Donnerstag, 2. April 2026

Delphi Energy Future 2040Erste Ergebnisse vorgestellt

[26.11.2015] Die Studie Delphi Energy Future 2040 untersucht, wie die Energiesysteme Deutschlands, Europas und der Welt im Jahr 2040 aussehen werden. Beispielsweise wird erwartet, dass Deutschland die internationale Systemführerschaft für das Management und die Technik eines überwiegend auf erneuerbaren Energien aufgebauten Energiesystems haben wird.

Wie verändern sich die Energiesysteme in Deutschland, Europa und der Welt bis zum Jahr 2040? Dieser Frage widmet sich die internationale Zukunftsstudie Delphi Energy Future 2040. Sie wird gemeinsam vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erarbeitet. Wie die Verfasser der Studie mitteilen, sind mehr als 350 Energieexperten aus mehr als 40 Ländern befragt worden. Die ersten Ergebnisse haben jetzt Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW, Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der GIZ, und Norbert Schwieters, Leiter Energiewirtschaft bei PwC, vorgestellt. Die Mehrheit der befragten Experten (60 Prozent) glaubt demnach, dass sich die internationale Gemeinschaft bis zum Jahr 2040 auf verbindliche Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen geeinigt hat und diese auch umsetzt. Der globale Ausbau erneuerbarer Energien werde Treiber für einen effektiven Klimaschutz sein. 80 Prozent der Experten sehen erneuerbare Energien als die günstigste Alternative zur Stromerzeugung. Die Befragten sind sich weitgehend einig darüber, dass Europa in den nächsten beiden Jahrzehnten einen leistungsfähigen Binnenmarkt aufbauen wird. Dieser werde auf einer hochleistungsfähigen grenzüberschreitenden Infrastruktur bestehen. Eine Mehrheit der Experten hält es für wahrscheinlich, dass Deutschland die internationale Systemführerschaft für das Management und die Technik eines überwiegend auf erneuerbaren Energien aufgebauten Energiesystems haben wird. Viele sehen China im Jahr 2040 als weltgrößten Entwickler von Erneuerbare-Technologien. Weitere Ergebnisse besagen, dass konventionelle Kraftwerke kleiner und flexibler werden. Auch die Verbraucher werden ihre Nachfrage flexibilisieren. Ob Versorgungssicherheit künftig separat als Dienstleistung gekauft werden müsse, darüber gehen die Meinungen auseinander. Fest stünde, dass die Unternehmen ihre Geschäftsmodelle neu aufstellen müssen. Laut der Verfasser sollen die abschließenden Studienergebnisse zu Beginn des Jahres 2016 veröffentlicht werden.





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