Sonntag, 21. Juni 2026

Kreis RecklinghausenDialogveranstaltung zur regionalen Netzinfrastruktur

[06.02.2025] Im Kreis Recklinghausen haben sich Vertreter von Kommunen, Netzbetreibern und Unternehmen zu einer Dialogveranstaltung getroffen, um die Zukunft der regionalen Netzinfrastruktur zu diskutieren.

Im Kreis Recklinghausen haben sich Vertreter von Kommunen, Netzbetreibern und Unternehmen zu einer Dialogveranstaltung getroffen, um die Zukunft der regionalen Netzinfrastruktur zu diskutieren.

v.l.: Florian Lindner, Westnetz GmbH; Dr. Arnd Baer, Gelsenwasser AG; Manuel Behlk, Gelsenwasser Energienetze GmbH; Dr. Marc Fiebrandt, Thyssengas GmbH; Johannes Jansen, Kreis Recklinghausen

(Bildquelle: Kreis Recklinghausen)

Wie kann die Netzinfrastruktur im Kreis Recklinghausen an die Anforderungen der Energiewende angepasst werden? Mit dieser Frage befasste sich eine Dialogveranstaltung, zu der die Wirtschaftsförderung des Kreises Recklinghausen eingeladen hatte. Wie der Kreis Recklinghausen mitteilt, kamen in den Räumen von Gelsenwasser Vertreter von Kommunen, Stadtwerken, Netzbetreibern und der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiN Emscher-Lippe zusammen, um Strategien für eine nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln. Unternehmen wie Westnetz, Thyssengas und Gelsenwasser gaben Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze.

Zusammenarbeit aller Beteiligten

Johannes Jansen, Koordinator für erneuerbare Energien und Wasserstoff beim Kreis Recklinghausen, betonte die Bedeutung einer gut abgestimmten Infrastruktur für den Erfolg der Energiewende: „Die Anpassung und der Ausbau der relevanten Energieinfrastruktur muss mit der Geschwindigkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien Schritt halten können, damit diese nicht zum Flaschenhals der Transformation werden. Mit dieser und noch folgenden Veranstaltungen soll ein Rahmen geschaffen werden, in dem sich Kommunen und Versorger gemeinsam austauschen und vernetzen. Es geht in unserer Region nur durch Zusammenarbeit aller Beteiligten.“

Auch die Integration erneuerbarer Energien in das bestehende Stromnetz stand im Fokus. Markus Droste, Kommunalmanager bei Westenergie, erklärte: „Um diese Herausforderung zu meistern, treiben wir den Ausbau der Stromnetze voran und setzen dabei auf den Einsatz modernster Netzleittechnik, die die Kapazität unserer Netze sowie die Einspeisung regenerativer Energie in Einklang bringt.“

Erdgas durch Wasserstoff ersetzen

Die Rolle der Gasnetze in einer klimafreundlichen Energieversorgung wurde ebenfalls thematisiert. Marc Fiebrandt, Referent Marktentwicklung grüne Gase bei Thyssengas, betonte: „Wir gestalten als Fernleitungsnetzbetreiber die Energiewende aktiv mit. Dort, wo heute noch Erdgas durch unsere Leitungen fließt, wollen wir künftig Wasserstoff und andere grüne Gase transportieren. Dazu entwickeln wir gemeinsam mit dem Markt Schritt für Schritt Antworten und Lösungen, um NRW eine Versorgungsperspektive zu bieten.“

Die Veranstalter hoben hervor, dass der Austausch zwischen Kommunen, Netzbetreibern und regionalen Unternehmen intensiviert werden müsse. Arnt Baer, Leiter Politik und Verbände bei Gelsenwasser, sagte dazu: „Wir werden die Gasverteilnetze noch lange brauchen und wir werden noch froh sein, dass wir dieses Pfund haben. Um die Versorgung klimaschonend hinzubekommen, müssen wir alle eng zusammenrücken, Industrie, Kommunen und Energieversorger. Denn nur die Systemkosten, die am Ende unter dem Strich stehen, entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region und die Lebensqualität der Menschen.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

EWE/Salzgitter AG: Liefervertrag für grünen Wasserstoff abgeschlossen

[17.06.2026] EWE und die Salzgitter AG haben einen langfristigen Liefervertrag über jährlich 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff abgeschlossen. Die Vereinbarung soll die klimafreundliche Stahlproduktion voranbringen und gilt als wichtiges Signal für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. mehr...

Ein Mann steht in einem Heizungskeller vor einer wandhängenden Wasserstoff-Heizung und bedient das Display des Geräts. Auf der Front ist der Hinweis „H2 – 100 % Wasserstoff“ zu sehen. Die Anlage ist Teil eines Projekts zur Versorgung von Gebäuden mit Wasserstoff über das bestehende Gasnetz. Im Hintergrund sind Rohrleitungen und weitere Komponenten der Heizungsinstallation erkennbar.

Vaillant: Wasserstoffnetz im Regelbetrieb

[12.06.2026] Mehrere Privathaushalte in Hohenwart heizen jetzt mit 100 Prozent Wasserstoff. Das Projekt „H2Dahoam“ ist in den dauerhaften Betrieb gegangen. mehr...

