StuttgartHub erhält vierten Elektrolyseur

Überreichung des Förderbescheids für das Wasserstoffprojekt im Stuttgarter Hafen.
v.l.: Dr. Daniel Lust, Projektleiter; Thekla Walker, Umweltministerin; Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart
(Bildquelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)
Der Green Hydrogen Hub Stuttgart im Stuttgarter Hafen wird um einen weiteren Elektrolyseur ergänzt und damit leistungsfähiger. Wie die Stadtwerke Stuttgart (SWS) mitteilen, ist mit dem zusätzlichen vierten Aggregat eine Erhöhung der geplanten Gesamtkapazität von bisher neun auf künftig zwölf Megawatt Elektrolyseleistung vorgesehen.
Die Erweiterung firmiert unter dem Projektnamen GH2Splus und wird durch das Förderprogramm Elektrolyseure (ELY) des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ermöglicht. Den zweckgebundenen Förderbescheid über rund 2,9 Millionen Euro hat Umweltministerin Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen) den Stadtwerken Stuttgart überreicht. SWS zufolge zielt der zusätzliche Elektrolyseur nicht nur auf mehr Leistung, sondern vor allem auf einen flexibleren Anlagenbetrieb. „Mit dem Projektbaustein GH2Splus erhöhen wir nicht nur die Kapazität, sondern vor allem die Flexibilität des gesamten Green Hydrogen Hubs“, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. „Vier modulare Elektrolyseure ermöglichen erstmals eine fein skalierbare, wirtschaftliche und netzdienliche Betriebsführung. Dadurch können wir grünen Strom optimal nutzen, höchste Anforderungen aus der Industrie zuverlässig erfüllen und die regionale Versorgung mit Wasserstoff stabil absichern.“
Der Green Hydrogen Hub Stuttgart befindet sich derzeit im Bau. Nach der geplanten Inbetriebnahme sollen die dann vier Elektrolyseure jährlich bis zu 1.200 Tonnen hochreinen grünen Wasserstoff aus erneuerbarem Strom erzeugen. Das Projekt umfasst dabei nicht nur die eigentliche Erzeugung, sondern auch eine Transportinfrastruktur im Neckartal und gilt als weiterer Baustein der Wasserstoffstrategie der Landeshauptstadt.
Ausgangspunkt des Vorhabens ist das Gemeinschaftsprojekt H2 GeNeSiS, das von der Europäischen Union sowie vom Umwelt- und Klimaministerium Baden-Württemberg gefördert wird. Neben den Stadtwerken Stuttgart sind daran unter anderem die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, die Stadtwerke Esslingen, das Steinbeis-Innovationszentrum für energieeffiziente und emissionsfreie Technologien sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg beteiligt.
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