Mittwoch, 29. April 2026

Stadtwerke KonstanzKerngeschäft bleibt stabil

[28.07.2025] Das Geschäftsjahr 2024 haben die Stadtwerke Konstanz mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Das Gesamtergebnis nach Steuern betrug minus 3,75 Millionen Euro. Dank einer Kapitalzuführung der Stadt konnte jedoch ein positiver Saldo erreicht werden.

Stadtwerke Konstanz haben die Bilanz für 2024 vorgelegt.

(Bildquelle: Stadtwerke Konstanz)

Die Stadtwerke Konstanz haben das Jahr 2024 mit einem verbesserten Ergebnis im Kerngeschäft abgeschlossen. Wie das Unternehmen berichtet, lag dieses bei fast vier Millionen Euro – das sind 2,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Gesamtergebnis nach Steuern betrug minus 3,75 Millionen Euro, war damit aber um rund 1,4 Millionen Euro besser als geplant. Einschließlich der jährlichen Kapitalzuführung durch die Stadt Konstanz in Höhe von 5,4 Millionen Euro wurde ein positiver Saldo von 1,65 Millionen Euro erreicht.

Die Eigenkapitalquote blieb stabil bei rund 27 Prozent. Im Konzern lag sie bei 23,8 Prozent. Geschäftsführer Norbert Reuter erklärte: „Im Kerngeschäft der Stadtwerke konnten wir das Vorjahresergebnis um 2,8 Millionen Euro und im Gesamtergebnis der Unternehmensgruppe um zwei Millionen Euro verbessern – ein starkes Signal in einem weiterhin dynamischen Marktumfeld.“ Der Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe sank auf rund 235 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte er noch bei über 296 Millionen Euro gelegen. Der Rückgang resultierte laut Unternehmen vor allem aus gesunkenen Energiepreisen und niedrigeren Beschaffungskosten.

Die Investitionen wurden auf über 30 Millionen Euro gesteigert – vor allem für Projekte in der regionalen Infrastruktur. Der wirtschaftliche Effekt in der Region belief sich laut Stadtwerke auf rund 70 Millionen Euro. Geschäftsführer Gordon Appel kündigte an, diesen Kurs beibehalten zu wollen. Auch im laufenden Jahr stünden Investitionen in Wärmenetze, Photovoltaik, Glasfaser und den Ausbau der Stromnetze im Fokus.

Im Bereich Strom ging die Verkaufsmenge um 16 Millionen Kilowattstunden zurück – vor allem durch Kundenwechsel. Die Durchleitung nahm leicht um 5,7 Millionen Kilowattstunden zu. Der Umsatz sank auf 56,5 Millionen Euro, gleichzeitig stieg das Ergebnis auf gut vier Millionen Euro. Beim Erdgas lag der Rückgang der Verkaufsmenge bei 2,1 Prozent. Ursache sei das milde Wetter gewesen. Auch hier war der Umsatz rückläufig, während das Ergebnis auf 4,37 Millionen Euro zulegte. Der Wärmeabsatz stieg um 2,8 Prozent. Die Stromerzeugung wuchs um 37,5 Prozent – trotz gesunkener Energiepreise. Drei neue Blockheizkraftwerke sowie sieben Photovoltaikanlagen gingen in Betrieb. Zusätzlich wurden zwölf neue öffentliche Ladepunkte eingerichtet. Weitere Projekte zur Nutzung erneuerbarer Wärme und zusätzliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sind geplant.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

kraftwerk: Neue App für den Kundenkontakt veröffentlicht

[29.04.2026] Die kraftwerk Software Gruppe ergänzt ihre Portallösungen für Versorger um die mobile App-Plattform kraftwerk.One. Die neue Kooperation mit endios soll Energie- und Wasserunternehmen eine durchgängige digitale Kundenschnittstelle vom Abrechnungssystem bis zum Smartphone liefern. mehr...

Quadra energy: Migration in KISTERScloud

[28.04.2026] Quadra energy hat sein Energie- und Portfoliomanagement in wenigen Stunden aus einer On-Premise-Umgebung in die KISTERScloud verlagert. Der Umstieg soll bei laufendem Betrieb mehr Performance, höhere Stabilität und Spielraum für den weiteren Ausbau der Handels- und Marktkommunikationsprozesse schaffen. mehr...

Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Gründung vor 35 Jahren

[23.04.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck bestehen seit 35 Jahren. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich der kommunale Versorger seit der Gründung 1991 von einem kleinen Betrieb zu einem regionalen Anbieter für Strom, Gas und Fernwärme. Heute setzt das Unternehmen verstärkt auf Projekte zur Energiewende. mehr...

Stadtwerke München: Insgesamt ein gutes Jahr

[20.04.2026] Im Geschäftsjahr 2025 haben die Stadtwerke München über eine Milliarde Euro investiert. Das operative Ergebnis lag unter dem Vorjahr, blieb aber im langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig überwies der Konzern erneut 100 Millionen Euro an die Stadt München. mehr...

Region Rhein-Eifel: Genossenschaft für Wärmewende

[17.04.2026] Zwölf Kommunen aus drei Kreisen haben gemeinsam mit dem Energieunternehmen e-regio die Genossenschaft Energiewende RheinEifel gegründet. Nach Angaben der Beteiligten soll sie Projekte zur Energie- und Wärmewende regional koordinieren. mehr...

interview

Interview: Pioniergeist trifft Exzellenz

[17.04.2026] Seit Mitte 2025 trägt MAN Energy Solutions den Namen Everllence. Was es mit der Umbenennung auf sich hat und welche Strategie das Unternehmen beispielsweise im Bereich der Energiewirtschaft fährt, erläutert CEO Uwe Lauber im Interview mit stadt+werk. mehr...

enercity: Umsatz geht zurück

[13.04.2026] Im Jahr 2025 hat enercity einen geringeren Umsatz und Gewinn erzielt als in den Vorjahren. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Investitionen erhöht und den Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben. mehr...

bericht

Trianel: Beeindruckende Bilanz

[09.04.2026] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel unterstützt mit ihren drei Gesellschaften Energieversorger und Kommunen in Deutschland bei der Umsetzung der Energiewende. Die Kooperation kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken. mehr...

enercity: Neuer CEO bei enercity Erneuerbare

[08.04.2026] Der Energiekonzern enercity besetzt die Spitze seiner Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien neu. Mit Jörg Kubitza übernimmt ein Branchenmanager die Leitung. Der bisherige CEO Ralf Nietiet scheidet auf eigenen Wunsch aus. mehr...

Jena: Baustart von Reallabor JenErgieReal

[02.04.2026] Das Reallabor JenErgieReal geht in Jena in die bauliche Umsetzung und vernetzt erstmals Speicher, Lade-Infrastruktur und Netze intelligent. Das Projekt zeigt, wie ein digitales Energiesystem im urbanen Raum praktisch funktioniert und welche Lösungen bis 2027 entstehen. mehr...

VNEW: Unter neuer Flagge unterwegs

[27.03.2026] Der Stadtwerkeverband VSHEW firmiert künftig als Verband der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW). Hintergrund ist die Ausweitung auf weitere Bundesländer sowie der Anspruch, die Energiewende regional stärker zu bündeln. mehr...

JUWI: Strategische Neuausrichtung

[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...

Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme

[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...

Solarpark der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Görgeshausen mit mehreren Reihen von Photovoltaikmodulen auf einer Wiese.

evm: Nachhaltige Energiegewinnung

[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...

Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite

[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...