Eigenbedarf. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich zudem ein Photovoltaikpark mit zehn Megawatt Leistung und ein neues Umspannwerk der Stadtwerke-Tochter Hanau Netz.





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