Mittwoch, 25. März 2026

DessauFörderung von nachhaltiger Fernwärme

[27.06.2023] Für die Stadt Dessau hat die Fernwärme eine Schlüsselfunktion für eine nachhaltige und umweltschonende Wärmeversorgung. Deshalb wollen die Stadtwerke verstärkt auf eine nachhaltige Fernwärmeversorgung setzen.
Wärmespeicher der Stadtwerke Dessau.

Wärmespeicher der Stadtwerke Dessau.

(Bildquelle: Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH – DVV – Stadtwerke)

Die Stadtwerke Dessau werden jetzt den Anteil regenerativer Energien bei der Fernwärmeerzeugung deutlich erhöhen und mehr Erneuerbare in das Fernwärmenetz einspeisen. Wie die Stadtwerke mitteilen, soll die Fernwärmeversorgung dort, wo es wirtschaftlich und technisch machbar ist, auch künftig den Kern ihrer Wärmeenergie vor Ort bilden. Stadtwerke-Geschäftsführer Dino Höll: „Das bedeutet, dass auch bei Investitionen in den Erhalt und den Ersatz bestehender Infrastruktur die Fernwärme oberste Priorität hat. Dort, wo Fernwärme- und Erdgasleitungen weitgehend parallel verlaufen, werden wir das Fernwärmenetz weiter verdichten.“

Gebot der Stunde

Damit habe die Fernwärme eine Schlüsselfunktion für eine nachhaltige und umweltschonende Wärmeversorgung der Stadt. Um die Klimaschutzziele für Dessau-Roßlau und die Vorgaben des Gesetzgebers umzusetzen, so Dino Höll, sei konkretes Handeln das Gebot der Stunde. Deshalb arbeiteten die Stadtwerke schon jetzt an einem Umbauplan für ihre Fernwärmeversorgung, die künftig noch klimafreundlicher werden soll. Schon heute werde die Fernwärme umweltschonend mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im eigenen Kraftwerk erzeugt, das zusätzlich über einen Wärmespeicher und Elektroerhitzer verfüge und daher sehr effizient gefahren werden könne. Damit erfülle die Fernwärme der Stadtwerke Dessau bereits heute alle Umweltauflagen und sei den erneuerbaren Energien gleichgestellt. Höll berichtete, dass derzeit eine Projektstudie für eine Anlage mit innovativer Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK-Anlage) auf dem Zoberberg erarbeitet werde. Zusammen mit weiteren Blockheizkraftwerken, Photovoltaikanlagen sowie Wärmespeichern und Elektroheizern werde hier das Potenzial einer modernen Quartierslösung untersucht, die beispielhaft für den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung stehe.

Komfort, Effizienz und Wirtschaftlichkeit

Nicht zuletzt nannte Höll Komfort, Effizienz und Wirtschaftlichkeit als unschlagbare Pluspunkte, welche die Stadtwerke ihren Fernwärmekunden auch in Zukunft bieten wollen. Fernwärme sei sauber, sicher und wartungsarm. Persönlicher Service, Komplettleistungen aus einer Hand und nicht zuletzt die Gewissheit, als Stadtwerke-Kunde die regionale Wirtschaftskraft zu stärken, seien weitere Pluspunkte.
Die Stadtwerke überarbeiten nach eigenen Angaben bis zum 1. Januar 2024 das bestehende Vertragssystem, damit Stadtwerke-Kunden auch künftig von den Vorteilen der Fernwärmeversorgung profitieren können. Die Anpassungen seien notwendig, um klimapolitische und gesetzliche Vorgaben umzusetzen. So werde beispielsweise der CO2-Preis für die Fernwärme separat ausgewiesen. Bevor die neuen Verträge abgeschlossen werden können, müssen die bestehenden Lieferverträge gekündigt werden. Die Fernwärmekunden erhielten deshalb in den nächsten Tagen ein formelles Kündigungsschreiben. Ein neues Angebot für eine zukunftssichere Wärmeversorgung der Fernwärmekunden folge im November, die zuverlässige Fernwärmelieferung gehe wie gewohnt weiter.





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