ERECAusbauziele der EU nicht gefährden
Ein europäischer Zusammenschluss von Akteuren der Erneuerbare-Energien-Branche befürchtet, dass aktuelle politische Entwicklungen den beschlossenen Ausbau regenerativer Energien in Europa gefährden. Wie der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) mitteilt, hat die Europäische Union ihre für 2010 gesetzten Zwischenziele zwar erreicht, die für 2020 vorgeschriebenen Anteile von erneuerbaren Energien könnten aber dennoch verfehlt werden. Dies sei das Ergebnis einer Analyse des Projekts „Keep on Track!“ kurz vor der Veröffentlichung einer Zusammenfassung der nationalen Fortschrittsberichte durch die EU-Kommission. „Die Europäische Union ist bislang auf einem guten Weg, das Ausbauziel für erneuerbare Energien im Jahr 2020 zu erreichen“, sagt Rainer Hinrichs-Rahlwes, Präsident von Projektkoordinator European Renewable Energy Council (EREC). „Wenn die EU nicht von ihrem Ausbaupfad abkommen möchte, dürfen die Regierungen der Mitgliedsstaaten jetzt nicht durch Kürzungen bei den Fördersystemen oder Moratorien für neue Projekte auf die Bremse treten.“ Die Fortschrittsberichte zum Ausbau der egenerativen Energien zeigen laut BEE, dass die EU ihre gemäß der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie gesetzten Zwischenziele für das Jahr 2012 bereits 2010 erreicht hat. Dies bestätigen die elf nationalen Verbände der erneuerbaren Energien, die an den Analysen mitgewirkt haben. „Aufgrund abrupter Änderungen von Rahmenbedingungen, wie sie in mehreren Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel Spanien oder Bulgarien durchgeführt wurden, oder durch ein Moratorium für Erneuerbare-Energien-Projekte wie etwa in Portugal könnte die Europäische Union entgegen früherer Annahmen ihr Gesamtziel im Erneuerbaren-Sektor für 2020 verfehlen“, sagt Lucie Tesnière, Referentin für Politik bei EREC. „Insbesondere der Ausbau erneuerbarer Wärmeerzeugung ist von den in diesem Bereich vorherrschenden Stop-and-Go-Maßnahmen beeinträchtigt. Dadurch wird das Vertrauen von Investoren deutlich gedämpft.“
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