Dienstag, 5. Mai 2026

ProkonGenossenschaft oder Konzern?

[08.06.2015] In einer Stellungnahme spricht sich Verein „Die Freunde von Prokon“ gegen eine Übernahme der insolventen Windenergiefirma durch den Energiekonzern EnBW aus. Die Gläubigergruppe favorisiert eine Genossenschaftslösung.
Prokon-Windpark: Unklare Aussichten beim insolventen Unternehmen.

Prokon-Windpark: Unklare Aussichten beim insolventen Unternehmen.

(Bildquelle: PROKON Regenerative Energien GmbH i.I.)

Am 2. Juli entscheidet die Gläubigerversammlung über die Zukunft der insolventen Windenergiefirma Prokon. Der Verein „Die Freunde von Prokon“ hat sich für eine Genossenschaftslösung ausgesprochen. Der mehr als 10.000 Mitglieder zählende Verein vertritt eine der größten Gläubigergruppen des insolventen Unternehmens. In einer Stellungnahme schreibt der Verein: „Aus unserer Sicht ist die genossenschaftliche Lösung, die Prokon eG, klar die bessere Alternative. Die sanierte Prokon ist werthaltig und kann in Zukunft profitabel betrieben werden.“ Das Angebot von EnBW liege mit 550 Millionen Euro deutlich unter dem Wert, der von Gutachtern für Prokon ermittelt worden sei. Im genossenschaftlichen Insolvenzplan werde der Wert um etwa 103 Millionen Euro höher angesetzt als im Insolvenzplan mit dem Investor EnBW. In der Stellungnahme heißt es dazu: „Für den einzelnen Genussrechtsinhaber bedeutet dies konkret: Je 10.000 investierten Euro erhält er im Investorenplan 670 Euro weniger als im genossenschaftlichen Insolvenzplan.“ Dieser sei zudem verbunden mit der Aussicht auf stabile Zinseinnahmen und auf Dividenden in den kommenden Jahren.



Stichwörter: Unternehmen, EnBW, Prokon


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