Nationaler Wasserstoffrat: Nationaler Wasserstoffrat reformiert

[12.06.2026] Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats beschlossen. Das Gremium soll künftig stärker auf den Markthochlauf von Wasserstoff ausgerichtet werden. Zudem wird sein Aufgabenbereich erweitert und die Struktur verschlankt. mehr...

EWE: Bilfinger erhält Großauftrag für Wasserstoffanlage

[20.05.2026] EWE hat Bilfinger mit zentralen Arbeiten für die 320-Megawatt-Wasserstoffanlage in Emden beauftragt. Der Großauftrag markiert den Abschluss der letzten wesentlichen Vergaben und schafft die Basis für langfristige Lieferverträge für grünen Wasserstoff. mehr...

Glänzende „H₂“-Schrift schwebt in einer blauen, wasserähnlichen Umgebung mit aufsteigenden Bläschen und Lichtreflexen.

Bundeshaushalt: Verbände fordern Geld für Wasserstoff

[30.04.2026] Ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Kommunen verlangt neue Finanzhilfen für den Wasserstoffmarkt. Im Bundeshaushalt 2027 sollen nach Angaben der Verbände Mittel für Preisgarantien und staatliche Absicherungen eingeplant werden. Damit sollen Investitionen erleichtert und der stockende Markthochlauf beschleunigt werden. mehr...

Braunschweig: Großspeicher für Wasserstoff angeliefert

[30.04.2026] Am Forschungsflughafen Braunschweig entsteht mit neu angelieferten Metallhydridspeichern eine Forschungsanlage für bis zu 500 Kilogramm Wasserstoff. Die TU Braunschweig baut damit ihr H2-Terminal zu einem großskaligen Reallabor für Erzeugung, Verteilung und sichere Langzeitspeicherung von grünem Wasserstoff aus. mehr...

LENA: Online-Reihe zur Wasserstoffwirtschaft gestartet

[29.04.2026] Sachsen-Anhalt hat eine neue Online-Reihe zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft mit großem Zuspruch gestartet. Zum Auftakt diskutierten mehr als 100 Fachleute, wie weit Infrastruktur, Elektrolyse und industrielle Anwendungen bereits sind – und wo Unternehmen noch auf Antworten warten. mehr...

Hamburg: tesa stellt auf grünen Wasserstoff um

[07.04.2026] tesa rüstet seine Produktion in Hamburg auf grünen Wasserstoff um und erhält dafür öffentliche Förderung. Der Anschluss an das Wasserstoffnetz HH-WIN ab 2027 markiert einen konkreten Schritt hin zur klimaneutralen Industrie. mehr...

Hamburger Energienetze: Tunnelvortrieb für Wasserstoffleitung

[30.03.2026] Hamburger Energienetze errichten einen 106 Meter langen Tunnelvortrieb unter der Hafenbahn, um eine Wasserstoffleitung zu verlegen. Das Projekt sichert den ungestörten Güterverkehr und schafft die Grundlage für die klimaneutrale Versorgung zentraler Industriestandorte ab 2027. mehr...

Saarland: PACT-H2 erhält Millionen-Förderung

[26.03.2026] Das grenzüberschreitende Wasserstoffprojekt PACT-H2 erhält rund drei Millionen Euro Förderung von der Europäischen Union. Das Vorhaben soll den Aufbau einer gemeinsamen Wasserstoffwirtschaft in der Großregion koordinieren und die Akzeptanz in der Bevölkerung stärken. mehr...

Entega: Land Hessen fördert Wasserstoffanlage

[16.03.2026] Für den Aufbau einer Wasserstoffproduktion auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks erhält Entega rund 1,65 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Förderung stammt aus EU-Strukturmitteln und wird über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgewickelt. mehr...

Koblenz: evm prüft Wasserstoff im Gasnetz

[12.03.2026] Die evm hat in Koblenz untersucht, ob die bestehenden Gasnetze für die Nutzung von Wasserstoff geeignet sind. Das Pilotprojekt lief eineinhalb Jahre. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für künftige Entscheidungen über den Umbau der Gasversorgung dienen. mehr...

Saarland: ZeMA übernimmt Wasserstoffinfrastruktur von Bosch

[05.03.2026] Das ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik übernimmt die Wasserstoff-Infrastruktur von Robert Bosch in Homburg für Forschungszwecke. Damit startet das Land das 22,5-Millionen-Euro-Projekt HyCATT und schafft die Basis für praxisnahe Tests entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette. mehr...

Hamburg: Digitaler Wasserstoffmarktplatz veröffentlicht

[27.02.2026] Erneuerbare Energien Hamburg hat einen digitalen Wasserstoffmarktplatz für die Metropolregion Hamburg veröffentlicht. Die Plattform soll Produzenten, Abnehmer und Dienstleister entlang der Wertschöpfungskette vernetzen und so den Hochlauf der regionalen Wasserstoffwirtschaft beschleunigen. mehr...

ZSW/Holst Centre: Projekt entwickelt AEM-Elektrolyseure

[25.02.2026] ZSW und Holst Centre entwickeln im Projekt genAEMStack einen kosteneffizienten, großskalierbaren AEM-Elektrolyse-Stack für die Wasserstoffproduktion. Das Vorhaben soll Europas technologische Unabhängigkeit stärken und die industrielle Wertschöpfung in Baden-Württemberg und Noord-Brabant ausbauen. mehr...