Donnerstag, 18. Juni 2026

EnergieversorgerCorona puscht Digitalisierung

[04.05.2020] Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters Cortility treibt die Corona-Krise die Digitalisierung bei Energieversorgungsunternehmen an. Das werde sich auch auf Lösungen in energiewirtschaftlichen Kernaufgaben auswirken.

Nachdem die ersten Schwierigkeiten durch den Corona-Lockdown überwunden sind, gehören Homeoffice, abteilungsübergreifendes Arbeiten mit Cloud-Diensten und Web Meetings für viele Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen (EVU) zum Arbeitsalltag. Das berichtet jetzt IT-Dienstleister Cortility. Die Energiewirtschaft sei regelrecht in eine für viele bislang unvorstellbare neue Welt gestoßen worden. „Es ist zu vermuten, dass sich die coronabedingten Veränderungen im Arbeitsumfeld auch gravierend auf den Einsatz moderner digitaler Lösungen bei energiewirtschaftlichen Kernaufgaben auswirken werden“, erklärt Cortility-Geschäftsführer Klaus Nitschke. Arbeitsweisen und IT-Werkzeuge, die noch vor einem Vierteljahr in vielen EVU nicht denkbar waren, gehörten heute flächendeckend zum Alltag.
„Wir IT-Dienstleister kamen von Anfang an gut bis sehr gut mit der Fernwartung und dem mobilen Arbeiten zurecht. Effizienzverluste durch die Arbeit im Mobiloffice waren und sind kaum spürbar, bestenfalls beim fehlenden persönlichen Kontakt zu Kollegen und Kunden“, berichtet Nitschke. Für die Energieversorger sei die Umstellung deutlich schwieriger gewesen, da hier die technischen Voraussetzungen nicht in der Breite und Stabilität wie bei den IT-Dienstleistern vorhanden waren. Auch die Vertrautheit der Mitarbeiter mit Video- und Web-Konferenzen sei anfangs oft sehr ausbaufähig gewesen. Doch inzwischen hätten sich Routinen etabliert, die die Arbeit annähernd auf das gleiche Effizienzniveau wie vor der Krise heben.
Von besonderer Bedeutung seien die Erfahrungen, die die Energiebranche derzeit vor dem Hintergrund ihrer Zukunftsaufgaben mache. Die IT werde nicht mehr bloßes Werkzeug sein, sondern in vielen Fällen der gestaltende und marktentscheidende Faktor. Hier könnte die Corona-Krise in der Energiewirtschaft für deutliche Impulse gesorgt haben. Denn sowohl interne Veränderungen, wie das abteilungsübergreifende Arbeiten im Mobiloffice, als auch die Erwartungen der Kunden, dass ein Stadtwerk reibungslose Online-Services rund um die Uhr anzubieten hat, sorgen für neue Ansätze bei der Unternehmens IT. Standen Online und Cloud bisher vor allem für Kostenersparnisse, seien diese beiden Aspekte heute bei vielen Energieversorgern als wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit im Unternehmen und kundenorientierte Angebote erkannt worden.





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