Donnerstag, 26. Februar 2026

Stadtwerke BochumErdwärme für Stadion

[10.07.2025] Das modernisierte Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid wird künftig mit Erdwärme beheizt und gekühlt. Möglich macht das eine neue Geothermieanlage, die 38 Bohrungen nutzt und mit Strom aus einer Solaranlage betrieben wird.

Raphaela Klug (l.) und Elke Temme in der Technikzentrale des Lohrheidestadions.

(Bildquelle: Stadtwerke Bochum)

Die Stadtwerke Bochum haben am Lohrheidestadion in Wattenscheid eine neue Geothermieanlage in Betrieb genommen. Sie soll das Stadion im Sommer kühlen und im Winter heizen. Grundlage ist ein unterirdisches Bohrfeld mit 38 Erdsonden. Die Bohrungen reichen jeweils 150 Meter tief ins Erdreich. Wie die Stadtwerke mitteilen, wird mit Hilfe von zwei Wärmepumpen die natürliche Wärme aus dem Boden genutzt. Das System funktioniert in beide Richtungen: Es entzieht dem Boden Wärme zum Heizen und führt im Sommer überschüssige Wärme wieder zurück. Diese Technik wird als reversibel bezeichnet.

„Durch unser nachhaltiges Energiekonzept wird die Wärmewende an der Lohrheide Realität“, sagt Elke Temme, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bochum. Zwei spezielle Wärmepumpen nutzten die natürliche Erdwärme, um die Sportstätte zu versorgen. Der für den Betrieb der Wärmepumpen benötigte Strom soll künftig zum Teil aus einer Solaranlage auf dem Dach des Stadions kommen. Geplant sind dort 100 Module mit einer Spitzenleistung von 40 Kilowatt peak (kWp). Die Anlage soll im Herbst montiert werden.

Laut Stadtwerke-Projektleiterin Raphaela Klug werden durch die Anlage etwa 237 Kilowatt Wärmeleistung und rund 190 Kilowatt Kälteleistung erreicht. Die Effizienz der Anlage sei hoch: Eine Kilowattstunde Strom könne vier Kilowattstunden Wärme erzeugen. Damit verbessere sich die CO₂-Bilanz im Vergleich zu einer herkömmlichen Versorgung deutlich, so die Stadtwerke.

Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln aus dem Sparkassenbrief „Natürlich Bochum“. Dieses Finanzprodukt ist eine Kooperation der Stadtwerke Bochum und der Sparkasse Bochum. Bürgerinnen und Bürger konnten damit klimafreundliche Projekte vor Ort unterstützen. Das eingezahlte Geld wird nach Angaben der Stadtwerke nach und nach in lokale Maßnahmen investiert.





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