Montag, 18. Mai 2026

AltensteigEnergieeffizientes Wärmenetz wächst

[07.05.2018] Altensteig geht einen weiteren Schritt hin zur regenerativen Wärmeversorgung und baut das Wärmenetz aus. Für die Erweiterung bekommt die baden-württembergische Stadt über 66.000 Euro aus einem Landesmittelförderprogramm.

Im Landkreis Calw wird klimafreundliche Technologie vorangetrieben: Die Stadtwerke Altensteig, eine 100-prozentige Tochter der Stadt, betreiben seit über 30 Jahren im Ort ein Wärmenetz, welches nun weiter ausgebaut werden soll. Nach Angaben des an der Konzeption des Klimaschutzkonzepts beteiligten Unternehmens endura kommunal, sollen künftig weitere elf Gebäude von den Stadtwerken Altensteig klimafreundlicher beheizt und mit Warmwasser versorgt werden. Blockheizkraftwerke, eine thermische Solaranlage und eine Wärmepumpe liefern dafür die Wärme.
Den Grundstein für die Erweiterung des Wärmenetzes legte ein von endura kommunal im Jahr 2015 konzipiertes Quartierkonzept für die Innenstadt. Im Rahmen des Konzepts befragte das Unternehmen die Gebäudeeigentümer in der Altstadt zum Alter ihrer Heizungen und zum Interesse an einem Wärmeanschluss. Das Unternehmen kam zu folgendem Ergebnis: Die Heizung von rund einem Drittel der Eigentümer ist über 20 Jahre alt. Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Heizungen ausgetauscht werden, sobald sie 30 Jahre alt sind. Hinzu kommt die Landesvorgabe des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG), dass bei einem Austausch der Heizung 15 Prozent des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden müssen. Aufgrund dieser Vorgaben schlug das Unternehmen vor, die Gebäude an das schon bestehende Wärmenetz anzuschließen.
Im Quartier und entlang der Poststraße sei diese Idee auf großes Interesse gestoßen, berichtet endura kommunal. Auf Betreiben von Günther Garbe, Technischer Leiter der Stadtwerke Altensteig, stellten die Verantwortlichen einen Förderantrag. Mit Erfolg: Über 66.000 Euro bekommt die Stadt nun aus dem Landesmittelförderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“. Wie endura mitteilt, hat die neu zu verlegende Wärmenetztrasse eine Länge von 460 Metern. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2019 beginnen.





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