Freitag, 8. Mai 2026

WEMAGErfolg in volatilem Umfeld

[23.07.2025] Der kommunale Energieversorger WEMAG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Das Unternehmen erwirtschaftete deutlich höhere Überschüsse als im Vorjahr, investierte kräftig in das Stromnetz und setzte auf den Ausbau erneuerbarer Energien.

WEMAG-Vorstand will in den kommenden Jahren weiter investieren.

v.l.: Thomas Murche, technischer Vorstand; Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand

(Bildquelle: SKRmedia / Marten Lange)

Die WEMAG mit Sitz in Schwerin hat ihre Bilanz für das Jahr 2024 vorgelegt. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde ein Umsatz von rund 1,28 Milliarden Euro erzielt. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag bei rund 48,4 Millionen Euro – ein Plus von fast 13 Millionen Euro im Vergleich zu 2023. Wesentlicher Grund für den Anstieg war laut Pressemitteilung die Teilveräußerung zweier Projekte im Bereich erneuerbare Energien an einen kommunalen Partner.

„Auch im Jahr 2024 war die WEMAG ein sicherer Partner für die Kundinnen und Kunden“, sagte Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand. Man habe sich in einem volatilen Umfeld behauptet. Die strategische Ausrichtung auf Energienetze, Ökokraftwerke und nachhaltige Kundenlösungen wie Photovoltaik (PV), Kleinspeicher und Wärmepumpen zahle sich zunehmend aus.

Starke Rolle des Netzgeschäfts

Den größten Anteil am Ergebnis hatte das Netzgeschäft mit einem operativen Ergebnis von über 29 Millionen Euro. Die WEMAG Netz investierte rund 94 Millionen Euro in das Stromnetz – etwa so viel wie im Vorjahr. Technikvorstand Thomas Murche kündigte an, bis zum Jahr 2033 insgesamt 1,25 Milliarden Euro in Netz und erneuerbare Erzeugung investieren zu wollen. Im Jahr 2024 wurden bereits 4.300 neue Anlagen für Windkraft, Solarenergie und Biogas mit einer Gesamtleistung von 181 Megawatt ans Verteilnetz angeschlossen. Für die Aufnahme weiterer Anlagen plant die WEMAG zusätzliche große Netzverknüpfungspunkte. Dafür seien mehrere Hundert Millionen Euro nötig.

Ausschüttung an Kommunen

Der kommunale Anteilseignerverband (KAV) mit 201 Mitgliedskommunen hält knapp 75 Prozent an der WEMAG. Weitere Anteile gehören der Thüga (25,1 Prozent) und der Stadt Grabow (0,14 Prozent). Wie in den Vorjahren werden rund 16 Millionen Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die Einnahmen fließen laut Unternehmensangaben in die Region zurück. „Die wirtschaftliche Stärke der WEMAG entsteht durch kluge Entscheidungen, engagierte Mitarbeitende und effiziente Prozesse“, sagte Klaus-Otto Meyer, Vorsitzender des KAV. Für den Ausbau der erneuerbaren Energien brauche es eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Blick nach vorn

Technikvorstand Murche betonte, das Jahr 2024 sei für die Bereiche Netz und erneuerbare Energien besonders erfolgreich gewesen. Der Ausbau leistungsfähiger Netze sei entscheidend für die Energiewende. Die WEMAG will in den kommenden Jahren weiter investieren – in Energie, Netze, Digitalisierung und Glasfaser. Die breite Aufstellung sichere wirtschaftliche Stabilität.



Stichwörter: Unternehmen, WEMAG, Bilanz


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