Ein 20-Megawattstunden-Batteriespeicher soll den Strom aus dem Bürgerwindpark Lübke-Koog im Kreis Nordfriesland künftig zwischenspeichern und bedarfsgerecht ins Stromnetz einspeisen. Wie das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur berichtet, unterstützt das Land den Bau der Anlage mit 1,6 Millionen Euro.
Der Speicher soll überschüssigen Strom aus den zwölf Windenergieanlagen des Parks aufnehmen und später abgeben. Entscheidend ist dabei die Situation im Stromnetz: Die Batterie soll Strom vor allem dann einspeisen, wenn die Nachfrage hoch ist und das Netz die zusätzliche Leistung aufnehmen kann. Dadurch lässt sich die Erzeugung zeitlich von der Einspeisung entkoppeln.
Die Speicherkapazität von 20 Megawattstunden (MWh) entspricht rechnerisch dem durchschnittlichen Tagesstrombedarf von rund 2.000 Haushalten. Die Anlage soll bis Ende 2027 errichtet werden. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.
Energiewende-Staatssekretär Joschka Knuth (Bündnis 90/Die Grünen) übergab den Förderbescheid und verwies auf die Bedeutung von Windenergie und Speichern für die weitere Transformation des Energiesystems. „Schleswig-Holstein ist Vorreiter beim Ausbau der Windenergie. Eine große Rolle spielen dabei auch unsere Bürgerwindparks und zunehmend auch Batteriespeicher. Sie schaffen Wertschöpfung in den ländlichen Räumen, entlasten die Netze und schaffen Raum für noch mehr Erneuerbare Energien“, sagte Knuth.
Die Kombination von Erzeugungsanlage und Batteriespeicher, auch Co-Location genannt, kann dazu beitragen, Leistungsspitzen der Windenergie abzufangen. Überschüssiger Strom muss dann nicht unmittelbar ins Netz fließen. Stattdessen kann ihn der Speicher aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt abgeben. Das kann Netzengpässe verringern und die Abregelung von Windenergieanlagen reduzieren.
Der Bürgerwindpark Lübke-Koog gilt als erster Bürgerwindpark Deutschlands. Mit dem Batteriespeicher kommt dort nun eine weitere Technologie hinzu, die die vorhandene Windstromerzeugung besser an die Aufnahmefähigkeit des Stromnetzes und die Nachfrage anpassen soll.
... mehr...






