Sonntag, 15. März 2026

Stadtwerke KonstanzKerngeschäft bleibt stabil

[28.07.2025] Das Geschäftsjahr 2024 haben die Stadtwerke Konstanz mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Das Gesamtergebnis nach Steuern betrug minus 3,75 Millionen Euro. Dank einer Kapitalzuführung der Stadt konnte jedoch ein positiver Saldo erreicht werden.

Stadtwerke Konstanz haben die Bilanz für 2024 vorgelegt.

(Bildquelle: Stadtwerke Konstanz)

Die Stadtwerke Konstanz haben das Jahr 2024 mit einem verbesserten Ergebnis im Kerngeschäft abgeschlossen. Wie das Unternehmen berichtet, lag dieses bei fast vier Millionen Euro – das sind 2,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Gesamtergebnis nach Steuern betrug minus 3,75 Millionen Euro, war damit aber um rund 1,4 Millionen Euro besser als geplant. Einschließlich der jährlichen Kapitalzuführung durch die Stadt Konstanz in Höhe von 5,4 Millionen Euro wurde ein positiver Saldo von 1,65 Millionen Euro erreicht.

Die Eigenkapitalquote blieb stabil bei rund 27 Prozent. Im Konzern lag sie bei 23,8 Prozent. Geschäftsführer Norbert Reuter erklärte: „Im Kerngeschäft der Stadtwerke konnten wir das Vorjahresergebnis um 2,8 Millionen Euro und im Gesamtergebnis der Unternehmensgruppe um zwei Millionen Euro verbessern – ein starkes Signal in einem weiterhin dynamischen Marktumfeld.“ Der Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe sank auf rund 235 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte er noch bei über 296 Millionen Euro gelegen. Der Rückgang resultierte laut Unternehmen vor allem aus gesunkenen Energiepreisen und niedrigeren Beschaffungskosten.

Die Investitionen wurden auf über 30 Millionen Euro gesteigert – vor allem für Projekte in der regionalen Infrastruktur. Der wirtschaftliche Effekt in der Region belief sich laut Stadtwerke auf rund 70 Millionen Euro. Geschäftsführer Gordon Appel kündigte an, diesen Kurs beibehalten zu wollen. Auch im laufenden Jahr stünden Investitionen in Wärmenetze, Photovoltaik, Glasfaser und den Ausbau der Stromnetze im Fokus.

Im Bereich Strom ging die Verkaufsmenge um 16 Millionen Kilowattstunden zurück – vor allem durch Kundenwechsel. Die Durchleitung nahm leicht um 5,7 Millionen Kilowattstunden zu. Der Umsatz sank auf 56,5 Millionen Euro, gleichzeitig stieg das Ergebnis auf gut vier Millionen Euro. Beim Erdgas lag der Rückgang der Verkaufsmenge bei 2,1 Prozent. Ursache sei das milde Wetter gewesen. Auch hier war der Umsatz rückläufig, während das Ergebnis auf 4,37 Millionen Euro zulegte. Der Wärmeabsatz stieg um 2,8 Prozent. Die Stromerzeugung wuchs um 37,5 Prozent – trotz gesunkener Energiepreise. Drei neue Blockheizkraftwerke sowie sieben Photovoltaikanlagen gingen in Betrieb. Zusätzlich wurden zwölf neue öffentliche Ladepunkte eingerichtet. Weitere Projekte zur Nutzung erneuerbarer Wärme und zusätzliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sind geplant.





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