Hamburger EnergienetzeHH-WIN Kapazitäten reservieren

Ab Anfang 2026 können Industrieunternehmen in Hamburg erstmals Wasserstoff-Kapazitäten im künftigen Netz HH-WIN reservieren.
(Bildquelle: Hamburger Energienetze)
Wie die Hamburger Energienetze mitteilen, sollen Unternehmen in der Hansestadt ab Anfang 2026 verbindlich Kapazitäten im Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN) reservieren können. Die Maßnahme ist Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes, das eine verlässliche Energieversorgung für industrielle Abnehmer gewährleisten und Investitionen in die Wasserstoffwirtschaft absichern soll.
HH-WIN wird laut Angaben des Unternehmens 2027 in Betrieb gehen und von Beginn an mit weiteren norddeutschen Netzclustern verknüpft sein. Diese Anbindungen verbinden Erzeugungs-, Import- und Verbrauchsstandorte, darunter Elektrolyseure, Speicher und industrielle Abnehmer. Über das zum Kernnetz gehörende Projekt Hyperlink soll Hamburg zudem Zugang zu Wasserstoff aus dem gesamten Norden erhalten. Speicher in Niedersachsen sollen Ein- und Ausspeisungen ausgleichen und so Versorgungsschwankungen dämpfen.
Die Hamburger Energienetze bereiten die geplante Marktabfrage gemeinsam mit anderen Kernnetzbetreibern vor. Sie soll Daten zum künftigen Bedarf an Erzeugungs-, Import- und Transportkapazitäten liefern und damit die Grundlage für den Hochlauf des Wasserstoffmarkts in Deutschland und den angrenzenden EU-Staaten schaffen.
Unternehmen, die Wasserstoff ab 2027 benötigen, können bereits im kommenden Jahr ihre Kapazitäten anmelden und Reservierungsverträge abschließen. Nach erfolgreicher Kapazitätsprüfung fällt eine Gebühr an, die später mit der Buchungsgebühr bei der Energiebestellung verrechnet wird. Laut Hamburger Energienetze sorgt dieses Verfahren für Verbindlichkeit und Planungssicherheit auf beiden Seiten.
Peter Wolffram, Geschäftsführer des Ressorts Unternehmen und Kunde bei den Hamburger Energienetzen, erklärt: „Als Hamburger Kernnetzbetreiber im Cluster Nord-West legen wir derzeit die Grundlage für den Ausbau des deutschen und europäischen Wasserstoffmarkts. Künftigen HH-WIN-Anschlusskunden bieten wir die Möglichkeit, verbindliche Transportkapazitäten für ihre Projekte zu erhalten.“
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