Montag, 9. März 2026

CuxhavenBiovergärungsanlage macht Baufortschritte

[09.03.2026] Am Entsorgungszentrum Pennigbüttel entsteht eine Biovergärungsanlage, die Bioabfälle aus vier Kommunen zu Biogas und Kompost verarbeitet. Ein Jahr nach dem Spatenstich melden die Betreiber deutliche Baufortschritte und starten nach der Winterpause den nächsten Bauabschnitt.

Der Bau der Biovergärungsanlage bei Pennigbüttel macht Fortschritte.

(Bildquelle: Rebecca Eberth)

Auf dem Gelände des Entsorgungszentrums in Pennigbüttel wächst eine Anlage, die Bioabfälle aus der Region in Energie und Dünger verwandeln soll. Wie die Stadt Cuxhaven berichtet, treibt die Kommunale Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen (KENN) dort seit dem Spatenstich am 5. März 2025 den Bau einer Biovergärungsanlage voran.

Die KENN ist ein 2020 gegründetes Kooperationsprojekt der Landkreise Cuxhaven, Osterholz und Verden sowie der Stadt Cuxhaven (wir berichteten). Ziel ist es, Bioabfälle aus den beteiligten Kommunen ökologisch zu verwerten. In der Anlage sollen künftig Inhalte der Biotonnen – etwa Rasenschnitt, Laub oder Lebensmittelreste – unter Luftabschluss vergoren werden. Dabei entsteht Biogas, das als erneuerbare Energie in das regionale Gasnetz eingespeist werden kann und Erdgas ersetzt. Nach der Vergärung bleibt zudem Kompost zurück, der als Dünger in Landwirtschaft und Gartenbau eingesetzt werden soll.

Seit dem Baubeginn hat sich das Gelände deutlich verändert. Wo früher Kunden ihren Gartenabfall vor der alten Restabfallbehandlungshalle abluden, stehen heute zwei Baukräne und der Rohbau der neuen Anlage. Ein Teil der bestehenden Halle bleibt erhalten und wird in das Konzept integriert. In den neu errichteten Fermenter-Tunneln soll künftig die eigentliche Vergärung stattfinden. Der verbliebene Hallenteil dient anschließend der belüfteten Nachkompostierung.

Parallel zu den Hochbauarbeiten liefen umfangreiche Arbeiten im Untergrund. So installierten die Bauunternehmen vier neue Löschwassertanks und schufen Anlagen, über die Regenwasser auf dem Gelände versickern kann. Der Baufortschritt verzögerte sich jedoch über den Winter. „Der hartnäckige Winter verzögerte leider den Fortschritt der Anlage. Die Plusgrade der vergangenen Tage markierten den Startschuss nach der Winterpause“, sagt Christof von Schroetter, Vorstand von KENN. Man versuche zudem, das Projekt möglichst ressourcenschonend umzusetzen. Durch die teilweise Umnutzung vorhandener Gebäude lasse sich etwa neuer Beton einsparen.

Da Betonarbeiten konstante Plusgrade erfordern, konnte die Baustelle erst Ende Februar wieder in größerem Umfang arbeiten. Das Dach der Fermenter-Tunnel steht kurz vor der Fertigstellung. Als nächster Schritt folgt der Bau der Annahmehalle. Dort sollen künftig Bio-, Grün- und Gartenabfälle aus den vier Kommunen angeliefert und auf Störstoffe kontrolliert werden, bevor sie in die Vergärungsanlage gelangen.





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