Mittwoch, 25. März 2026

AEEJahresreport beleuchtet Energiewende

[21.05.2015] Trotz einiger Differenzen gehen die Bundesländer die Energiewende insgesamt sehr ambitioniert an. Zu diesem Schluss gelangt die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in ihrem nun veröffentlichten Jahresreport Föderal Erneuerbar.
Die aktuelle Publikation der Agentur für erneuerbare Energien gibt Einblicke in die Energiewende der einzelnen Bundesländer.

Die aktuelle Publikation der Agentur für erneuerbare Energien gibt Einblicke in die Energiewende der einzelnen Bundesländer.

(Bildquelle: AEE)

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat den Jahresreport Föderal Erneuerbar veröffentlicht. Auf mehr als 200 Seiten werden die jeweiligen Strategien, Schwerpunkte und Erfolge einzelnen der Länder im Energiewende-Prozess präsentiert. „Gleichgültig, welche politische Farbenkombination die jeweilige Regierungskoalition hat – bei den prinzipiellen Zielen der Energiewende, nämlich Ausbau der erneuerbarer Energien und Klimaschutz, sind sich alle Landesregierungen einig“, sagt AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer. „Allerdings gibt es trotz der gemeinsamen Oberziele deutliche Unterschiede bei den konkreten Zielsetzungen und Schwerpunkten der jeweiligen Landesenergiepolitik. Mit unserem Projekt Föderal Erneuerbar, dem dazugehörigen Internet-Portal sowie dem nun frisch erschienen Jahresreport versuchen wir, die föderale Energiewende transparent zu machen.“ Neben Daten und Statistiken, Grafiken und textliche Einordnungen zur Energiewende in den Bundesländern sind auch Interviews mit den für erneuerbare Energien zuständigen Ministern enthalten. Laut AEE machen sie deutlich, wo noch Diskussions- und Harmonisierungspotenziale stecken. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Energiewendeminister des Landes Schleswig-Holstein, will beispielsweise bis zum Jahr 2025 drei Mal mehr Strom aus Erneuerbaren erzeugen, als im Land verbraucht. So sollen der Atomausstieg aufgefangen und auch andere Länder mit grünem Strom versorgt werden. Ilse Aigner (CSU), Energieministerin des Freistaats Bayern, will dagegen keiner neuen Stromleitung zustimmen, die nicht für die Versorgung Bayerns, sondern zum Export von überschüssigem Windstrom gedacht sei. Auch hinsichtlich der konventionellen Energieträger, die die Erneuerbaren ergänzen, gibt es durchaus unterschiedliche Perspektiven: Albrecht Gerber (SPD), Energieminister in Brandenburg, ist etwa der Ansicht, dass die Braunkohle noch für einen längeren Zeitraum notwendig sein werde, während Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen), Klimaschutzminister in Nordrhein-Westfalen, für eine Verkleinerung alter und klimaschädlicher Kapazitäten wirbt.
Die Publikation „Bundesländer mit neuer Energie – Jahresreport Föderal Erneuerbar 2014/15“ mit Interviews, Daten und Infografiken sowie weiteren einordnenden Texten kann kostenlos auf der Website des AEE bestellt werden.



Stichwörter: Politik, AEE


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