Windpark StiftswaldErweiterung wird geprüft

Im Windpark Stiftswald wird bereits jährlich der Strom für knapp 30.000 nordhessische Haushalte produziert. Weitere 20.000 könnten hinzukommen.
(Bildquelle: Städtische Werke)
Der Windpark Stiftswald ist einer der ertragreichsten Standorte in Nordhessen. Im vergangenen Jahr haben die neun Anlagen des Windparks durchschnittlich rund 20 Prozent mehr grünen Strom produziert als ursprünglich geplant (wir berichteten). Wie die Städtischen Werke aus Kassel mitteilen, lassen die im aktuellen Regionalplan ausgewiesenen Windvorrangflächen eine Erweiterung des Parks um vier Anlagen zu. Eine weitere derzeit nicht ausgewiesene Fläche erlaube die Erweiterung um drei Anlagen. Eine entsprechende Ausweitung prüfe deshalb die Betriebsgesellschaft des Windparks. Standorte wären im Bereich des Ritterschaftlichen Stifts am Michelskopfsee und von Hessenforst am Belgerkopf.
Im ersten Schritt werden bis Oktober 2020 die notwendigen naturschutzfachlichen Untersuchungen beispielsweise zu Fledermäusen, Greif- und Zugvögeln erstellt. Sollten keine Konfliktpotenziale zu einer Erweiterung dokumentierbar sein, würden im zweiten Schritt die möglichen Windkraftanlagen im Rahmen eines vorgezogenen Vergabeverfahrens ausgewählt. Nach der Detailplanung könnten ab Juli 2021 die Genehmigungsanträge beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden. Sollten die Planungen bis dahin erfolgreich verlaufen, wäre mit einer Genehmigung frühestens im Juni 2022, mit einer Inbetriebnahme frühestens im Juli 2023 zu rechnen.
An der Windparkgesellschaft sind neben den Städtischen Werken aus Kassel auch die Stadtwerke Eschwege und Bad-Sooden-Allendorf, die Gemeinden Kaufungen und Lohfelden, die Regionalwerke Region Kassel sowie sechs Bürgerenergiegenossenschaften beteiligt. „Wir schaffen so qualifizierte Arbeitsplätze, erzeugen selbst vor Ort den Strom, den wir hier verbrauchen und stärken die Wertschöpfung. Eine Win-win-Situation für Nordhessen“, erklärt Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werken aus Kassel. „Klar ist, dass es sich um Anlagen der Fünf-Megawattklasse handeln würde. Falls wir tatsächlich im ersten Schritt vier weitere Anlagen bauen würden, könnten wir damit im Jahr etwa 50.000 Megawattstunden Strom produzieren und damit rund 20.000 Haushalte versorgen. Und dem Klima im Jahr rund 33.000 Tonnen CO2 ersparen“, sagt Lars Rotzsche, einer der beiden Geschäftsführer der Windgesellschaft. Die vorhandenen Anlagen im Windpark Stiftswald erzeugen laut den Betreibern jährlich rund 73.000 Megawattstunden Strom – genug für gut 29.000 Haushalte.
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