WestnetzReaktion auf Kritik am Smart-Meter-Roll-out
Der Netzbetreiber Westnetz reagiert auf das Beschwerdeschreiben von vier Smart-Meter-Anbietern (wir berichteten). Wie ein Westnetz-Sprecher erklärt, können im Zuge der IT-Umstellung einzelne Prozesse der Marktkommunikation beeinträchtigt sein. Dazu zählen die Verarbeitung und Übermittlung von Stammdatenänderungen sowie nachgelagerte Prozesse im Zusammenhang mit intelligenten Messsystemen. Betroffene Fälle würden identifiziert und mit Priorität bearbeitet.
Nur ein Prozent der Kunden betroffen
Bezogen auf das Beschwerdeschreiben der vier Unternehmen Rabot Energy, Octopus Energy, Tibber und Ostrom sieht Westnetz bei rund einem Prozent der von diesen Unternehmen belieferten Kundinnen und Kunden offene Aufgaben aufseiten des Netzbetreibers. „Dennoch entspricht es selbstverständlich nicht unserem Anspruch, wenn aus diesen offenen Aufgaben heraus Verzögerungen oder zusätzlicher Aufwand für unsere Kundinnen und Kunden oder unsere Marktpartner entstehen. Dafür bitten wir um Entschuldigung“, sagt der Westnetz-Sprecher.
Um die ausstehenden Vorgänge schneller abzuschließen, habe Westnetz zusätzliche personelle Ressourcen eingesetzt, Abläufe angepasst und spezialisierte Teams für komplexe Fälle eingerichtet. Darüber hinaus seien eine Taskforce und ein zentraler Steuerungsstab geschaffen worden. Nach Unternehmensangaben zeigen die Maßnahmen Wirkung: Die Zahl der offenen Vorgänge gehe zurück und die Prozesse würden stabilisiert.
Westnetz über dem bundesweiten Durchschnitt
Zugleich verweist Westnetz auf sein bisheriges Roll-out-Tempo. Im Frühjahr 2026 habe die Ausstattungsquote im gesetzlichen Pflichtrollout bei rund 35 Prozent gelegen, unter Einbeziehung optionaler Einbauten bei 49 Prozent. Damit liege das Unternehmen über dem bundesweiten Durchschnitt. Insgesamt sei rund jeder fünfte Smart Meter in Deutschland im Netzgebiet von Westnetz installiert.
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