Mittwoch, 1. April 2026

BremenFernwärme für die Innenstadt

[26.06.2025] Der Energiedienstleister swb plant, die Bremer Innenstadt schrittweise mit Fernwärme zu versorgen. Der Ausbau soll einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der erste Abschnitt ist bereits im Bau.

swb will die Bremer Innenstadt mit Fernwärme erschließen.

v. l.: Alexander Kmita, (Geschäftsführer swb Vertrieb GmbH; Dr. Karsten Schneiker, Vorstandssprecher swb AG; Dr. Thomas Wernicke, (Geschäftsführer wesernetz GmbH

(Bildquelle: swb AG)

In der Bremer Innenstadt sollen künftig mehr Gebäude mit Fernwärme beheizt werden. Das hat der regionale Energieversorger swb in einer Pressemitteilung angekündigt. Ziel sei es, die Wärmewende voranzubringen und den CO₂-Ausstoß beim Heizen zu senken. „Die dichte Bebauung der Innenstadt macht den Einsatz von Fernwärme besonders sinnvoll und effizient“, sagte Vorstandssprecher Karsten Schneiker. Man bekenne sich damit zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung für das Zentrum Bremens.

Der Ausbau beginnt in der Dechanatstraße. Dort wurden seit März 2025 bereits erste Leitungen verlegt. Diese Arbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Die weitere Erschließung ist ab dem Jahr 2027 vorgesehen und soll in mehreren Abschnitten erfolgen. Die neue Leitung wird an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen, das aktuell bis zum Klinikum Bremen-Mitte reicht. Die genaue Trassenführung werde noch erarbeitet, teilte das Unternehmen mit.

swb-Geschäftsführer Alexander Kmita betonte: „Mit einem höheren Fernwärmeanteil in der Wärmeversorgung können wir unser Ziel ,klimaneutral bis 2035ʻ erreichen.“ Für bestehende und neue Kundinnen und Kunden wolle swb in der Übergangszeit verschiedene Lösungen anbieten. Die Fernwärme soll künftig vollständig klimaneutral erzeugt werden. Bereits heute stammt sie laut swb zu einem großen Teil aus der thermischen Abfallverwertung im Müllheizkraftwerk in Findorff und im Mittelkalorik-Kraftwerk im Hafen.

Thomas Wernicke, Geschäftsführer von wesernetz, bat um Verständnis für mögliche Einschränkungen durch Baustellen: „Der Fernwärmeausbau ist eine Maßnahme für mehr Klimaschutz – eine herausfordernde Aufgabe, die uns aber allen zugutekommt.“ Bis 2040 soll der Anteil von Fernwärme im Land Bremen von derzeit 15 auf 30 Prozent steigen. Der Ausbau konzentriert sich dabei auf Gebäude mit hohem Wärmebedarf, die derzeit mit Erdgas oder Heizöl beheizt werden. Damit wolle man einen möglichst großen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen leisten.





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