EemshavenErste Windräder auf einem Deich

Singen ihr Lied in den stürmischen Wind: Windräder des Windparks Oostpolderdijk.
(Bildquelle: RWE)
Das Unternehmen RWE hat im September 2022 auf dem Oosterpolderdeich im niederländischen Eemshaven (Provinz Groningen) drei Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 7,5 Megawatt (MW) in Betrieb genommen. Wie RWE mitteilt, handelt es sich dabei um die ersten Windkraftanlagen, die auf einem Deich am Meer stehen.
Um die einzelnen Komponenten sicher an diesem besonderen Standort mit begrenztem Platzangebot zu installieren, sei für die Installation der oberen Turbinenkomponenten ein spezieller Kletterkran zum Einsatz gekommen, der durch Einschieben einzelner Segmente je nach Baufortschritt mit nach oben geklettert ist. Zudem seien die Anlagen auf so genannten Cutter Soil Mixing (CSM) Panelen errichtet worden. Bei diesem Verfahren werde der vorhandene Boden durch die Vermischung mit Beton verstärkt und mit einer Sandschicht bedeckt, auf der dann die Fundamente errichtet werden. So seien die Windkraftanlagen nicht unmittelbar mit dem Untergrund verbunden und könnten sich bei einer Setzung des Deichs sicher mitbewegen.
In den zurückliegenden Jahren haben RWE und der Wasserverband Noorderzijlvest, Eigentümer des Deichs, den Bauprozess und die Deichsicherheit sowie die möglichen Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt genauestens untersucht und in ein technisch komplexes Design einfließen lassen. Der wichtigste Aspekt bei der Projektentwicklung sei der Schutz des Deichs gewesen und dass seine Funktion im Bereich des Hochwasserschutzes nicht beeinträchtigt wird.
Der Strom aus dem Windpark sei bereits vermarktet: Im Februar 2022 hat RWE mit ASML, dem weltweit größten Anbieter von Lithografiesystemen für die Halbleiterindustrie, einen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement) über den Bezug von Ökostrom abgeschlossen, der unter anderem im Windpark Oostpolderdijk erzeugt wird.
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